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Dreitägiges buntes Treiben lockte Tausende in die Strausberger Altstadt / Vieles wurde für gute Zwecke angeboten

Besinnlich
Weihnachtsmarkt mit Freude im Herzen

Margrit Meier / 17.12.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 18.12.2018, 07:52
Strausberg (MOZ) Mehr geht nicht: Als Bürgermeisterin Elke Stadeler am Sonnabend gegen 14 Uhr den Strausberger Weihnachtsmarkt eröffnete, fing es an, zu schneien. Viele, viele Gäste nutzten das dreitägige Fest, um sich zwischen Großer Straße, Marienkirche und Markt zu tummeln.

Für einen guten Zweck waren seit Freitagnachmittag bis Sonntagabend viele in der Altstadt unterwegs. Ein guter Zweck ist, anderen eine Freude zu bereiten und Schönes anzubieten. Wie etwa Dariusz Marczak. Der Mann aus Zielona Gora hatte gläserne Engel, aber auch Lichterhäuschen im Angebot.

Oder Heiko Nemela. Der Kellerbäcker aus der Hegermühlenstraße kam mit 20 Stollen – Mohn-, Quark- und Christ- – sowie Bauernzopf und Keksen auf den Marktplatz. Dort warteten Elke Stadeler und Nick Reinking. Der Geschäftsführer der Schulte Bau GmbH ist Sponsor obiger Backwaren, die von ihm, der Bürgermeisterin und den Wichteln Louise und Elisabeth kostenlos an die heißhungrig wartenden Strausberger verteilt wurden. Innerhalb von 20 Minuten war alles verteilt und verputzt. Der gute Zweck: Viele waren danach satt und glücklich.

Für den guten Zweck Spaß haben und etwas Gutes tun, dafür drehten sich die Karussells und fuhr die kleine Bahn. Für 50 Cent konnten Eltern ihre Kinder fahren lassen, denn Stadtwerke und SWG sponserten die Fuhrgeschäfte. Die 50 Cent pro Runde gingen an den Fanfarenzug bzw. die Kindernachsorgeklinik: Gutes tun, das gilt stets für die beiden Clubs Rotary und Lions, die sich ebenfalls auf dem Markt präsentierten. Beide verkauften Glühwein für soziale Projekte 2019.

Manchmal ist ein guter Zweck auch ganz privat. In der Marienkirche etwa hatten Emil (9), Ruben (7), Jan-Mio (7) und Bruno (6) einen Stand mit selbst Gebasteltem aufgebaut, vom Vogelhäuschen – Opa Peter hat geholfen – bis zu Sternen, Esel-Geschichten und Kerzen. Der Erlös dieser kleinen Dinge ging bei den Jungs ins Sparschwein. Nur bei Emil nicht. Bei einem Fahrradunfall hat er seinen Schneidezahn eingebüßt. Für einen neuen Zahn möchte er seinen Anteil einsetzen. Sonntagnachmittag lächelte er beim Blick in die Kasse. Eine Abschlussfahrt in zwei Jahren, wenn aus der 8 c eine 10 c geworden ist – dafür standen Artur, Melina und Justine mit Bücherkerzen, Sternen und Engeln in der Marienkirche. „Unsere Klasse hat gebastelt. Und wir verkaufen das für eine schöne Tour. So, dass alle weniger bezahlen müssen“, erzählte Artur. Der gute Zweck: Entlastung der Eltern. Hilfe für Syrer, die in Jordanien festsitzen, sammelte die Kirchengemeinde. Statt Standgebühren bat sie um Spenden für humanitäre Hilfe.

Es war ein gelungener Weihnachtsmarkt mit einem Baum so schön wie nie. Der gute Zweck: Freude im Herzen.

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