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Kontaktsozialarbeiter
Als Anwälte unterwegs

Offene Ohren für alle Seiten: Wolfgang Zeiser und René Schladensky (rechts) sind als Kontaktsozialarbeiter in Neuenhagen unterwegs.
Offene Ohren für alle Seiten: Wolfgang Zeiser und René Schladensky (rechts) sind als Kontaktsozialarbeiter in Neuenhagen unterwegs. © Foto: Margrit Meier/MOZ
Margrit Meier / 16.05.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 16.05.2019, 11:55
Neuenhagen (MOZ) Als Kontaktsozialarbeiter sind Wolfgang Zeiser und René Schladensky seit März in Neuenhagen unterwegs. Am Mittwoch eröffneten sie offiziell ihr Büro im Rosa-Luxemburg-Damm 1. Im Bürogebäude gleich am Eingang zu diesem Gewerbegebiet und in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof haben sie sich in Raum 206 eingerichtet. Allerdings sind sie da seltener anzutreffen, sondern viel mehr im Freien unterwegs. Denn der 65-jährige dreifache Großvater und der 42-jährige zweifache Vater verstehen sich als Anwälte der Jugendlichen.

Jenen jungen Leuten, die den Neuenhagenern seit einiger Zeit das Leben schwer machen. Pöbeln, urinieren in die Vorgärten, laute Musik, respektloses Verhalten – all das und noch viel mehr haben die Anwohner rund um S-Bahnhof und Platz der Republik auf die Barrikaden getrieben. Und die Verwaltung letztlich veranlasst, mit Hilfe von Security und einer engen Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsamt für mehr Ruhe zu sorgen. Als es im vorigen Jahr um noch mehr Geld für noch mehr Security ging, waren sich die Gemeindevertreter allerdings einig, dass das nicht die Lösung sein kann.

Besser wäre, mit den Agierenden ins Gespräch zu kommen und mit ihnen gemeinsam Lösungen zu finden. Orte, wo sie sich ungestört treffen können, aber auch benehmen, um im Gegenzug den Neuenhagenern das Leben nicht weiter so zu vergällen. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Träger für die Jugendsozialarbeit zu finden und fand ihn in der Jugendwerkstatt Hönow.

Ein Anwohner der Thälmannstraße, der zur Büroeröffnung gekommen war, sagte, dass er große Hoffnung in die Arbeit der beiden Männer steckt. Gern will er die Nachricht verbreiten, dass Zeiser und Schladensky auch als Schnittstellle zwischen Bewohnern und der Verwaltung dienen. Dafür gibt es auch das Büro. Für Gespräche, für Gruppenarbeit.

Zeiser hat 22 Jahre in Berlin als Streetworker gearbeitet, bringt also jede Menge Erfahrung mit und gibt sein Wissen an René Schladensky weiter. Beide sind hoch motiviert, haben erste Kontakte geknüpft und sind dabei, mit den Jugendlichen über das Aufstellen eines Bauwagens samt Sitzplätzen nachzudenken. Da, wo sie niemanden stören und ungestört sind.

Kontakttel: 03342 5029200

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