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Eine private Schule in Hönow

Margrit Meier / 13.12.2018, 08:30 Uhr
Hönow (MOZ) Was wird aus dem Gebäude der Grimm-Grundschule in der Kaulsdorfer Straße, wenn diese im Februar 2020 in den nagelneuen Komplex in der Siedlungserweiterung umzieht? Im Bildungsausschuss stellte sich jetzt Elmar Süß vor, der eine weiterführende, private Schule integrieren möchte.

Er brennt für sein Unternehmen – diesen sehr positiven Eindruck hinterließ Elmar Süß, Geschäftsführer der Anerkannten Schulgesellschaft mbH, u. a. bei Bildungsausschussvorsitzendem Thomas Scherler (CDU) Dienstagabend. Bevor Süß Gemeindevertretern und sachkundigen Bürgern Rede und Antwort stand, hatte er sich das Schulgebäude samt Turnhalle angeschaut. Er stellte nur wenige Fragen, zeigte sich kundig zum Schulhaus Typ Erfurt und fasste zusammen, dass er sehr daran interessiert wäre, Schulhaus und Hortgebäude, Freiflächen und Turnhalle zu übernehmen. Auch der Hinweis auf einen Investitionsrückstau schreckte ihn nicht ab.

Ging es nach Süß, dann könnte an der Kaulsdorfer Straße eine Gesamtschule untergebracht werden. Gern auch ergänzt, so hörte er vielfach den Wunsch, durch einen gymnasialen Teil. Das Ganze mit naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung, denn aus seiner Berufserfahrung heraus werde es immer wichtiger, junge Leute so früh wie möglich an die Technik heranzuführen.

Ja, es handelt sich dann um eine private Schule, für die ein monatliches Schulgeld bezahlt werden muss, das sich bei 130 bis 150 Euro bewegt, je nach Elterneinkommen. „Wenn wir hier einen Erbbaupachtvertrag abschließen könnten, hätten wir es finanziell leichter und das wirkt sich natürlich auf das Schulgeld positiv aus“, weiß der 68-Jährige.

Mehr als 30 Schulen von der Berufs- über Fachschulen, Gymnasien, Grund- und Gesamtschulen betreibt die ASG in mehreren Bundesländern. Auch Kitas gehören dazu. Süß erwähnte 1600 Mitarbeiter und 15 000 Schüler und Kita-Kinder. Ja, es werde ein Problem, Lehrkräfte zu finden, aber auch dieses sei lösbar, blieb der erfahrene Mann ganz ruhig.

Viele der bisherigen Einrichtungen seien mithilfe der Lehrlinge aus eigenen Berufsschulen hergerichtet worden. „Das hat den Vorteil, dass die jungen Leute etwas schaffen, was Bestand hat und nicht immer und immer wieder abgerissen wird in der Lehrwerkstatt“, so Süß.

Wie geht es weiter? Anfang Januar wollen die Ausschussmitglieder eine Schule des Trägers besichtigen. Am 7. Januar, wenn der Ausschuss regulär das nächste Mal tagt, wird weiter diskutiert. Denn bis Ende Januar soll entschieden werden, welche Schulform die Gemeinde bevorzugt. Dann kann die Verwaltung bis Ende März eine Beschlussvorlage erarbeiten, der Träger ein schlüssiges Konzept vorlegen, so dass bis April verbindliche Verträge geschlossen werden können.

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