Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kommunalwahl
Bebauungspläne auf Eis

Wahlplakate an der Wriezener Straße in Strausberg: Nicht nur etablierte Parteien haben plakatiert. Auch besonders viele neue Wählergruppen und Vereinigungen werben um Wählerstimmen. Naturschutz spielt bei allen eine Rolle.
Wahlplakate an der Wriezener Straße in Strausberg: Nicht nur etablierte Parteien haben plakatiert. Auch besonders viele neue Wählergruppen und Vereinigungen werben um Wählerstimmen. Naturschutz spielt bei allen eine Rolle. © Foto: Gerd Markert
Jens Sell / 15.05.2019, 06:30 Uhr
Strausberg (MOZ) Bauen auf der grünen Wiese oder innerstädtische Verdichtung? Oder doch einfach beides mit Augenmaß, um Strausberg für Neubürger zu einem attraktiven Wohnstandort zu machen?

An diesen Fragestellungen schieden sich in der bisherigen Stadtverordnetenversammlung so sehr die Geister, dass zwei Bebauungspläne für zwei Jahre auf Eis gelegt wurden: Der Bebauungsplan für das Areal des ehemaligen Johanneshofs an der Rehfelder Straße und der B-Plan Am Wäldchen Süd nordwestlich davon Richtung Garzauer Chaussee.

Bürgerinitiative fand Mehrheit

Nach der frühzeitigen Bürgerbeteiligung vor fast genau zwei Jahren hat sich die Bürgerinitiative Naturraum Strausberg-Ost gebildet. Sie hat nach hartnäckigen Protesten und intensiven Gesprächen mit Kommunalpolitikern in der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit für die Entscheidung gefunden, sich in dieser Frage nicht zu entscheiden, sondern dies den Nachfolgern zu überlassen. Das von der Bürgerinitiative angestrebte fünfjährige Moratorium dieser Bebauungsplanverfahren wurde allerdings auf zwei Jahre verkürzt.

Im Februar 2018 beschloss die Stadtverordnetenversammlung auf Initiative von Linken- und CDU-Fraktion das auf Vorschlag von Bürgermeisterin Elke Stadeler auf zwei Jahre begrenzte Moratorium. Wenn sich also Mitte des Jahres die neu gewählte Stadtverordnetenversammlung konstituiert und gefunden hat, kann sie das Thema für das neue Jahr auf die Agenda setzen.

Einige Rahmenbedingungen werden sich bis dahin verändert haben. Die Forderungen, die die Einreicher wie Andreas Fuchs (CDU) und Ronny Kühn (Die Linke) damals stellten, haben bereits Früchte getragen: Es gibt zahlreiche Bauvorhaben, die Bestandsgebäude der Stadt ergänzen und innerstädtische Brachen für Wohnungsneubau nutzen werden. Eines der Größten mit geplanten 152 neuen Wohneinheiten wird auf der Konversionsfläche des früheren Versorgungslagers von der Elisabethstraße Richtung Süden entlang der Hegermühlenstraße geplant. Kurz vor der Fertigstellung stehen aber auch Mehrfamilienhäuser in der Fritz-Reuter-Straße. Nahe dem S-Bahnhof Strausberg-Stadt planen österreichische Investoren ein Mehrfamilienhaus. Markon-Bau hat schon seine Pläne für das "Wohnen am Sonnenpark" an der Garzauer Chaussee vorgestellt, die freilich hinsichtlich des zweiten Bauabschnittes ebenfalls auf Widerstand von bewegten Bürgern stoßen. Mietwohnungsbau betreiben ebenfalls die Großvermieter wie die Genossenschaft Neues Wohnen Am Försterweg. Die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau plant vier Häuser in der Gustav-Kurtze-Promenade, die Straus­berger Wohnungsbaugesellschaft hat einen Neubau unweit davon fertig und denkt laut über den Wohnungsbau an ihrem bisherigen Sitz nach.

Wohnhäuser oder Gymnasium?

Für die neuen Stadtverordneten wird ein weiterer Bebauungsplan abzuwägen sein: Wohnbebauung an der Wriezener Straße. Dort hat der Landkreis Interesse für den Neubau eines Gymnasiums angemeldet. Und es steht noch ein Bebauungsplan für alternative Wohnformen an der Garzauer Straße (ehemals Fernmeldeamt) auf der To-Do-Liste.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG