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Lehrerin
Stets ganz vorn mit dabei

Ausgezeichnet: Berufsschullehrerin Kerstin Patzer vom OSZ Märkisch-Oderland in Strausberg (Mitte) ist in der Staatskanzlei mit anderen Lehrkräften ausgezeichnet worden. Auf dem Foto sollen ihre Schüler musikalisch-kreative Prozesse erlernen. Konkret ging es um das Thema Wahrnehmungen an der Haut.
Ausgezeichnet: Berufsschullehrerin Kerstin Patzer vom OSZ Märkisch-Oderland in Strausberg (Mitte) ist in der Staatskanzlei mit anderen Lehrkräften ausgezeichnet worden. Auf dem Foto sollen ihre Schüler musikalisch-kreative Prozesse erlernen. Konkret ging es um das Thema Wahrnehmungen an der Haut. © Foto: Detlef Klementz
Detlef Klementz / 25.05.2018, 20:36 Uhr
Strausberg (MOZ) Von

Kerstin Patzer vom Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland ist am Donnerstag mit 17 weiteren Lehrkräften, darunter erstmals auch Arbeitsgruppen, mit dem Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrerpreis ausgezeichnet worden. OSZ-Leiterin Gudrun Thiessenhusen spricht von einer „Powerfrau“, die bei ihren Schülern sehr beliebt sei.

Wenn man mit Kerstin Patzer  redet, wird man schnell von ihrer guten Laune angesteckt. Dass der Mutter zweier erwachsener Kinder ihre Arbeit richtig Spaß macht, muss man nicht extra erfragen. Das spürt man bei jedem Satz der Berufsschullehrerin, die junge Menschen zu Sozialassistenten ausbildet.

Dabei wollte die frohlaunige Frau eigentlich „nie Lehrerin werden“, wie sie sagt. Sie hatte nach der Schule im Rüdersdorfer Zementwerk ihren Abschluss als Zementwerkerin mit Abitur gemacht. Dort war die Woltersdorferin später auch tätig, allerdings in der Berufsausbildung. Und da entdeckte sie auch ihre Freude an der Arbeit mit Menschen, ihnen das nötige Rüstzeug für ihre Zukunft zu vermitteln.

Als die Berufsausbildung nach der Wende geschlossen wurde, ging es für Kerstin Patzer (Jahrgang 1960)  an die damalige Polytechnische Oberschule Rüdersdorf. Seit 1993 ist sie am Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland tätig. Über die Stationen IB in Neuenhagen und Müncheberg kam Kerstin Patzer 2010 nach Strausberg.

Dort hat sie den Bildungsgang der Berufsfachschule Sozialwesen aufgebaut.  „Mit einzigartigem Engagement“, wie OSZ-Leiterin Gudrun Thiessenhusen lobt. Wie sehr sie sich den Anforderungen und Veränderungen in der Bildungslandschaft stellt, zeigt unter anderem, dass sie „nebenbei“ zwei berufsbegleitende Studiengänge erfolgreich abgeschlossen hat: Sonderpädagogik und Sozialpädagogik.

Was der Berufsschullehrerin besonders wichtig ist? „Teamarbeit“, sagt sie, ohne lange zu überlegen. „Ich bin sehr froh, dass ich ein gutes Team haben“, sagt sie auch. Transparenz bei der Bewertung nennt sie auch, ebenso wie soziale Kompetenz: „Die müssen wir immer vorleben“, setzt sie hinzu.

Gut an ihrer Arbeit findet sie beispielsweise, dass die breit gefächert und sehr praktisch angelegt sei. „Wir machen Beschäftigungs- und Betreuungsangebote für alle Altersgruppen“, sagt sie.

Das Interesse der  angehenden Sozialassistenten an der zweijährigen Ausbildung ist groß. „Wir haben etwa 100 Bewerbungen für die 58 Plätze pro Jahr“, sagt die Lehrerin. Die Altersgruppe reiche von 15 bis 45 Jahren. Manche hätten nichts gelernt, andere wollten neu durchstarten und wieder andere sich in dem Metier mal ausprobieren. Erstmals sei auch ein Flüchtling dabei, aus Guinea. Nach fast einem Jahr seien die beiderseitigen Erfahrungen gut, was Mut mache.

Gudrun Thiessenhusen ist des Lobes voll, wenn sie zu Kerstin Patzer gefragt wird. Als Fachkonferenzleiterin in diesem Bereich kümmere sie sich ständig um Qualitätssicherung und -steigerung. „Sie fackelt nicht lange, sie macht einfach“, sagt die Schulleiterin: „Wenn wir in der Schule etwas weiterentwickeln wollen, dann ist sie unsere Frontfrau.“ Auch  im außerschulischen Bereich sei Kerstin Patzer stets mit ganz vorn dabei.

Und wenn bei der agilen Lehrerin mal Freizeit angesagt ist? Dann ist die Woltersdorferin gern auf Radwanderschaft, besucht Kulturveranstaltungen oder erholt sich im eigenen Garten.

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