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Schüler aus Wriezen und Polen präsentierten Mini-Musical „Europa Kinderland“ in Müncheberg

Musical
Zweisprachige musikalische Ballonfahrt

Auf zur musikalischen Reise: Schülerinnen und Schüler aus Wriezen und Drezdenko in Polen präsentierten in der Stadtpfarrkirche Müncheberg das Mini-Musical „Europa Kinderland“.
Auf zur musikalischen Reise: Schülerinnen und Schüler aus Wriezen und Drezdenko in Polen präsentierten in der Stadtpfarrkirche Müncheberg das Mini-Musical „Europa Kinderland“. © Foto: Reinhard Pfeiffer
Reinhard Pfeiffer / 15.10.2018, 06:00 Uhr
Müncheberg In Zeiten von Europaverdrossenheit war diese Aufführung in der Stadtpfarrkirche Müncheberg ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft. Zwei Grundschulklassen hatten in Schloss Trebnitz eine Woche gemeinsam musiziert und eine musikalische Reise durch Europa unternommen. Kinder, die noch unberührt von nationalistischen Gedanken unbefangen miteinander umgehen, obwohl sie nicht die Sprache des Anderen verstehen. Aber es gibt eine Universalsprache, die Musik. Die Stiftung des bekannten Kinderliedkomponisten und Interpreten Rolf Zuckowski machte es möglich.

In nunmehr siebter Folge hat das Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz den europäischen Gedanken umgesetzt. Mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 4a der Salvador-Allende-Schule Wriezen sowie der 5c der Grundschule aus Drezdenko (Polen) wurde eine musikalische Reise unternommen, quer durch Europa.

Reiseleiter Thomas Majka und sein kleiner Assistent Natan Dychowski (11) steigen mit ihrem Ballon auf, um die Welt zu erkunden. Polen, Deutschland, Irland, Schweden und Frankreich sind Stationen. Immer wenn sie landen, treffen sie Kinder, die ihnen eine Geschichte erzählen. Mal geht es um Mobbing, mal um Ärger in der Schule oder Mädchen, die stark sein wollen. Bei jeder Landung gibt es einen passenden musikalischen Gruß, in Irland wird sogar ein Tänzchen aufgeführt. Die Kinder sind voll bei der Sache, die Stimmen hell und klar.

Es kamen durchweg Kompositionen von Rolf Zuckowski zu Gehör. Immer zweisprachig. Polnisch und deutsch, aber keine Übersetzung, die die Sache langweilig gemacht hätte. Durch die Musik war alles verständlich. Der Reiseleiter sprach deutsch, sein junger Assistent polnisch und es war wunderbar verständlich. Das war auch dem Talent des jungen Natan zu danken, der eine komische Ader hat.

Besonders anrührend war, als am Abend der langen Reise die Kinder schlafen gehen. Besser hätte man den Gedanken Europa, der Frieden bedeutet, nicht ausdrücken können. Am Ende dann eine Art Europahymne, bei der die Kinder auf das Publikum zugehen und mit den Fingern auf jeden zeigen mit den Worten: „Europa, das bist Du.“

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