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Freiwillige
Werbung fürs Haus der Vereine

Stolz auf drei Monate Projektarbeit: Nicolas Bätz, Sebastian Herzog, Inga Brandt, Corinna Wallner, Norman Kober, Falk Wieland, Uwe Gudlowski  und Janina Starosta (v. l.) zeigen das in der Produktionsschule Märkisch-Oderland gefertigte Holzmodell, das im nächsten Jahr in zehnfacher Vergrößerung auf dem Gelände des Hauses der Vereine aufgestellt werden soll, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das Modell wurde jetzt zusammen mit fünf Werbefilmen präsentiert.
Stolz auf drei Monate Projektarbeit: Nicolas Bätz, Sebastian Herzog, Inga Brandt, Corinna Wallner, Norman Kober, Falk Wieland, Uwe Gudlowski  und Janina Starosta (v. l.) zeigen das in der Produktionsschule Märkisch-Oderland gefertigte Holzmodell, das im nächsten Jahr in zehnfacher Vergrößerung auf dem Gelände des Hauses der Vereine aufgestellt werden soll, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das Modell wurde jetzt zusammen mit fünf Werbefilmen präsentiert. © Foto: Martin Stralau
Martin Stralau / 18.12.2018, 20:15 Uhr
Strausberg (MOZ) Seit September haben sich 28 Bundesfreiwillige und Schüler aus Strausberg und Umgebung intensiv mit dem Haus der Vereine im Mühlenweg 6a beschäftigt. Um dessen Angebote bekannter zu machen, drehten sie unter anderem fünf Kurzfilme, die jetzt vorgestellt wurden.

Berufsqualifikation für junge Erwachsene, Kinderferienbetreuung, Schulsozialarbeit, Strick- und Häkelzirkel für Senioren, Kunstkurse für Menschen mit und ohne Behinderungen: Die Liste an Angeboten, die es auf dem Gelände des Hauses der Vereine unter den Dächern des Jugendsozialverbundes Strausberg (JSV) und des Sozialen Hilfeverbandes (SHS) gibt, ließe sich beliebig verlängern. Doch vielen Strausbergern ist nicht bekannt, dass es das Haus der Vereine, das vor neun Jahren auf dem Grundstück mit zwei Gebäuden im Mühlenweg 6a eine Heimat gefunden hat, überhaupt gibt. „Auch untereinander wissen wir teilweise nichts von den Angeboten der anderen“, sagt Uwe Gudlowski, Vorstandsmitglied beim SHS und Leiter der Produktionsschule, die hier ebenfalls untergebracht ist.

Dass sich das ändert, mit diesem Ziel sind Inga Brandt und Falk Wieland von den Mikroprojekten MOL angetreten, gefördert von der Stiftung SPI und „Jugend Stärken im Quartier“. Seit September haben sie sich mit 28 Bundesfreiwilligen und jungen Erwachsenen Gedanken über die Gestaltung des Geländes gemacht – und überlegt, wie man die Angebote des Hauses der Vereine bekannter machen kann. Herausgekommen sind fünf nach Themengebieten und Zielgruppen sortierte Kurzfilme: Angebote für Jugendliche wurden ebenso betrachtet wie solche für Kinder und Senioren und Angebote im Bereich Inklusion sowie Arbeit und Qualifizierung. Die zwei- bis fünfminütigen Filme wurden kürzlich im Haus der Vereine präsentiert und sollen zunächst auf dem Youtube-Kanal der Mikroprojekte MOL Werbung für das Haus machen. Später können die Vereine sie für ihre Zwecke nutzen. „Ziel war es, den Jugendlichen beizubringen, wie man mit der Kamera umgeht, wie man filmt, den Ton macht, Interviews führt, aber auch, wie man sich auf ein bestimmtes Thema einlässt“, sagt Inga Brandt. Dabei sei es ein Anliegen gewesen, die Filme so kurz wie möglich zu fassen. „Wer sich für die Angebote der Vereine und Projekte interessiert, kann ja hierher kommen, um sich über sie zu informieren.“

Zum Filmteam gehörte Norman Kober. Er hat im November im Erziehungsbereich der Eltern-Kind-Gruppe des Jugendsozialverbundes einen Bundesfreiwilligendienst angefangen. Der 24-jährige Kaufmann für Büromanagement aus Strausberg will Ende 2019 eine Ausbildung zum Erzieher am Oberstufenzentrum beginnen. Er arbeitete an den Filmen über die Angebote für Senioren und Jugendliche mit. Seine wichtigste Erkenntnis aus dem Projekt: „Man ist am effektivsten, wenn man ein gutes Team um sich hat.“

Vorgestellt wird in den Filmen auch die Produktionsschule Märkisch-Oderland, die zum Sozialen Hilfeverband gehört. „Bei uns werden Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die keine Ausbildung und keinen Hauptschulabschluss haben, im zweiten Bildungsweg auf den Arbeitsmarkt vorbereitet“, erklärt Sebastian Herzog. Er arbeitet als Werkstattpädagoge in der Schule. „Unsere Schüler durchlaufen bei uns drei Stationen: den Renovierungs-, den Garten- und den Holzbereich. Wir schauen, wo sie Ambitionen und Talent haben. Am Ende der Zeit, nach maximal 18 Monaten, sind sie idealerweise so weit, dass sie in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden können“, berichtet er. In einer Projektwoche im Herbst fertigte Sebastian Herzog mit zwölf Schülern ein Modell aus Holz, das eine Mühle und einen Stuhl beinhaltet – und in zehnfacher Vergrößerung im nächsten Jahr den Eingangsbereich des Geländes vom Haus der Vereine zieren und als Hingucker schon von Weitem sichtbar Aufmerksamkeit für dessen Angebote erzeugen soll. Die Mühle in Anlehnung an den Mühlenweg, der Stuhl als Plattform, auf der die nächsten Veranstaltungen des Hauses angekündigt werden könnten. „Die längste Zeit hat die Ideenfindung mit den Jugendlichen in Anspruch genommen“, sagt Herzog. Das Modell wurde im Rahmen der Filmpräsentation mit vorgestellt.

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