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Benefizkonzert von Bundeswehr und Rotary Club spielt 3200 Euro ein / Investition in Anti-Gewalt-Projekte

Spenden
Kleiner Geldregen für Förderschule

Eingesprungen: Thomas Schmidtpeter aus Erfurt vertrat beim Benefizkonzert den erkrankten Leiter des Heeresmusikkorps Neubrandenburg.
Eingesprungen: Thomas Schmidtpeter aus Erfurt vertrat beim Benefizkonzert den erkrankten Leiter des Heeresmusikkorps Neubrandenburg. © Foto: Gerd Markert
Martin Stralau / 14.12.2018, 21:31 Uhr
Strausberg (MOZ) Gut 450 Zuhörer haben sich am Donnerstagabend im Großen Saal auf dem Campus Bundeswehr das diesjährige Benefizkonzert des Rotary Clubs Strausberg und der Bundeswehr angehört. Den Erlös will die Förderschule Clara Zetkin in verschiedene Projekte stecken.

Das wichtigste Ereignis des vom Heeresmusikkorps Neubrandenburg gestalteten Abends, die Bekanntgabe der Spendensumme, fand kurz vor Ende des gut zweistündigen Benefizkonzertes und zwei noch folgenden Zugaben statt. Als das Ergebnis verkündet wurde, ging ein erfreutes Raunen durchs Publikum. Genau 3167,50 Euro standen auf dem Scheck, den Brigadegeneral Uwe Nerger von der Bundeswehr und Rotary-Club-Präsident Tilmann Kuhn als Veranstalter des Abends zusammen mit Kathrin Knospe, Leiterin der Clara-Zetkin-Schule,  enthüllten. Mehr als 2000 Euro hatten allein die Konzertbesucher gespendet.

Das Geld soll in verschiedene Projekte fließen, die alle das Ziel eint, „ein tolerantes, wertschätzendes und gewaltfreies Miteinander an der Schule zu fördern“, wie Kathrin Knospe betonte. Einiges sei in dieser Hinsicht schon angestoßen worden. So hatten die Lehrer im Sommer Fortbildungen, um mit den Schülern Klassenräte einzuführen und zu etablieren. „Einmal pro Woche kommen diese Räte unter Einbeziehung der Klassenlehrer zusammen, um Probleme in der Klasse zu klären. Die Moderation übernehmen die Schüler“, erklärte Kathrin Knospe. Aus einer 9. Klasse sei der Vorschlag gekommen, sich am Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu beteiligen. Außerdem werde gerade ein Schul-Ethos erarbeitet, der aus zwei bis drei Sätzen bestehe, und als Richtschnur für ein gutes Zusammenleben dienen solle. Um all diese Ansätze auszubauen und zu professionalisieren, „wollen wir uns externe Partner einkaufen. Wenn wir durch diese ganzen Maßnahmen weltoffene Schüler in die Welt entlassen, kann man von einem wahrnehmbaren Erfolg reden“, sagte Kathrin Knospe in ihrer Dankesrede. Sofern neben der Projektarbeit noch Geld übrig bleiben sollte, hat die Schulleiterin dafür auch eine Verwendungsidee: „Davon würden wir Spielgeräte für die jüngeren Schüler kaufen.“

Tilmann Kuhn hatte in seiner Rede vor dem Konzert erklärt, warum die Förderschule für die Spende ausgewählt wurde. „Zum einen wird damit deutlich, dass wir uns der Verantwortung für die nachkommende Generation in bildungspolitischer Hinsicht stellen.“ Zum anderen werde damit das Problem der „mangelnden Finanzierung der Bildung in unserer Gesellschaft“ im Bewusstsein gehalten. Die bisherigen Mittel reichten nicht aus, so Kuhn, „um einen stabilen Unterricht, verlässliche Vertretungen und wünschenswerte Vielfalt der pädagogischen Bemühungen zu gewährleisten“.

Wie musikalische Vielfalt funktioniert, brachte das Heeresmusikkorps aus Neubrandenburg unter Leitung von Hauptmann Thomas Schmidtpeter zu Gehör, der sonst das Luftwaffenmusikkorps Erfurt dirigiert. Er war kurzfristig für den erkrankten Dirigenten eingesprungen. Das harmonische Zusammenwirken beider Teilstreitkräfte sorgte beim Standortältesten Uwe Nerger für Zufriedenheit. „Heer musiziert, Luftwaffe dirigiert“, fasste er den Abend zusammen. 15 Stücke wurden von dem Blasorchester dargeboten, von Alfred Reeds „Alleluja Laudamus Te“ über „Mary’s Boy Child“ – mit dem schon Harry Belafonte und Boney M. große Erfolge feierten – bis zu Karel Svobotas Filmmusik zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Das alles launig moderiert von Thomas Schmidtpeter, der zwischendrin kleine Weihnachtsgeschichten wie „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ von Tilde Michels zum Besten gab. Karin und Klaus Herrmann aus Gielsdorf waren zufrieden. „Mir hat gefallen, dass die Musik sehr melodisch war – und nicht so aggressiv“, sagte Klaus Herrmann.

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