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Wirtschaftsförderung stellt Untersuchung zur Digitalisierung vor / Einladung ins Labor an der TH Wildau

Wirtschaftsförderung
Wenn Logistiker frühstücken

Fachgespräch: Susanne Bock von der Transferstelle der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Jan Seitz aus dem Logistiklabor der TH Wildau trafen im Gemeindesaal zusammen.
Fachgespräch: Susanne Bock von der Transferstelle der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Jan Seitz aus dem Logistiklabor der TH Wildau trafen im Gemeindesaal zusammen. © Foto: Margrit Meier/MOZ
Margrit Meier / 14.03.2019, 06:00 Uhr
Hoppegarten (MOZ) 38 Unternehmer aus der Logistikbranche folgten Mittwochvormittag der Frühstücks-Einladung der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg (WFBB) in den Gemeindesaal. Projektmanagerin Anja Walter stellte Ergebnisse einer Befragung von 132 Betrieben aus der Logistik und Verkehr mit mehr als 2800 Beschäftigten in Berlin/Brandenburg vor. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Digitalisierung, deren Anwendung, Auswirkung und Zukunft in diesen Branchen. 114 Betriebe, die befragt wurden, zählen zu Kleinst- und Kleinunternehmen. Dabei stellte sich heraus, dass viele Unternehmen gar nicht vernetzt sind. Andere gaben an, sich damit beschäftigen zu müssen, um neue Märkte zu erschließen. "Das ist ein guter Ansatz. Denn es geht nicht vorrangig darum, Arbeitsplätze einzusparen, sondern neue Wege zu gehen", betonte Anja Walter. Als Problem, warum digitale Lösungen noch nicht genutzt werden, stellte sich heraus, dass die Angebote oft nicht dem entsprechen, was die Unternehmen brauchen. Anja Walter hat untersucht, wie viele Arbeitsplätze bis 2025 aufgrund der Digitalisierung verloren gehen. Das sind, hochgerechnet, 2000. 27 000 Menschen werden ihren Job verlieren, heißt es in der Prognose. 25 000 Arbeitsplätze werden zeitgleich komplett neu geschaffen. Ein Umdenken, ein Umlernen vieler Arbeitnehmer seien die Folge. "Die Digitalisierung hält die Beschäftigung konstanter", konstatierte sie. Bezogen auf die Beschäftigten in der Logistikbranche werden bei 62 000 Beschäftigten 167 Arbeitsplätze wegfallen.

Jan Seitz von der TH Wildau stellte das dort installierte Logistik-Labor vor, in dem 250 Studierende sehr praxisnah lernen, was sie später anwenden sollen. "Wir arbeiten mit vielen Firmen zusammen und haben das Glück, kostenneutrale Dauerleihgaben zu bekommen, die wir im Labor testen können. Die reichen von Drohnen über Transportsysteme bis zu Datenbrillen und Scannerhandschuhen. Ich lade jeden herzlich ein, uns zu besuchen. Wir haben auch einen Schauraum, wo wir all das vorführen können", sagte er.

Steffen Liebau von der Stic Wirtschaftsförderungsgesellschaft Strausberg eröffnete den Teilnehmern dann den Blick auf geförderte Unternehmensberatung, auch, um sich für die digitalisierte Zukunft fit machen zu lassen.

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