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Schulschach-Landesmeisterschaft in Fredersdorf / Zwei Meistertitel verbleiben in der Region

Schach
Rauchende Köpfe bei 81 Teams

Grübeln über den nächsten Zug: Das galt auch bei dieser Paarung in der Wettkampfklasse IV Grundschule Eggersdorf (links) gegen den Schachnachwuchs aus Lübbenau
Grübeln über den nächsten Zug: Das galt auch bei dieser Paarung in der Wettkampfklasse IV Grundschule Eggersdorf (links) gegen den Schachnachwuchs aus Lübbenau © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 12.03.2018, 05:19 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) In Fredersdorf wurde am Sonnabend die Brandenburger Schulschach-Landesmeisterschaft ausgetragen. Insgesamt 81 Teams waren diesmal in sieben Wettkampfklassen am Start.

Er freue sich, dass es so viele sind, die sich dieser Herausforderung stellen, hatte Bürgermeister Thomas Krieger schon zur Begrüßung aller Teilnehmer gesagt. Und die Freude war auch im Wettkampfleiterbüro spürbar. Zwar waren es netto rund 20 Teams weniger als vor einem Jahr, bedingt zum Beispiel durch Erkältungs- und Grippeausfälle. Aber wie Sabine Hermann, Referentin für Schulschach im Landesverband, und Turnierleiter/Hauptschiedsrichter Martin Sebastian von der gastgebenden Schachabteilung der TSG Fredersdorf-Vogelsdorf, betonten, gab es auch Neuzugänge. Die Goethe-Schule Kremmen, das Oberstufenzentrum in Oranienburg, das Ernst-Haeckel-Gymnasium Werder und nicht zuletzt aus dem Nachbarort das Einstein-Gymnasium Neuenhagen waren neu oder seit vielen Jahren Pause wieder mit dabei. Zudem stieg die Zahl der Mannschaften in der Wettkampfklasse M (reine Mädchenteams) von drei auf sieben.

Es sind viele, die an den einzelnen Schulen die Fahne des Schachs hochhalten. So am Heinitz-Gymnasium Rüdersdorf der Neuntklässler Ian Buller, der jetzt eine Arbeitsgemeinschaft mit Fünftklässlern anleitet. "Er hat schon als kleiner Steppke mitgespielt", erinnerte sich Martin Sebastian. "Heute ist Ian einer der besten Spieler der U16 brandenburgweit", ergänzte Landesjugendwart Martina Sauer.

Seit 2009, mit nur einer Unterbrechung, richten Sebastian und sein Team die Landesturniere in Fredersdorf aus. Da freute es ihn, dass seit vielen Jahren nun auch die Vier-Jahreszeiten-Grundschule, die zweite Grundschule im Ort, wieder dabei war. Er habe zu Hause immer mit seinem Vater Schach gespielt, erzählte Louis Grambeck. "Dann habe ich mitbekommen, dass es auch an der Schule eine Schach-AG gibt."

In den einzelnen Räumen rauchen die Köpfe. Da wird über den nächsten Zug gegrübelt, schnell noch eine beinahe ausweglos scheinende Lage wieder eher ins Gleichgewicht gedreht. Eine Begegnung gewonnen, eine verloren, eine Unentschieden, so lautete nach der dritten Runde die Zwischenbilanz der vier Siebtklässler vom Einstein-Gymnasium. Felix Franke, Ron Thielecke, Stefan Müller und Melvin Mühlbach spielen in der Regel seit vier, fünf Jahren Schach. Nicht nur ein schönes Hobby. "Ich bin dadurch auch in Mathe besser geworden", verriet Felix.

An die Tabellenspitze in der Wettkampfklasse M schaffte es das Mädchenteam der gastgebenden Fred-Vogel-Grundschule, das alle sechs Runden gewann. Einen weiteren Landesmeister aus Märkisch-Oderland, der sich damit für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert hat, gab es mit der wieder überaus spielstarken Grundschule Rehfelde in der Wettkampfklasse G (Dritt- und Viertklässler). Die Neuenhagener Grundschule am Schwanenteich wurde unter 28 Teams Dritter, die Goethe-Schule Neuenhagen Zehnter. Weiter hinten rangieren noch Fred-Vogel-GS und Grundschule Eggersdorf (25 und 28).

In der Wettkampfklasse IV (Jahrgang 2005 und jünger) kamen die regionalen Starter unter 24 Mannschaften nicht über das Mittelfeld hinaus. Eggersdorf holte sich Platz 17, Heinitz-Gymnasium Rüdersdorf, katholische Grundschule Petershagen und Fred-Vogel-Grundschule rangierten direkt hintereinander auf den Rängen 20 bis 22. Bei den älteren Teilnehmern waren aus der Region nur die Einstein-Gymnasiasten dabei. Sie kamen von sechs Teams der WK III auf Platz vier, waren nur in den Einzelergebnissen von jeweils einer gewonnen, einer verloren Partie und drei Remis minimal schlechter als die drittplatzierten Potsdamer.

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