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Markt
Richtung Regional ist Programm

Vor  Jahren in Drei Eichen: Hier fanden die ersten Regionalmärkte statt, später erwuchs daraus das Regional-Regal.
Vor  Jahren in Drei Eichen: Hier fanden die ersten Regionalmärkte statt, später erwuchs daraus das Regional-Regal. © Foto: MOZ/ Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 12.02.2019, 05:45 Uhr
Waldsieversdorf (MOZ) Erzeuger um die Ecke statt weiter, langer Transporte per Flugzeug oder Containerfahrzeug. Hofladen statt Supermarkt. Der Regionalmarkt am 18. Februar  mit dem Workshop zur Vermarktung regionaler Produkte will diesen Weg weiter befördern.

„16 Marktstände haben wir nach bisherigen Absprachen besetzt“, will Stefanie Deters auf die Attraktivität des Regionalmarktes am Waldsieversdorfer WaldKautz aufmerksam machen. Es gebe Saatgut und Komposterde, Säfte, Eier, Honig, Wurst und Wild, aber auch Suppe, Kaffee und Kuchen sowie Geschenke, Körbe, Keramik. Es lohne sich, einfach mal vorbeizuschauen.

„Aus der Region für die Region“, beendet die Sachgebietsleiterin Wirtschaftsförderung/Tourismus beim Amt Märkische Schweiz ihre Aufzählung. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass der Bäcker vor Ort sein wird, der mit dem Verkaufswagen die Gegend befährt, der Landwirt aus Hasenholz und die Produzenten aus der Bergschäferei, die Ölmühle aus Diedersdorf und das künstlerische Handwerk aus dem Ort mit Hölzernem oder Geflochtenem.

Es soll dem neugierigen Besucher des Regionalmarktes am Montag angesichts der im unmittelbaren Umland hergestellten Produkte das Herz lachen. Das gilt auch für diejenigen, die sich selbst auf den nicht eben einfachen Weg begeben haben, regionale Produkte zu erzeugen, teils vor Ort zu veredeln und letztlich zu vermarkten. Hier gibt es die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sich eventuell zu verzahnen, sich vielleicht auf gemeinsame Vermarktungslinien einzulassen.

Darauf zielt auch der am Nachmittag sich anschließende Workshop zur Vermarktung regionaler Produkte im Naturpark Märkische Schweiz ab. Um die Naturparkverwaltung, die die Strategie zur Vermarktung von Erzeugnissen aus dem Gebiet seit Jahren zäh verfolgt, haben sich dabei längst kompetente Partner geschart, die Regionalprodukten und deren Erzeugern auf die Sprünge helfen wollen.

Die IHK Ostbrandenburg, das Amt Märkische Schweiz, die STIC Wirtschaftsfördergesellschaft MOL, Europa-Universität Viadrina und Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) richten gemeinsam mit der Naturparkverwaltung diesen mittlerweile 7. Workshop aus.

Jene Veranstaltungsform ist quasi die große Klammer für bisher durchgeführte Stammtische zur Regionalvermarktung bei verschiedenen Erzeugern. Ergänzt wurden diese Aktionen der Naturparkverwaltung durch die Regionalregale – bestückt mit Regionalprodukten, aufgestellt an unterschiedlichen Plätzen.

„Regional“, der Name ist Programm. Daher stellen am Nachmittag des 18. Februar mit Stefan Pröse („Altes Forsthaus“ Waldsieversdorf) und Egbert Müller (Hasenholz) auch zwei regionale Unternehmer ihren Betrieb vor. Was Erzeuger tun müssen, um als lokales Produkt im Supermarkt-Regal zu landen, darüber spricht der Abteilungsleiter Edeka-Regionaleinkauf Berlin-Brandenburg-Sachsen-Anhalt. Die Wirksamkeit einer „Marke als Kraft der Herkunft und Identität“ wird ein Kommunikationsfachmann erläutern.

Am Ende bringt eine Podiumsdiskussion mit den Referenten sowie Vertretern von STIC-Wirtschaftsförderung und Tourismusverband Seenland Oder-Spree die Erkenntnisse des Tages zusammen. „Die Grüne Woche hat auch erstmal klein angefangen“, fasst Ina Deters die Hoffnung auf gute Resonanz in Worte.

Kontakt: STIC WFG, Tel. 03341 335213 od. c.schuett@stic.de

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