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Heimatgeschichte
Revolutionsminister im Blickpunkt

Zeitungsstudium: Adolph Hoffmann (1858–1930) wohl auf seinem Grundstück in Vogelsdorf
Zeitungsstudium: Adolph Hoffmann (1858–1930) wohl auf seinem Grundstück in Vogelsdorf © Foto: Hans-Wolf Ebert
Uwe Spranger / 11.01.2019, 09:30 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Die autobiographischen Notizen des einst in Vogelsdorf beheimateten preußischen Ministers Adolph Hoffmann (1858–1930) werden am 1. Februar um 19 Uhr in Beckers Bücherstube in der Ladengalerie Fredersdorf-Nord, Fredersdorfer Chaussee 69–70, vorgestellt. Hans-Wolf Ebert und Volker Heiermann werden in Anwesenheit des Mitherausgebers und Ururenkels des bemerkenswerten Politikers und Zeitzeugen der Ereignisse des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts ihr Buch „Vom Waisenkind zum Minister der Revolution 1918“ präsentieren.

Lars Hoffmann war vor einigen Jahren eine seit Langem abgestellte und unbeachtete Kiste aufgefallen. Was er fand, als er sie öffnete, war eine Sensation: bislang unbekannte Dokumente seines Ururgroßvaters, preußischer Minister, Reichs- und Landtagsabgeordneter. Unter anderem fand sich eine auf dünnem Reichstagspapier geschriebene umfangreiche Autobiographie des Ministers, die nicht nur eine Lebens- und Leidensschilderung des SPD-Politikers enthielt, sondern auch einen Einblick in die Welt der kleinen Leute in dem Jahrhundert gewährt.

Hoffmann entschloss sich, dieses Vermächtnis seines bedeutenden Vorfahrens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  Er entschied sich, diese Aufgabe den im Ort seines Ururgroßvaters ansässigen Volker Heiermann und Hans-Wolf Ebert anzuvertrauen und selbst als Mitherausgeber aufzutreten. Es entstand eine umfangreiche Dokumentation mit originalen Schriften eines Mannes, der es aus den ärmlichsten Verhältnissen bis in höchste Verantwortungsbereiche schaffte. Das Buch dürfte nicht nur für Ortsansässige interessant sein, zeigt sich Ebert überzeugt.

Er wurde 1948 in Berlin-Tempelhof geboren, lebte dort 50 Jahre lang. 1969 trat er in die SPD ein, der er seitdem angehört. Nach Studium der Germanistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin und Lehramtsstudium in Göttingen war er an verschiedenen Schulen tätig. Mit seiner Frau wohnt er seit 1998 in Fredersdorf-Vogelsdorf. Heiermann ist Jurist und stammt ebenfalls aus Berlin. Nach dem Umzug nach Fredersdorf-Vogelsdorf habe ihn die Geschichte der heruntergekommenen Hoffmann-Villa fasziniert, sagt der Gemeindevertreter. 2009 hatte er im SPD-Ortsverein ein erstes Referat zum Wirken Adolph Hoffmanns gehalten. (ufo)

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