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Nach Buckow und Oberbarnim findet das Gespräch des Amtes Märkische Schweiz erstmals in Rehfelde statt

Gesprächsrunde
Tönende Tipps zum Jahresempfang

Gabriele Rataj / 06.02.2019, 08:00 Uhr
Rehfelde (MOZ) Nicht am ersten Tag, nicht zum ersten Wochenende und auch nicht im ersten Monat des neu angebrochenen Jahres ist im Amt Märkische Schweiz zum Neujahrsgespräch geladen worden. Gelungenes aus dem Vorjahr gab es am Montag dennoch im Bürgersaal Rehfelde abzurechnen.

Amtsdirektor Marco Böttche hat seine Rede aus Anlass des alljährlichen Neujahrsgesprächs nicht vorab einmal gestoppt. Das bekannte der Verwaltungsleiter des Amtes Märkische Schweiz unumwunden. Doch zu Langeweile gab es keinen Anlass.

Zunächst hatte der Rehfelder Sängerkreis die Anwesenden aus amtsangehörigen Kommunen, Vertretungen, Vereinen, Institutionen, Einrichtungen musikalisch eingestimmt. Da ein großer Teil der Gäste Politik und gesellschaftliches Leben im Ehrenamt betreibt, passten die ausgewählten Lieder zu diesem Thema erstaunlich gut. Tönende Ratschläge gab es von Sich-die-Hände-reichen bis zu Außer Rackern und Schuften das Feiern und Leben nicht zu vergessen.

Erstmals konnte Bürgermeister Reiner Donath, zugleich Vorsitzender des Amtsausschusses Märkische Schweiz, zum Jahresempfang in der größten amtsangehörigen Kommune begrüßen. Anfangs stets in Buckow organisiert, war man 2018 bereits nach Oberbarnim gezogen, erinnerte der Amtsdirektor, und in den Folgejahren sollten auch die anderen Orte einmal Gastgeber dieser Veranstaltung sein.

Facettenartig ließ Böttche das vergangene Jahr Revue passieren, in dem man sich vieles vorgenommen, aber auch nicht alles erreicht habe. Für den zu Jahresbeginn geschlossenen „Ferienpark am Däbersee“ in Waldsieversdorf sei die Zukunft beispielsweise weiter ungeklärt. Dagegen laufe das B-Planverfahren zum Projekt „Zurück in die Zukunft“ in Garzau-Garzin.

In Rehfelde konnten der Kita-Erweiterungsbau übergeben, erstmals im Ortszentrum eine Abrissparty von Investor und Bürgern gefeiert werden und ein KlimaKultur-Workshop fand statt. Buckow verbuchte das Richtfest der Kita und die Genehmigung für die Gestaltung der Außenanlagen mit Auflagen.

Gleich drei Jubiläen auf einmal wurden mit Feuerwehr, Bürgerverein und Partnerschaft in Zinndorf begangen. Geld fürs Gerätehaus der Feuerwehr brachte Innenminister Karl-Heinz Schröter nach Werder. Zu den überregional Geehrten gehörten der Waldsieversdorfer Schiedsrichter Günther Schachler und Oberbarnims Bürgermeister Lothar Arndt. Die Aufzählung ließe sich von Besucherzahlen der drei Touristinformationen bis zu den 102 Eheschließungen an sieben Standorten im Amt beliebig fortsetzen.

Nicht unerwähnt ließ Böttche die schwierige Personalsituation in Verwaltungen, wo unter mehr als zehn Stellenausschreibungen manche dreimal wiederholt werden mussten. Kooperation, wie sie mit Müncheberg auf gutem Weg ist, sei daher ein wichtiger Schlüssel und auch die Beziehungen zu Strausberg gelte es künftig weiter auszubauen.

Ob zu erwartende Veränderungen in der Naturparkverordnung oder die aufgeflammte Debatte zur Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen – kaum ein Thema ließ Böttche unberührt. Er erneuerte die Auffassung von Verwaltung und lokaler Politik, dass es unterhalb von Mittelzentren weitere Zentren geben und dass Rehfelde dem Speckgürtel zugehörig zählen müsse.

Am Ende drückte er vor allem Dank aus: den Menschen im Amt, die das Leben hier gestalten, den Feuerwehrleuten, für die spontan Beifall aufbrandete, den Akteuren im Feuerwehr-Nachwuchsbereich, aber auch den Mitgliedern des Amtsausschusses und der Ortsbeiräte.

Eine Extra-Ehrung gab es für Hartmut Sommer (je zwölf Jahre Stellvertreter und leitender Amtsbrandmeister), Elke Ihde (zehn Jahre zuständig für die Jugendfeuerwehren und Amtsjugendlager) und Johanna Wirth (zehn Jahre Schiedsfrau des Amtes). Ihnen überreichten Amtsdirektor und Amtsausschussvorsitzender Präsentkörbe.

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