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Fußball
Torexpress patzt beim Schlusslicht

Torflaute: Bartosz Barandowski fliegt zwar förmlich an seinem Gegenspieler vorbei, aber zu einem Treffer langt es nicht.
Torflaute: Bartosz Barandowski fliegt zwar förmlich an seinem Gegenspieler vorbei, aber zu einem Treffer langt es nicht. © Foto: Udo Plate
und Udo Plate / 05.12.2018, 02:15 Uhr
Rehfelde Wenn der Liga-Primus gegen das Schlusslicht spielt, ist die Rollenverteilung eigentlich klar. Doch gefehlt: Durch enormen Kampfgeist und Laufbereitschaft glichen die Storkower Platzherren die spielerische Überlegenheit des Favoriten  Buckow/Waldsieversdorf aus.

Die Gäste starteten druckvoll in die Partie und so konnten sie bereits zwei Minuten nach Anpfiff mit einer Ecke Gefahr vor dem Storkower Strafraum erzeugen. Der Gastgeber ließ sich nicht beeindrucken und kam immer besser in die Partie.

So konnten die Gäste durch effizientes Pressing und frühes Anlaufen das flotte Kombinationsspiel nicht aufbauen. Einen Gäste-Freistoß fingen die Storkower ab und leiteten einen Gegenangriff ein. Die anschließende Hereingabe von Christian Sergel konnte Marc Ewler nicht im Tor unterbringen (18.). Kurz danach war es erneut Ewler, der den Führungstreffer auf dem Fuß hatte, als er allein an Buckows Torwart Dominik Vogt scheiterte.

Beide Mannschaften kamen nach der Pause schwungvoll aus der Kabine. Zunächst war es Wach, der Vogt prüfte. In der 66. Minute jubelte Concordia bereits. Bartosz Barandowski tauchte allein vor dem Storkower Torwart Thiemo Fey auf und schob das Leder an ihm vorbei. Zum Leidwesen der Gäste rollte der Ball auch knapp am Pfosten vorbei.

Im Gegenzug kamen die Storkower erneut zu einer Torchance. Wach tänzelte an der Grundlinie zwei Abwehrspieler aus und steckte den Ball zu Ewler durch. Dessen Schuss bekam Keeper Dominik Vogt nicht zu fassen, und so musste Pawel Wojtalak im letzten Moment retten. So beendete der Unparteiische Rene Karge aus Fürstenwalde, der in der Schlussphase von jeder Mannschaft einen Spieler vom Platz schickte, die torlose Partie nach 90 Minuten.

Unzufrieden äußerte sich Concordias Trainer Dennis Schulz nach dem Spiel: „Ein mehr als verdienter Punkt für die Storkower. Sie sind mit mehr als 120 Prozent in dieses Spiel gegangen. Bei meiner Mannschaft war es  eine Einstellungsfrage. Wir hätten uns am Ende nicht beschweren dürfen, wenn die Gastgeber mit drei Punkten vom Platz gehen.“

Allerdings hellte sich die Miene von Bucklows Übungsleiter Schulz umgehend wieder auf, als die Nachricht vom Rehfelder 3:0-Heimerfolg gegen den FSV Luckenwalde II bestätigt wurde. Bereits im Vorfeld hatte sich Schulz gewünscht, dass der ärgste Konkurrent im Titelrennen Federn lassen dürfte. Und sein Wunsch, verbunden mit einem kräftigen Daumendrücken, blieb nicht unerhört. Die Rehfelder Elf von Übungsleiter Helmut Fritz, die im Sommer noch den Buckowern sowohl im Kreispokalfinale als auch im Spiel um den Supercup das Nachsehen gegeben hatte, leistete am 13. Spieltag Schützenhilfe. Allen voran Kapitän Tony Frontzek, der die Heimelf per Doppelschlag (17./20.) mit 2:0 in Führung brachte. Nach dem Wiederanpfiff des Unparteiischen Benjamin Bulmahn blieb es ein Duell auf Augenhöhe, das durch den späten Treffer von Bledar Mahmuti (88.) endgültig zu Gunsten der Grün-Weißen entschieden wurde.

Die SG Bruchmühle, dritter MOL-Vertreter der Oststaffel, ließ sich ebenfalls nicht lumpen: Die Elf von Cheftrainer Jörg Ulbrich kehrte mit einem 3:1-Erfolg vom Gastspiel bei Bad Saarow heim.  Justin Schmidt brachte die Gäste mit seinem Treffer nach 26 Minuten mit 1:0 in Front. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie erst in der Schlussphase nochmals Fahrt auf: Robert Reichel erzielte (83.), Saarows Tim Strey umgehend den Anschluss.  Bruchmühles Erfolg sicherte Tobias Kühnel mit dem 1:3  (94.).

Mit Glück und Geschick konnte der Oranienburger FC II gegen den Tabellennachbarn Blau-Weiß Wriezen im Heimspiel der Nordstaffel einen 3:2 (2:1)-Erfolg einfahren. Tatsächlich stellte das Pausenresultat den Spielverlauf etwas auf den Kopf. Zwar  führte der Gastgeber nach knapp 20 Minuten anscheinend beruhigend. Denn zuerst hatte Helmut Akwadah Tetteh (12.) Gäste-Torhüter Andreas Elischer per Bogenlampe überrascht. Und auch beim Treffer von Szymon Nabzdyk (19.) machte der Schlussmann keine glückliche Figur. Paul Stiehm gelang für die Mannen von Trainer Thomas Adamnski der Anschlusstreffer (29.), nachdem zuvor der Kopfball von Andre Herrmann am Pfosten gelandet war. Nun schien der Ausgleich nur eine Frage der Zeit. Doch die Versuche von Kilian Karpe (40./43.) wurden vom Aluminium aufgehalten und OFC-Torhüter Henry Kimmel konnte sich gegen Marcel Glöck (33.) auszeichnen. Als Normen Guski die Führung ausbaute (57.), schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch die Gäste kamen durch einen satten Rechtsschuss von Matthias Krüger (65.) wiederum zum Anschlusstreffer. Den hauchdünnen 3:2-Vorsprung hielt die Heimelf bis zum Schlusspfiff.

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