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Hellpfühlepark
Treffpunkt für alle Altersgruppen

Konzeption: So stellt sich das Berliner Büro planung.freiraum nach der geplanten Umgestaltung die Schwerpunkte im Neuenhagener Hellpfühlepark vor.
Konzeption: So stellt sich das Berliner Büro planung.freiraum nach der geplanten Umgestaltung die Schwerpunkte im Neuenhagener Hellpfühlepark vor. © Foto: Büro planung.freiraum
Uwe Spranger / 16.04.2019, 07:00 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Im Auftrag der Gemeinde hat das Berliner Büro planung.freiraum ein Konzept zur Aufwertung der gut zwei Hektar großen Fläche zwischen Rudolf-Breitscheid-Allee, Hohe Allee und Dahlwitzer Straße erarbeitet. Man wolle in diesem "sehr schönen Landschaftsteil" den Bedarf möglichst vieler unterschiedlicher Menschen abdecken und einen sozialen Treffpunkt befördern, ohne Zielen von Natur- und Umweltschutz entgegenzustehen, erläuterte Planerin Barbara Willecke im Ausschuss.

Der Spielplatz bleibe erhalten, und bei jetzt vorgesehenen Veränderungen im Gelände werde darauf geachtet, dass nicht Erweiterungsmöglichkeiten für die Zukunft verbaut werden. Vorgesehen seien zudem ein Aktivbereich rund um den großen Teich mit Fitnessgeräten auch für Ältere zur Gesundheitsförderung sowie Bereiche zum Ausruhen mit Bänken, Stühlen und Tischen – ausgerichtet auf die Altersgruppe 45 plus. Die Planerin verwies insbesondere auf eine Calisthenics-Anlage auf der Lichtung südlich der Brücke zwischen den Teichen, die Sportbegeisterten die Möglichkeit biete, im Park zu trainieren und sich auszuprobieren. Speziell in dem Bereich werde ein Großteil der umgebenden Vegetation und Strauchschicht entfernt. So werde der Ort einladender, von mehreren Seiten einsehbar und so das Sicherheitsgefühl gestärkt. Überdies sollen freie Sichtachsen den Blick auf Gewässer und markante Bäume ermöglichen.

Was das Grün betrifft, sollen Teile der Wiesen im Sinne von Neuenhagen summt z. B. als Waldwiesen ausgebildet werden, die nur einmal im Jahr zu mähen sind. In Absprache mit den örtlichen Naturschützern sind zudem einige Faulbäume vorgesehen, um dem Zitronenfalter Lebensraum zu bieten, Obstbäume als reichhaltiges Nahrungsangebot auch für Vögel. Andere Pflanzen dienen als Schmetterlings- und Bienenweide.

Sämlinge sich stark ausbreitender Arten wie Ahorn oder Robinie sollen bei der Umgestaltung entfernt, bei Neupflanzungen ausschließlich heimische Gehölze und Stauden verwendet werden. In sensible Bereiche wie etwa die Nachtigallenbiotope werde nur eingegriffen, soweit nötig. Dort werde mit passenden Pflanzen verdichtet. Zur Ansiedlung von Eulen und Käuzen sind Weißtannen vorgesehen. Und Nistkästen. Ebenso für Fledermäuse.

Ein Hauptanliegen ist es, die Grünfläche durch eine Wegesanierung auch bei schlechterem Wetter begehbar zu machen. Kieswege würden mit einer neuen wassergebundenen Deckschicht versehen, die  auch die Versickerung von Niederschlagswasser gewährleistet. Die wenigen neu anzulegenden Flächen und Wege würden ebenfalls mit solcher Decke versehen. Nur die stärker frequentierten Eingangs- und Kreuzungsbereiche werden hingegen mit versickerungsfähigem Pflaster befestigt. Die Qualität der beiden Teiche werde indes in diesem Projekt nicht angepackt. Das wäre ein Thema für die Zukunft, erklärte sie.

Was die Kosten angeht, wird mit rund 150 000 Euro gerechnet. Hartmut Kretschmer, Chef der Ortsgruppe des Naturschutzbundes, bot an, dass der Nabu Pflanzung und Pflege von Solitärbäumen übernimmt. So könnten einige tausend Euro gespart werden. Zweifel wurden am Sinn der Fitnessgeräte laut. Die Planerin betonte jedoch, damit habe man nicht nur in Berlin, sondern auch in Kleinstädten wie Angermünde gute Erfahrungen gemacht. Dies gelte auch in Bezug auf Vandalismus. "Wenn für alle Gruppen gesorgt ist, wird wenig kaputtgemacht."

Ziel der Planer ist es, die Ausschreibung zum Jahresende vorzunehmen, um gute Preise zu erreichen. Gebaut werden soll dann 2020.

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