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Die Kunst des eigenen Blicks

Im Gespräch: Iren Böhme (l.) mit Besucherin Sabine Frost („Winterzeichen“ läuft bis 30. März)
Im Gespräch: Iren Böhme (l.) mit Besucherin Sabine Frost („Winterzeichen“ läuft bis 30. März) © Foto: MOZ/ Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 12.02.2019, 06:00 Uhr
Buckow (MOZ) Das Wetter, Bach-Musik auf dem Cello, im Zitat eines persischen Dichters poetisch verdichtete Landschaft und die Fotos von Iren Böhme unter dem Titel „Winterzeichen“ – es hätte am Sonnabend bei der Vernissage zur ersten Ausstellung des Jahres in der Galerie Zum Alten Warmbad nicht besser zueinander passen können.

Auch wenn sich gegenwärtig kein Schnee über Wälder und Fluren breitet, Seen nicht in Eis erstarrt sind, winterlich zurückhaltend zeigt sich die Natur dennoch. Diese eher sparsamen Eindrücke, nicht auf den ersten Blick zu erhaschen, rückt die Kamera der Berliner Architektin ganz bewusst in den Fokus.

Viele entstanden in der Märkischen Schweiz, in deren Natur und Ruhe sich die gebürtige Dresdenerin immer wieder mal für einen Tag zurückzieht: nach Dahmsdorf, Münchehofe, an den Stobber, die Klobichseen ... Wo sie die Kraft der Stille auf sich wirken lässt, die Kunst des eigenen Blicks entwickelt, abseits von Hype und Modetrends.

In vier Gruppen gliederte sie Laudatorin Carola Thielecke, die mit Iren Böhme in der Künstlergruppe „Die blaue Ampel“ wirkt:  Fotos, die klare und fast grafische Strukturen zeigen, Winterzeichen, die sich in Pflanzen und Bäumen verbergen, das geheime Leben des Eises und der Übergang zum Frühling, wo sich unmerklich Grün in die sonst oft nur von zwei, drei Farben lebenden Motive schiebt.

Dann flirrt Julia Gotthards Bogen über die Saiten, als wenn ein Schwarm Spatzen aus dem Gesträuch schwirrt – Vorahnung des Frühlings und dann bricht er aus, in der Spanischen Fantasie.

An die 40 Menschen nehmen sich dann Zeit, vor den „Winterzeichen“ zu verweilen. „Hättest du das fotografiert?“, wird vereinzelt gestaunt. Und immer wieder ist zu hören: Danke für die schönen Fotos.(rj)

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