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Straßenbahn-Geschäftsführer Andreas Gagel sieht keine durchgreifende Lösung / Fahrer sollen Heraneilende noch mitnehmen

Schranken-Problem
Frust für Regionalbahn-Pendler

Stark frequentiert: Fahrgäste der Regionalbahn auf dem Bahnsteig. Wenn erst die S-Bahn aus Nord durchfahren muss, ist die Schranke unten, verpassen die RB-26 Fahrgäste die Tram.
Stark frequentiert: Fahrgäste der Regionalbahn auf dem Bahnsteig. Wenn erst die S-Bahn aus Nord durchfahren muss, ist die Schranke unten, verpassen die RB-26 Fahrgäste die Tram. © Foto: Gerd Markert
Jens Sell / 13.04.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 15.04.2018, 18:17
Strausberg (MOZ) Regelmäßigen Frust schieben die Fahrgäste der Regionalbahn 26, wenn sie nach ihrer Ankunft immer zwei Minuten vor der vollen Stunde an der kleinen Schranke auf dem Bahnsteig warten müssen, weil die S-Bahn aus Strausberg-Nord Richtung Berlin durchfährt. MOZ-Leser und Pendler Thomas Schulz aus Strausberg: „Man steht an der Schranke, die grundsätzlich zwei Minuten früher runtergeht, ehe die Bahn kommt, und will zur Straßenbahn, die eine Minute nach der vollen Stunde fährt. Die schafft man aber meist nicht.“ Denn auf halbem Wege zum Kleinbahnhof klingelt der Tram-Fahrer ab und startet.

„Ja, er hat ja auch einen Fahrplan, den er einhalten muss, und am Lustgarten wollen die Leute ihre Anschlüsse mit dem Stadtbus schaffen“, sagt der Geschäftsführer der Strausberger Eisenbahn GmbH, Andreas Gagel. „Die Umsteigebeziehung zwischen RB 26 und Tram 89 ist unter normalen Bedingungen und in der tagesübergreifenden Betrachtung kurz und daher optimal eingerichtet. Leider haben wir als Strausberger Eisenbahn keinen Einfluss auf die Fußgängerschranke und auch keinen auf Verspätungen bei der S-Bahn-Linie 5 oder bei der Linie 26 der Regionalbahn. In der Praxis können leider nicht alle Anschlüsse mit großzügigen Umstiegszeiten geplant werden“, teilte der Geschäftsführer auf Nachfrage mit. Dennoch habe die Geschäftsführung das Fahrpersonal angewiesen, auf derartige Verzögerungen zu reagieren und, wenn möglich und durch die Fahrer erkennbar, auf die sich annähernden Fahrgäste zu warten. Leider sei das nicht immer durch unser Fahrpersonal umsetzbar.

Im Dezember 2017 fand der alljährliche Fahrplanwechsel innerhalb des VBB-Tarifverbundes statt, informiert Gagel: „In der Regel werden hierbei kleinere Änderungen und Optimierungen von Abfahrtzeiten und Anschlüssen durchgeführt. In diesem Jahr brachte der Wechsel für unsere Region jedoch erhebliche Änderungen für alle betroffenen Verkehrsunternehmen mit sich. Grund hierfür waren in erster Linie die Änderungen auf der S-Bahnlinie 5, welche nun jeweils ca. 5 Minuten früher verkehrt. Damit soll laut der Berliner S-Bahn GmbH vor allem die ,Störanfälligkeit’ (Verspätungen) auf dieser Linie reduziert werden. Die Strausberger Eisenbahn GmbH und die Busgesellschaften haben ihre Fahrpläne an die neuen Abfahrt- und Ankunftszeiten der S-Bahn angepasst, da die Fahrgastströme hier am höchsten sind.“ Dass das Umsteigen durch die Schranke behindert wird, bedauere er sehr.

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