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Trotz entspannterer finanzieller Situation: Reparaturen im Amt Barnim-Oderbruch kleinteilig

Missstände
Straßen noch nicht zeitgemäß

Vor-Ort-Termin in Neuküstrinchen: Die Gemeindevertreter von Oderaue inspizieren die Straßen-Baustelle.
Vor-Ort-Termin in Neuküstrinchen: Die Gemeindevertreter von Oderaue inspizieren die Straßen-Baustelle. © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 14.06.2018, 07:00 Uhr
Wriezen (MOZ) Im Amt Barnim-Oderbruch wird derzeit so viel gebaggert und gebuddelt wie schon lange nicht mehr. In allen Gemeinden werden die sogenannten Prioritätenlisten sukzessive abgearbeitet.

Die größte und derzeit mit über eine Millionen Euro teuerste Baustelle ist die frühere Landesstraße 281. „Die Regenentwässerung in den Kreuzungsbereichen wurde dort jetzt neu gemacht. Derzeit werden die Borde gestellt. Erst in Neuküstrinchen und dann in Neurüdnitz“, sagt Elke Bundrock vom Bauamt des Amtes Barnim-Oderbruch auf MOZ-Nachfrage. Zuvor werden auch dort die Regeeinläufe, Schächte und Borde gemacht. „Dann erst erfolgt die Schwarzdecke vom Kreuzungsbereich Neurüdnitz bis Neuküstrinchen.“ Der zweite Bauabschnitt also.  Der dritte und letzte, der bis Ende August fertiggestellt werden soll, erfolgt dann von Neuküstrinchen bis zur Kreuzung nach Neuranft. Insgesamt werden auf der früheren Landesstraße über zwei Kilometer Straße ausgebaut. Die Finanzierung liegt dabei bei Land und Bund mit 90 Prozent der Baukosten, den Eigenanteil muss die Gemeinde selbst stemmen.

In der Gemeine Oderaue gibt es weitere drängende straßenbauliche Probleme, die nun angegangen wurden und werden. So zum Beispiel die Ringstraße in Zäckericker Loose, zählt Bau- und Ordnungsamtsleiter Helge Suhr auf. „Dabei wurden auf 200 Metern Länge Hohlstellen verfüllt und verdichtet und nach Richtlinie wieder aufgebaut“, so Suhr. Zum Einsatz kamen dort Fördermittel aus dem LEADER-Programm. Noch vor der Heumahd sollten auch die Schutzgitter auf der Böschung aufgebracht werden. In Neuküstrinchen wird auf einer Länge von 13 Metern die Betonfahrbahn vor dem Einfamilienhaus instand gesetzt. „Und wenn das Geld reicht, auch der Bürgersteig“, stellt Helge Suhr in Aussicht.

Ein weiteres Bündel an Maßnahmen ist die Asphaltierung der Straße zwischen Sophienhof und Herrnhof in der Gemeinde Bliesdorf. Drei kleinere Stücke müssen dort auf vier Metern Breite gemacht werden, da dort Wurzeln von inzwischen gefällten Pappeln in die Straße eingewachsen waren. In Prädikow in der Gemeinde Prötzel wird im Herzhorner Weg auf einer Länge von 50 Metern das Natursteinpflaster instand gesetzt und auf 200 Metern Asphalt eingebaut, am Weg nach Biesow erfolgen ab der Bundesstraße bis zur Siedlung Arbeiten zur Asphalt- und Schotterinstandsetzung. „Der Weg ist sehr abgenutzt“, sagt der Amtsleiter aus Wriezen.

Auch in den Gemeinden Reichenow-Möglin und Neulewin stehen in diesem Jahr noch Arbeiten an: So soll die Neue Dorfstraße in Reichenow neu profiliert werden und die T-Straße in Güstebieser Loose saniert werden. Zwischen Karlshof und Kerstenbruch steht ab der Brücke bis in den Ort hinein auf 330 Metern die Erneuerung der Asphaltdecke an. Und in Zäckericker Loose die Pflasterregulierung an insgesamt 70 Einzelstellen, an denen die Steine abgesackt sind. Am Bahnhof in Neurüdnitz soll der dicke Riss geschlossen werden und in Altreetz die Risse im Asphalt der Schulgartenstraße geschnitten und verfüllt werden. Gleiches gilt für den Weg von Neuküstrinchen in Richtung Paulshof.

„Die finanzielle Lage der Kommunen hat sich deutlich entspannt“, bestätigt Helge Suhr den Eindruck gegenüber der Lage vor wenigen Jahren. „Lagen die Einzelmaßnahmen früher zwischen fünf und 15 000 Euro, liegen sie heute schon mal bei 20 oder 25 000 Euro.“ Auch sei außer Prötzel niemand mehr im Haushaltssicherungskonzept.

Allerdings, gibt der Bau- und Ordnungsamtsleiter zu bedenken, seien die Maßnahmen noch immer kleinteilig und ein zeitgemäßer Stand des Straßenverkehrsnetzes noch in weiter Ferne. Bis vor kurzem hatten die Gemeinden alle ihre Prioritätenlisten in den Sitzungen auf der Agenda und konnten ihre wichtigsten anstehenden Projekte abstimmen. Diese werden nun sukzessive abgearbeitet. So bekommt auch die Asphaltdecke in der Dorfstraße in Wuschewier in der Gemeinde Neutrebbin eine Oberflächenbehandlung.

Und auch am Amtsgebäude in der Freienwalder Straße in Wriezen wird gearbeitet, wie Helge Suhr am Dienstagabend bekannt gab: Sehr zum Bedauern aller in der Veraltung müsse die Kastanie auf dem Hof wegen Weißfäule weichen. „Wir werden aber einen neuen Baum setzen“, verspracht Helge Suhr. Zudem wird noch in diesem Jahr damit begonnen, die Straße am Amtssitz auszubessern. Beseitigt werden sollen dabei auch die verkehrsgefährdenden Löcher, wie Helge Suhr sie nennt. Und die Parkplätze würden ausgebessert.

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