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Planungsleistungen für den Umbau vergeben

Planungsauftrag
Neue Debatte über Lenné-Schule

Uwe Spranger / 17.07.2018, 08:00 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Die Gemeindevertretung hat bei ihrer jüngsten Sitzung Planungsleistungen für den Umbau der Lenné-Oberschule vergeben. Schul- und Hortleitung scheinen allerdings mit der Variante nicht glücklich.

Eigentlich hatte man erwartet, dass die Verwaltungsvorlage ruck, zuck eine Mehrheit bekommt. Schließlich ist in der Gemeinde seit Langem bekannt, dass die Schule dringend neue Räumlichkeiten benötigt. Es gab auch schon fertige Planungen. Die wurden allerdings als zu teuer zu den Akten gelegt, nachdem man sich für den Neubau der Grimm-Schule in Hönow an der Brandenburgischen Straße entschieden hatte.

Nun wird für die Lenné-Schule eine andere Variante verfolgt – mit einer Erweiterung in Modulbauweise sowie Umbauten in mehreren Bestandsgebäuden für Schule bzw. Hort. In der Beschlussvorlage zu den Planungsleistungen war allerdings nur von den Umbauten in Haus 1, 2 und 4 die Rede, merkte Schulleiterin Dagmar Schmidt verwundert an. Schließlich seien die Erweiterung und der Umzug in die neuen Räume Voraussetzung für sämtliche Umbaupläne.

Wie Baufachbereichsleiterin Angela Schnabel erläuterte, ist die Anschaffung der Module per Mietkauf beschlossen, liefen die Vorbereitungen dafür parallel. In den nächsten Tagen würden Gespräche mit einem Planungsbüro geführt, dem Gleichen, das sich um die Planungsleistungen für den Umbau beworben hatte.

Dagmar Schmidt meldete allerdings auch für diese Pläne Zweifel an. Aus ihrer Sicht sollte nicht das weiter entfernte Haus 1 an den Hort abgegeben werden, sondern Haus 4, weil sich dann ein „Ensemble“ für die Einrichtung ergebe, sagte sie. Das hatte sie nach eigenem Bekunden auch mit dem Bürgermeister besprochen, der allerdings urlaubsbedingt zur Sitzung nicht anwesend war. Angela Schnabel war über derlei Diskussionen nicht informiert. Sie erinnerte daran, dass lange über Varianten diskutiert und letztlich die Entscheidung für die jetzt vorliegende getroffen worden sei.  Auf deren Basis sei ausgeschrieben worden. Weiche man davon ab, müsste die Ausschreibung wiederholt werden, erklärte sie auf Nachfrage von Volkmar Seidel (SPD-Fraktion), ob die Vorlage vielleicht nicht den letzten Stand widerspiegele und gegebenenfalls noch im Sinne der Gedanken der Schulleitung verändert oder zurückgestellt werden könnte.

Kay Juschka (CDU) argumentierte, man gehe mit der Debatte außerhalb der Tagesordnung. Zu entscheiden sei, ob zur Auftragsvergabe Ja oder Nein gesagt werde. Der Vorsitzende Christian Arndt (FDP/FW/B90/Güne) ließ die Diskussion dennoch zu, um zu ergründen, ob die Vorlage den letzten Stand widerspiegele. Norbert Norden (Freie Fraktion) bemängelte deshalb die Vorbereitung in den Gremien, während Frank Galeski (Linke) entgegenhielt, in Bau- und Sonderausschuss Schule sei die Thematik ausführlich besprochen worden. Letztlich stimmten 18 Gemeindevertreter der Vergabe der Planungsleistungen an das Neuenhagener Büro Seidel zu.

Vorgesehen sind kleinere Umbauten in Haus 2 und 1, das zum Hortgebäude umgenutzt werden soll. In Haus 4 (Altbau) und 5 sind die Umbauten umfangreicher. Im Erdgeschoss von Haus 4 soll der neue Verwaltungsbereich mit Lehrerzimmer, Besprechungsraum, Trainingsraum sowie Zimmer für die Schulleitung und das Sekretariat entstehen. Oben werden ein Klassen- und der Vorbereitungsraum zusammengelegt. Das Gebäude soll  zudem Wärmedämmung und neue Dachrinnen erhalten. Im Haus 5 wird der Speisesaal  um die Lehrküche erweitert. Die zieht in das jetzige Lehrerzimmer im Obergeschoss. Und aus den Räumen der Schulleitung entstehen ein neuer Vorbereitungsraum sowie ein Musik-/WAT-Raum.

Dennoch war Frauen aus Schule und Hort nach der Entscheidung Frust anzumerken. Insbesondere dauert ihnen alles zu lange. Wie es hieß, stünden zusätzliche Räume frühestens zum Schuljahr 2019/20 zur Verfügung, womöglich erst zum Jahresende 2019. Gehofft hatten sie auf Entspannung bereits zum Herbst 2018.

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