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Festveranstaltungen in Seelow, Lebus, Seelow-Land und Letschin

Feiern
Lobeshymnen auf aktive Senioren gesungen

Ines Weber-Rath, Doris Steinkraus und Josefine Jahn / 14.06.2018, 06:30 Uhr
Lebus/Seelow/Sachsendorf/Letschin (MOZ) Viele Gemeinden aus der Seelower Region haben ihre älteren Bürger zu Festen im Rahmen der 25. Brandenburgischen Seniorenwoche eingeladen. Die Woche steht unter dem Motto „Ein Vierteljahrhundert aktiv und mitbestimmend.“

Den Auftakt gaben am Dienstagnachmittag die Senioren aus dem Amt Lebus im Lebuser Kulturhaus. Dort wurden sie von der Vorsitzenden des Amtsseniorenbeirats, Ingrid Blankenfeld und Vize-Amtsdirektorin Iris Frackowiak begrüßt. Ein herzliches Willkommen – zum Teil sogar auf Polnisch – galt auch den polnischen Freunden aus Kostrzyn.  Statt langer Reden gab es viel Musik und Gesang, den die Senioren aus dem Amt selbst beisteuerten.

So begeisterte zunächst die Singegruppe aus Alt Zeschdorf mit ihrem von Chorleiterin Brigitte Bethke schwungvoll moderierten Programm. Der ganze Saal schunkelte mit. Bevor der Chor der Lebuser Ortsgruppe der Volkssolidarität unter Leitung von Elke Pfeiffer seinen Teil zum fröhlichen Nachmittag beisteuerte, richteten zwei Gäste des Nachmittags das Wort an die Senioren: Landtagsabgeordnete Simona Koß (SPD) und die Lebuser Pfarrerin Katharina Falkenhagen. Letztere betonte, dass ohne die engagierte ehrenamtliche Arbeit vieler Senioren den Menschen in der Region „viel fehlen“ würde. Aus der Erfahrung ihres Missionsdienstes in Afrika bat Katharina Falkenhagen darum, die vergleichsweise guten Bedingungen, in denen die Deutschen leben, wertzuschätzen.

Iris Frackowiak und die Bürgermeister der Amtsgemeinden, darunter erstmals der neue Lebuser Bürgermeister Peter Heinl, zeichneten elf besonders engagierte Senioren aus allen Ortsteilen aus (siehe nebenstehend).

In Seelow wurde einmal auf dem Gelände des Awo-Seniorenzentrums „Anne Frank“ gefeiert. Eigentlich wollte man in die Cafeteria des benachbarten Oberstufenzentrums umziehen. Das erwies sich jedoch für die Versorgung und der zu langen Wege für die Heimbewohner als nicht praktikabel, hier es. Bürgermeister Jörg Schröder dankte den Senioren für ihr Mitwirken in der Stadt. Sie würden sich in vielen Vereinen einbringen. Er warb dafür, dies stärker auch in den Gremien zu tun. Am lud ein, in der Stadtverordnetenversammlung am 19. Juni Meinungen zur geplanten neuen Friedhofssatzung und zum Kulturhaus einzubringen. Die Stadt stehe vor der Entscheidung, das Kulturhaus vom Kreis zu kaufen, sagte er. Das soll am kommenden Dienstag beraten werden. Dank gab es für die Vorbereiter des Nachmittags – Gisela Reich, Roswitha Mischke, Angelika Schulz, Erika Hemmer und Inge Lauersdorf sowie die Pflegedienstleiterin des Awo-Heimes Andrea Ott. Für Unterhaltung sorgten die Kinder der Kita „Arche Noah“, die mit Adda Schulz und Elke Kaeding die Vogelhochzeit einstudiert hatten. Auch die Show- und Volkstanzgruppe trat auf.

Im Kulturhaus Sachsendorf beantwortete Landrat Gernot Schmidt auf Bitte von Amtsdirektorin Roswitha Thiede Fragen der Senioren des Amtes Seelow-Land. Bezüglich der gewünschten Wiedereinführung des Rufbusses musste Schmidt jedoch eine Absage erteilen. Das Gesetz gebe solch ein Beförderungssystem leider nicht mehr her. Im neuen Nahverkehrsplan des Kreises wolle man bezüglich von Linien aber nacharbeiten, versprach er. Eine dauerhafte Linie über die Dörfer am Wochenende, um an Veranstaltungen außerhalb teilnehmen zu können, sei allerdings nicht realisierbar.

Den Wunsch nach einer Wiederbelebung des Rufbusses sprach auch Evelyn Miethke vom Seniorenbeirat Letschin auf der Feier in Ortwig aus. Die Thematik, auch in Version von Patientenbussen, habe Ministerpräsident Dietmar Woitke bei seiner Eröffnungsrede zu den Feierlichkeiten in Guben erwähnt. Evelyn Miethke bedankte sich in der Gaststätte Richter bei den ehrenamtlich Engagierten, die Sportgruppen für Senioren ermöglichen und auch anderweitig unterstützen. Gäste aus den polnischen Partnergemeinden Pszczew und Boleszkowicze wurden mit Rosen als Zeichen der Freundschaft sowie mit Wolle von Oderbrücher Schafen beschenkt. „Bei unserem nächsten Besuch brauchen wir ein paar Strümpfe“, sagt Evelyn Miethke beim Überreichen scherzhaft.

Ausgezeichnet

Im Rahmen der Lebuser Festveranstaltung wurden für ihr besonderes Engagement in der Seniorenarbeit geehrt:

Elke Pfeiffer und Waltraud Dölves (Stadt Lebus)

Dorit Götz (Mallnow)

Ursula Mann (Schönfließ)

Erika Moritz (Wulkow)

Hermann Kaiser (Podelzig)

Ursula Pinz (Reitwein)

Sieglinde und Norbert Kühn (Treplin)

Dagmar Schulze (Alt Zeschdorf)

Manuela Hensel (Döbberin)

Ruth Gerberich (Petershagen)

Die Festveranstaltung in Ortwig nutzte der Gemeindeseniorenbeirat Letschin zur Ehrung in der Seniorenarbeit ehrenamtlich Engagierter:

Luise Gebauer (Kreissprtbund MOL)

Cindy Meichsner (Arbeitsinitiative Letschin)

Annemarie Worpus (Gemeindehof)

Eva Henning (Sportgruppe Kienitz)

Erika Demos-Trost (Sportgruppe Letschin)

Ingrid Minnich (Sportgruppe Steintoch)

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