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Kommunales
Großinvestition liegt im Zeitplan

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Symbolfoto © Foto: pixabay
Thomas Berger / 17.11.2018, 08:00 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Am 8. Dezember soll für den Neubau der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Hönow bereits Richtfest gefeiert werden. Der Zeitweilige Ausschuss, der für das größte Investitionsvorhaben gegründet wurde, beschäftigt sich derweil mit Zusatzmaßnahmen und damit Kostensteigerungen.

Bewusst habe man den Termin auf einen Sonnabend, beginnend um 10 Uhr, gelegt, betonte Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke) vor dem Ausschuss. Damit solle gesichert werden, dass daran nicht nur Vertreter aus Kommunalpolitik und Verwaltung teilnehmen, sondern auch möglichst viele interessierte Kinder, Eltern und Anwohner dabei sein können. Im Rahmen der etwa zwei Stunden Richtfest soll, bei Beachtung aller notwendigen Sicherheitsaspekte einer Baustelle, auch schon mal der Zugang zu einem Flügel des Rohbaus für Einblicke organisiert werden.

Nach der Grundsteinlegung, die in der zweiten Maihälfte gefeiert werden konnte, befindet sich der Fortgang der Arbeiten weiterhin im Zeitplan, berichtete Bau-Fachbereichsleiterin Angela Schnabel. Regulär alle 14 Tage gebe es die Projektbesprechungen aller Verantwortlichen vor Ort im Baucontainer, um alle auftretenden Fragen zügig zu klären. Auch die Ausführungspläne zu einzelnen Maßnahmen seien inzwischen soweit geprüft worden. Aktuell würden parallel auch schon Abstimmungen zur Ausstattung laufen. Dafür sowie für bestimmte Ausführungsdetails seien auch die künftigen Nutzer und die Vertreter vom kommunalen Gebäudemanagement einbezogen. Zu Freianlagen und Sportplatzbereich werden einige Aspekte gerade noch abschließend geklärt, nannte sie als Beispiel die dortigen Wallanlagen als Schallschutz für die Anwohner.

Auch Ausschussvorsitzender Volkmar Seidel (SPD) sieht das 23-Millionen-Euro-Vorhaben insgesamt auf gutem Weg. Mit den Tagesordnungspunkten der aktuellen Sitzung sollte gerade auch die anstehende Liste der Nachtragsmaßnahmen abgearbeitet werden, die sich letztlich auch in der Haushaltserstellung für das Jahr 2019 niederschlagen wird.

Da auf eine Schallschutzwand auf dem Wall am Sportplatz nun aufgrund der konkreten Ermittlungen zur Schallausbreitung verzichtet werden kann und damit 107 000 Euro eingespart werden, ist in der Gesamtübersicht mit zusätzlichen Maßnahmen auf der Gegenseite die Kostensteigerung überschaubar. Die meisten Punkte sind mit der Baufirma Implenia schon verhandelt. Auf Basis dessen sollen elektronisch hochfahrende Ballfangnetze (12 000 Euro), eine Gerüstbrücke zur Überquerung der Brandenburgischen Straße (7500) und Anpassungen bei den Freianlagen (10 000) voll mit aufgenommen werden. Ein positives Votum aus dem Ausschuss gab es noch für die Erhöhung der Prallwand in der Sporthalle von zweieinhalb auf drei Meter (7400 Euro). Den Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage für 575 000 Euro mehr hatte im September schon die Gemeindevertretung abgelehnt.

Einziger derzeit noch etwas strittiger Aspekt sind die Folgen, die sich aus der Einstufung von Sporthalle und Mensa/Foyer als „Veranstaltungsstätte“ ergeben. Der Brandschutzbeauftragte des Landkreises hatte die bisherigen Planungen, die von der Obergrenze von maximal 199 Personen ausgingen, in Zweifel gezogen. Die nun über die Baugenehmigung notwendigen Mehrausgaben belaufen sich auf 213 000 Euro, von denen die Gemeinde ein Viertel übernehmen würde. „Es ist ja ein Mehrwert, den wir dafür bekommen“, argumentierten Seidel und Knobbe mit Verweis, sei es für Kultur oder Schulabschlussfeiern.

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