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Podelzigerin Ulrike Gäbel und ihre Band „No Cookie for Carli“ begeistern beim Konzert des Klangzimmer Rathstock im Herrenhaus

Meistermusik
Blechbläser überraschen auch als begnadete Sänger

„No Cookie for Carli“:  Die Band um die Podelzigerin Ulrike Gäbel (l.) begeisterte beim „Klangzimmer“-Konzert im Saal des Rathstocker Herrenhauses.
„No Cookie for Carli“:  Die Band um die Podelzigerin Ulrike Gäbel (l.) begeisterte beim „Klangzimmer“-Konzert im Saal des Rathstocker Herrenhauses. © Foto: Arnold Ille
Ines Weber-Rath / 12.07.2018, 06:30 Uhr
Rathstock (MOZ) Die Ouvertüre sagte es musikalisch: „There’s a meeting here tonight“ (heute Abend gibts hier ein Treffen), spielten die vier Bläser auf der Bühne im großen Saal des Rathstocker Herrenhauses. Dorthin waren die Akteure des vom „Klangzimmer“ organisierten Posaunenkonzertes am Dienstagabend kurzerhand umgezogen. Das Klangzimmer im Flachbau nebenan habe sich als zu klein für die kräftigen instrumentalen Klänge erwiesen, erklärte Klangzimmer-Stamm-Musikus Hans Andreas den Konzertgästen.

Fast 50 Musikfreunde aus der Region waren der Einladung der Arbeitsinitiative Letschin als Träger des Klangzimmers gefolgt. Sie erlebten ein abwechslungsreiches, frisches Programm, dargeboten von jungen Musikern um Ulrike Gäbel. Die aus Podelzig stammende Posaunistin hatte mit ihrer Bassposaune in Rathstock quasi ein Heimspiel.

Mit der Einladung zur öffentlichen Probe ihrer Band „No Cookie for Carli“ knüpfte Ulrike Gäbel an eine Tradition an: Seit einigen Jahren schon tritt sie mit Freunden aus ihren einstigen Meisterschülerklassen in Basel und Leipzig im Oderland auf. Im vorigen Jahr fand das Konzert in der Friedersdorfer Barockkirche statt. Im Vorfeld des Konzertes sei damals der Bandname kreiert worden, erinnerte Sören Fries in Rathstock: Weil Musiker Carl nicht zum Konzert kommen konnte, kriegte er nichts vom selbst gebackenen Kuchen, dafür die Band den Namen „No Cookie for Carli“ (kein Keks für Carli).

Kuchen gab es auch diesmal für die Zuhörer. Und zudem eine handfeste Überraschung. Denn Ulrike Gäbel und ihre Freunde – Trompeterin Saskia Riedel aus Leipzig, Tenorposaunist Sören Fries, der mit den Brandenburger Symphonikern spielt, sowie Trompeter Simon Schunn  aus dem Staatstheater Cottbus – spielten nicht nur allerlei Schönes. Vom Biene Maja-Kinderlied über Spirituals und Gospels wie „Oh happy day“ bis zum Jazz-Stück „Changing Times“. Sie sangen auch. Und zwar unerwartet großartig.

Für seinen Vortrag von „Am Brunnen vor dem Tore“ und „Schöne Nacht“ bekam das Quartett ebenso donnernden Applaus wie für sein Bläser-Spiel. Den Dank für das Konzert verband Hans Andreas mit der Einladung fürs nächste Jahr.

Ulrike Gäbel (26) indes wird jetzt öfter in der Region zu erleben sein. Sie ist seit Oktober 2017 die Bläserbeauftragte des Kirchenkreises.(ir)

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