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Senioren
Sportgeneration 65plus

Die Orthopädie-Gruppe in Aktion: Übungsleiter Maik Lieske (r.) leitet nach einem Aufwärmen an den Fahrrad-Ergometern die Gymnastik derer, deren Stützt- und Bewegungsapparat den Rehasport nötig hat. Es ist eine von 30 Rehasport-Gruppen jede Woche beim Bildungs- und Gesundheitssportverein.
Die Orthopädie-Gruppe in Aktion: Übungsleiter Maik Lieske (r.) leitet nach einem Aufwärmen an den Fahrrad-Ergometern die Gymnastik derer, deren Stützt- und Bewegungsapparat den Rehasport nötig hat. Es ist eine von 30 Rehasport-Gruppen jede Woche beim Bildungs- und Gesundheitssportverein. © Foto: Gerd Markert
Jens Sell / 03.05.2018, 20:22 Uhr
Strausberg (MOZ) Rehabilitations- und Seniorensport gewinnen in der Region an Bedeutung. Im Bildungs- und Gesundheitssportverein beim Kreissportbund werden derzeit 30 Reha-sportgruppen betreut. Daneben spielt die Aus- und Fortbildung eine zentrale Rolle.

Die in den letzten Jahrzehnten gestiegene durchschnittliche Lebenserwartung hat viel mit gesunkener Kindersterblichkeit und entwickelter Medizin und Gesundheitswesen zu tun, aber auch mit dem enorm gewachsenen Gesundheitsbewusstsein der Senioren. Allein 60 Seniorensportgruppen im Landkreis werden durch Übungsleiter im Breitensport des Kreissportbundes betreut. Im Bildungs- und Gesundheitssportverein beim Kreissportbund in der Strausberger Klosterstraße 1 hingegen kommen pro Woche 30 Reha-sportgruppen zusammen – Herzsport, Lungensport und Orthopädie hauptsächlich, eine Spezielle auch für Bandscheibenpatienten.

Zum Rehasport kommen die Teilnehmer auf Empfehlung und Kosten der Krankenkasse, um nach einer Therapie ihre Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen. Um ihn in der Qualität wie heute zu gewährleisten, reicht die Kostenerstattung der Kassen nicht aus. „Da ist viel ehrenamtliches Engagement vonnöten, oft muss der Verein auch finanziell in Vorleistung gehen, weil die Erstattung erst nach Ende der Maßnahme, die sich fast über ein Jahr erstrecken kann, kommt“, sagt Vorsitzender Dieter Schäfer.

Als Übungsleiter sind Maik Lieske und Ronny Giese fest angestellt. Sie haben alle Qualifikationen und Lizenzen für Orthopädie und Inneres. Beim Herzsport muss zudem stets ein Facharzt anwesend sein. Da hat sich von der Gründung 2012 an Dr. Dietrich Prasse auch als Vorstandsmitglied engagiert. Christina Herrmann und Dr. Wolfgang Böhm kamen hinzu. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch der eine oder andere Mediziner eventuell als Springer für die Übungsstunde der Herzsportgruppe bei uns melden würde“, sagt die Geschäftsführerin des Vereins, Vivien Hintze.

Ein wichtiger Ehrenamtler im Bildungs- und Gesundheitssportverein beim KSB ist Ulrich Werner. Der Diplomsportlehrer ist viel extern unterwegs, vor allem als Referent in der Übungsleiterausbildung und zu Gesundheitsthemen. Diese Aus- und Fortbildung ist die zweite tragende Säule des aus dem Bildungswerk des Kreissportbundes hervorgegangenen eigenständigen Vereins. Da ist zunächst die interne Bildungarbeit, die jährlich etwa 150 Kurs-Stunden umfasst mit Teilnehmerzahlen zwischen sechs und 15. Grund- und Aufbaukurse für Übungsleiter, Lizenzkurse oder auch Auffrischungen bestehender Lizenzen stehen im Mittelpunkt. Externe Angebote richten sich nach dem Brandenburgischen Weiterbildungsgesetz und sind nicht auf sportliche Themen beschränkt. Da geht es um Steuern und Buchführung in gemeinnützigen Vereinen, gesunde Ernährung oder alternative Heilmethoden. „Wir sind da offen für Wünsche und besorgen uns die kompetenten Referenten“, sagt Schäfer. Und der Verein geht mit seinen Referenten auch in Betriebe und Institutionen wie Finanzamt, Kreisverwaltung oder Sparkasse. Extern werden im Jahr 350 bis 380 Stunden sichergestellt.

Zum Rehasport wie am Donnerstag kommen Senioren nicht nur auf Verordnung der Kasse. Manchen bringt auch die Ehefrau mit. Die werden einfach Vereinsmitglied und zahlen ihren Beitrag.

Aktuelle Kursangebote

Steuern und Buchführung im gemeinnützigen Verein

Referent: Dieter Schäfer

15. Mai, 18.15 Uhr

BuGSV, Klosterstraße 1

Gelenke und die Wirbelsäule – unsere Schwachstellen?

Referent: Ulrich Werner

29. Mai, 19 Uhr

BuGSV, Klosterstraße 1

100 Jahr alt – in Zukunft ein normales Alter?

Die Zahl der 100-Jährigen in Deutschland, Brandenburg und Märkisch-Oderland. Warum werden wir immer älter? Tipps für Ernährung und Bewegung; Sturzprävention im Alter

Referent: Dieter Schäfer

5. Juni, 18.15 Uhr

BuGSV, Klosterstraße 1

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