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Schulentwicklung
Nun Landstraße statt Vogelsdorf

Als Schulstandort vom Tisch: Das Gelände am Sportplatz in Vogelsdorf
Als Schulstandort vom Tisch: Das Gelände am Sportplatz in Vogelsdorf © Foto: Gerd Markert
Uwe Spranger / 16.05.2019, 06:00 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Eigentlich hätten bei der Sondersitzung der Gemeindevertretung Fredersdorf-Vogelsdorf zur Schulproblematik am Dienstagabend fünf Vorlagen mit zum Teil unterschiedlichen Varianten behandelt werden sollen. Drei zog Bürgermeister Thomas Krieger allerdings zurück, denn inzwischen waren diese von aktuellen Entwicklungen überholt worden. So hatte der Landkreis in der vorigen Woche deutlich gemacht, dass die Untere Naturschutzbehörde die von der Gemeinde vorgesehene Ausgleichsfläche bei Königs Wusterhausen für das am Sportplatz in Vogelsdorf von einem Oberschulneubau betroffene Trockenrasenbiotop nicht genehmigen wird. Das gab es in dieser Woche auch schriftlich.

Folglich muss die Gemeinde nun auf den für diesen Fall mit beschlossenen Alternativstandort Landstraße umschwenken.  "Die Gefahr, an der wir jetzt gescheitert sind, hat in der Dramatik keiner vorausgesehen", gestand Krieger, der allerdings selbst schon vor etwa einem Jahr wegen sich abzeichnender Risiken die Landstraße ins Spiel gebracht hatte. Die Mehrheit der Gemeindevertretung hatte jedoch bislang an Vogelsdorf festgehalten, um diesen Ortsteil zu stärken.

Nun gleich in der Sondersitzung eine neue Beschlussvorlage für die Landstraße zu behandeln, ging aufgrund der Fristen für Einladung und Versand der Unterlagen nicht mehr. Das soll aber heute im Hauptausschuss, am 21. Mai in den Fachausschüssen und am 23. Mai zur regulären Sitzung der Gemeindevertretung passieren.

Optionen für Planung bestätigt

Versuche von Linken und SPD, den mit mehr als 20 Millionen Euro veranschlagten Oberschulneubau zu stoppen und stattdessen die Grundschulstandorte auszubauen, um die für diese Altersgruppe erforderlichen zusätzlichen Plätze im Ort zu schaffen – das ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde –, schlugen fehl. Krieger wies darauf hin, dass Untersuchungen der Verwaltung ergeben hätten, dass die Oberschulneubauvarianten für die Kommune die wirtschaftlichste Option wären.

Die Kritiker bezweifeln dies. Und sehen durch die Investition die Finanzierung anderer Projekte gefährdet. Kathrin Werner (Linke) warb deshalb dafür, die verbliebenen Vorlagen an die Verwaltung zurückzuweisen. Dies wurde mit 7:14 Stimmen abgelehnt. Daraufhin zog auch Volker Heiermann (SPD) sein Ansinnen zurück, statt "übereilter Beschlüsse" kurz vor der Wahl noch einmal zu klären, welche Variante "rechtssicher und finanzierbar" sei und zu einem runden Tisch einzuladen.

Mit noch deutlicheren Mehrheiten wurden im Anschluss von der Verwaltung vorgelegte Optionen für die weitere Planung am Standort Landstraße bestätigt. So will man Vorkehrungen treffen lassen, um gegebenenfalls später eine gymnasiale Oberstufe nachrüsten zu können, Gemeinschaftsflächen im Gebäude zugunsten  größerer Klassenräume (64 statt 60 Quadratmeter) verkleinern, die Sporthalle ohne Tribünen bauen und nicht als Versammlungsstätte vorsehen sowie von niedrigeren Empfehlungen des Landes abweichen und 370 Fahrrad- und 90 Autostellplätze schaffen. In Vogelsdorf soll die jetzige "Mattenhalle" erst einmal stehen bleiben und nach Fertigstellung der neuen Sporthalle durch einen Neubau ersetzt werden.

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