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Mädchen und Jungen der Oberschule Neuenhagen begeisterten mit ihrem Musikcafé im Bürgerhaussaal

Aufführung
Nächstes Jahr sind die Lehrer dran

Irina Voigt / 16.12.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 17.12.2018, 11:47
Neuenhagen (MOZ) Zu ihrem Musikcafé hatten die Schülerinnen und Schüler der Neuenhagener Oberschule mit berufsorientierendem Profil traditionell zum Jahresende am Mittwoch eingeladen. Die Akteure auf der Bühne konnten sich über einen voll besetzten Bürgerhaussaal freuen.

Aufgeregt waren sie alle. Die Darsteller, Gedichtrezitierer, Modells, Standardtänzer und sogar Cäsar aus der IB-Oberschule. Aber das tat ihrer Freude am Spiel keinen Abbruch. Zumal sie ein anspruchsvolles und zugleich verständnisvolles Publikum im Saal begrüßen konnten – Eltern, Großeltern, Geschwister, Mitschüler und Freunde.

Aber auch Lehrer hatten sich eingefunden. Die mussten sich wegen ihrer Inaktivität auf der Bühne wieder einmal kritische Worte – gekonnt in Versform gebracht – gefallen lassen. Und die Zusicherung abgeben, im nächsten Jahr ebenfalls mit oben zu stehen.

So hatten die Pädagogen der Oberschule mit berufsorientierendem Profil in diesem Jahr noch mal Gelegenheit, zuzuschauen, was das Publikum von ihnen erwarten wird. Und die Latte liegt hoch.

Nicht wie bei anderen Schulprogrammen um diese Jahreszeit glänzten hier Musikschulschüler auf ihren Instrumenten oder andere Talente, die sich außerschulisch qualifizieren. An diesem Musikcafé-Abend zeigte jedes Mädchen, jeder Junge von Klasse 7 bis 10, was in ihm steckt. Etwas launig moderiert wurde der Abend von Aileen Rother und Justine Botting, die aber bei anderen Nummern zeigten, was sie tänzerisch draufhaben.

Gedanken übers Konsumverhalten mit kurzen und sehr treffenden Schlussfolgerungen hatte sich die 8 b gemacht. Da wurden das „ständige Online-Sein“, das „aufs Handy-Display-Starren und dabei den Nachbarn überhören“ aufs Korn genommen, ebenso wie die Markengier – Papa wird es schon bezahlen.

Die 8 a hatte sich Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“ vorgenommen und etwas modernisiert. Traumhafte Roben aus Mülltüten und Altpapier führten unter anderem Michaela, Francis und Susann aus der 9. Klasse vor. Den Ruf ihrer Schule nahmen sich die Zehntklässler vor. „Kein Mobbing, kein Dissen, die Klos nicht besch …, WC’s so rein, das kann keine Schule sein“, hieß es da unter anderem. Großer Beifall galt ihrem Deutschlehrer Gernot Bebernitz, dem die baldigen Absolventen einen Extradank zollten.

Die „Großen“ hatten sich ebenfalls historische Beispiele bei Sokrates gesucht, um der Annahme zu widersprechen, dass früher alles besser gewesen wäre. In Reimform wurde das Experiment der Chemie-AG begleitet und die Siebten taten sich schon bei ihren ersten Auftritten im Schulleben mit Gesang, Musik à la Boomwhacker und Tanz hervor.

Schulleiter Falko Böhme blieb am Ende nichts weiter zu tun, als allen herzlich zu danken und einen großen Blumenstrauß an Martina Schorstein als Regisseurin zu überreichen. Die versprach, das Bukett im Lehrerzimmer aufzustellen, denn andere Kollegen seien ebenfalls am Erfolg des Abend beteiligt gewesen, wie sie sagte.

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