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Fußball
Istvanic sorgt für spätes Glück

Hürde erfolgreich übersprungen: Strausbergs Offensivverteidiger Niclas Wittur (rechts) lässt Wismars Abwehrchef und Kapitän Philipp  Unversucht elegant ins Leere Grätschen.
Hürde erfolgreich übersprungen: Strausbergs Offensivverteidiger Niclas Wittur (rechts) lässt Wismars Abwehrchef und Kapitän Philipp Unversucht elegant ins Leere Grätschen. © Foto: Udo Plate
Udo Plate / 04.12.2018, 06:00 Uhr
Strausberg (MOZ) Strausberg. Tino Istvanic erlöste mit zwei späten Toren die Oberliga-Fußballer des FC Strausberg im sonntäglichen Heimspiel gegen Anker Wismar. Die Gäste führten bis in die Schlussphase, ehe der FC-Torjäger per Doppelpack für späten Jubel und glückliche Mienen bei den FC-Akteuren in der Energie-Arena sorgte.

Wenn demnächst tatsächlich die viel besungenen 40 Punkte zum Klassenerhalt auf dem Konto reichen sollten, dann haben die Oberliga-Fußballer zur Saison-Halbzeit bereits etwas mehr als die halbe Wegstrecke erreicht. Will heißen: Die Elf von Übungsleiter Christof Reimann rang am frühen Sonntagnachmittag die Gäste von Anker Wismar in der FC-Energiearena mit 2:1 nieder und steht mit aktuell 22 Zählern durchaus ordentlich da.

Dabei verlief der Auftakt wenig verheißungsvoll. Kaum hatte Reimann auf der Bank Platz genommen, als er auch schon entsetzt wieder aufspringen musste. Den Blackout seinen Schlussmannes Eric Günther nutzte Wismars Angreifer Sebastian Schiewe konsequent zur Gästeführung (5.). Erst nach gut 15 Minuten erwachten die Platzherren aus der anfänglichen Lethargie und kamen zu Einschussgelegenheiten. Vor allem Kilometerfresser Yildim Kaan Bektas taute auf. Zwar gelang dem filigranen Mittelfeldakteur nicht alles, aber dennoch war der  FC-Spielgestalter an fast jeder Offensivaktion der Platzherren beteiligt. So setzte er Yannick Mastalerz in Szene, der den Blick für den bester postierten Felix Angerhöfer hatte. Doch der FC-Stürmer scheiterte am großartig parierenden Anker-Torsteher Mirco Seide. (16.). Wenige Minuten darauf startete Cagan Aslan ein Solo, hängte sämtliche Wismarer ab, umkurvte auch den ihm entgegeneilenden Torsteher, donnerte jedoch das runde Leder ans Außennetz des Wismarer Gehäuses (20.). Nichts war es mit dem Ausgleich und so bat der Unparteiische Kevin-Coren Eckert die Teams mit der Wismarer Führung zum Halbzeittee.

Die vor der Pause eminent schnelle und abwechslungsreiche Begegnung verflachte zunächst ein wenig. Statt Spielfluss gab es überhastete Aktionen beider Mannschaften zu sehen. Dennoch behielten die Anker-Kicker die Kontrolle und Strausbergs Torsteher Günther machte seinen Fehler, der zum 0:1 geführt hatte, gegen Philipp Ostrowitzki (63.) und Christian Chidiebere Okafor (70.) mit großartigen Reaktionen mehr als wett. Strausbergs Coach versuchte mit der Einwechslung von Anton Hohlfeld sowie Ihab Al-Khalaf den Offensivaktionen neues Leben einzuhauchen.

Mit Erfolg: In der fulminanten Schlussphase erwies sich die Heimelf als das durchschlagskräftigere Team. Strausbergs Torjäger Tino Istvanic war es vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Zunächst erzielte der FC-Stürmer im Nachfassen den Ausgleich (76.), um in der 84. Minuten per Kopf den Siegtreffer zu markieren. Ein Traumtor nach schulbuchmäßigem Konter über Yildrim Kaan Bektas und Anton Hohlfeld, der allerdings Wismars Gute-Laune-Trainer Christiano Dinalo Adigo völlig aus der Fassung brachte. Er wollte beim Gegentor ein Handspiel von Istvanic gesehen haben und war auch  nach dem Abpfiff kaum zu beruhigen. Dabei hatte der Anker-Coach völlig übersehen, dass seine Mannschaft einfach zu weit aufgerückte und so erst den Platz für diesen schönsten Spielzug der Partie überhaupt ermöglichte. Zudem kam Schlussmann Seide bei der butterweichen Hohlfeld-Flanke den berühmten Schritt zu spät und der zuvor wirkungsvoll von Wismars Marco Bode beschattete Istvanic vollendete freistehend zum 2:1-Endstand vollendete.

„Insgesamt war es das von uns erwartet schwere Kampfspiel gegen die arg abstiegsbedrohten Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern. Natürlich haben unsere Fehler in der Anfangsphase Anker in die Karten gespielt und einer eigentlich verunsicherten Mannschaft umgehend neues Selbstvertrauen eingeflösst. Da war einiges an Einsatzwillen, Laufbereitschaft und Geduld nötig, um letztlich als gücklicher Sieger vom Platz zu gehen“, lautete das Fazit von Strausbergs sportlichem Leiter Holger Ohde. Widerspruch erntete er dafür nicht ernsthaft.

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