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Handball
Enttäuschte Gesichter beim MTV

Nicht zufrieden: Die Handballer des MTV Altlandsberg sind im Finale des HVB-Pokals gescheitert.
Nicht zufrieden: Die Handballer des MTV Altlandsberg sind im Finale des HVB-Pokals gescheitert. © Foto: Werner Herzog
Georgios Tsapanos / 09.01.2019, 14:24 Uhr
Potsdam Die Handball-Männer des MTV Altlandsberg unterlagen im Finale des HVB-Pokalwettbewerbs der Vertretung des Oranienburger HC am Ende zu hoch mit 31:24 (15:9) und müssen sich mit dem  zweiten Platz anfreunden.

Direkt nach Abpfiff war den MTV-Männern die tiefe Enttäuschung deutlich anzusehen. Es wird vielleicht noch zwei, drei Tage dauern, ehe sie für sich akzeptieren können, dennoch Großes erreicht zu haben und nur dem einen, am Pokalfinal-abend auch aufgrund seiner Besetzung überlegenen Team unterlegen zu sein.

Was ganz maßgeblich an einer, aus MTV-Sicht, ganz und gar verunglückten ersten Halbzeit lag. Die Altlandsberger bekamen vom Anpfiff an keinen richtigen Zugriff auf die Partie. Sie haderten mit sich, mit den Entscheidungen der Unparteiischen und mit der Welt, während die Oranienburger einen Treffer an den Nächsten fügten. Hauptsächlich dank Philipp Pohl im Altlandsberger Kasten, der zwischendurch auch einen von Dennis Schmöker geworfenen Siebenmeter parierte, sah die Angelegenheit bis zur 18. Minute noch ganz manierlich aus (9:7 für den OHC), ehe die Sache bis zum Halbzeitpfiff ins Rutschen geriet (15:9 für den OHC).

Bereits zu diesem Zeitpunkt wären wahrscheinlich nur noch die wenigsten Zuschauer in der Potsdamer MBS-Arena bereit gewesen, hohe Summen auf einen Altlandsberger Erfolg zu setzen – und wären in der zweiten Hälfte gehörig ins Grübeln gekommen. Alle anderen in der Halle kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zwar konnten die Oranienburger ihren Vorsprung gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs auf 19:10 ausbauen, danach war es mit der OHC-Herrlichkeit – zumindest vorübergehend – vorüber.

Über 14:19 und 18:22 rückte der MTV, angeführt von Ridha Trabelsi, Phillip Gohl und Florian Riegler, den erstaunten Gegnern Tor um Tor auf die Pelle, bis es plötzlich und unerwartet 22:22 stand und noch satte zwölf Minuten zu spielen waren.

Die Sensation aber blieb aus. Die Gründe werden vom Altlandsberger Trainer-Team sicher noch genauer analysiert. Fakt ist, der Ausgleich war und blieb der Höhepunkt der Partie für die Grün-Weißen. Wundersamer-weise wollte fortan nichts mehr gelingen, reihte sich Fehlleistung an Fehlleistung. Nur noch zwei Tore waren den Grün-Weißen in der verbleibenden Spielzeit vergönnt, dem OHC aber neun. Der HVB-Pokalsieger der Männer heißt verdientermaßen Oranienburger HC.

Einen Tag nach dem Pokalfinale hat MTV-Kapitän Dominic Witkowski mit der notwendigen Distanz wieder einen ganz pragmatischen Blick auf das Geschehen: „Dazu sind Pokalwettbewerbe da, dass sich auch Mannschaften unterschiedlicher Ligen miteinander messen können. Dass in der Regel, gerade beim Handball, das höherklassige Team gewinnt, kann niemanden überraschen. 27 der 31 Treffer, die wir kassiert haben, haben uns die Drittligaspieler des OHC eingeschenkt. Wir hatten dank verdammt starken 15 Minuten in der zweiten Halbzeit dennoch eine Hand am Pott dran. Am Ende hat aber die an diesem Abend bessere Truppe die Oberhand behalten. Wir gratulieren den Oranienburger Kollegen zu diesem Erfolg. Und über den Rest unterhalten wir uns in der nächsten Pokalrunde.“

Und ganz ähnlich sieht es auch der Vereinsvorsitzende des MTV Altlandsberg, André Witkowski: „Oranienburg war deutlich besser. Mir ist jetzt völlig klar, wir reden im Übrigen von Oranienburg II, dass die Truppe aus der Verbandsliga Nord so deutlich in ihrer Staffel führt. Und wenn dazu noch Spieler aus der Ersten Mannschaft dazukommen ..: Aber die Niederlage passt zu unserer Saison, in der wir nun alle selbst gesteckten Ziel  nicht erreichen werden.“

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