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Strausberger restaurieren Exponat für Eisenhüttenstädter Museum.

Museum
Feuerwehrtrabant kann wieder rollen

Symbolbild
Symbolbild © Foto: dpa
Jens Sell / 20.05.2019, 20:41 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Neuzeller Feuerwehrkameraden können beim nächsten Umzug historische Technik vorführen. Mit dabei:  Ein Trabant 601 S Kombi in Knallrot, mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Dach, der seit 1984 ihr Einsatzleitfahrzeug war. Als die Kameraden Anfang der 1990er-Jahre einen Audi für diese Aufgabe bekamen, wurde er stillgelegt und seit drei Jahren stand er im Lager des Eisenhüttenstädter Feuerwehrmuseums.

Am Freitagmorgen konnte sich Museumschef Jürgen Preuß wieder hinters Lenkrad schwingen. Der Trabimotor tuckerte, sogar das Martinshorn kreischte etwas heiser auf. Sechs Kursteilnehmer der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GBA) auf dem Strausberger Flugplatz haben seit Februar unter Anleitung des Gusower Kfz-Meisters und Gutachters Burkhard Haake das Feuerwehr-Fossil wieder fahrbereit und straßentauglich gemacht.

"Er muss eine interessante Geschichte haben", sagte Haake bei der Übergabe, "denn die Karosserie stammt aus den 1970er-Jahren." Für die Beschäftigungsmaßnahme des Jobcenters hat GBA-Niederlassungsleiterin Sabrina Schütz alte Kontakte zum Feuerwehrmuseum wiederbelebt. Denn ihr Vorvorgänger Wolfgang Schulz hatte seinerzeit schon die Restaurierung eines Moskvich und eines leichten Löschfahrzeugs K-27 "Granit" mit Ein-Euro-Jobbern eingefädelt. So kamen Kfz-Meister Haake und Museumschef Preuß nach vielen Jahren wieder am Flugplatz Strausberg zusammen und vereinbarten schon die nächsten Aktionen: "Ich hab da noch zwei Wartburg 353 zu stehen", sagte Preuß ...

Für die Teilnehmer der Maßnahme bedeutete die Arbeit am Trabbi Lust und Last. "Ich war in Russland 18 Jahre Feuerwehrfahrer", erzählt Jevgenij Migaev, "für mich war das schön." Karsten Wolf aus Strausberg sagt, das Lackieren der Felgen bei aufgezogenen Reifen habe ihn gestresst: So ganz ohne Spritzer habe er es nicht hingekriegt. "Ich finde diesen sozialen Aspekt der Aktion ganz wichtig", sagt Jürgen Preuß. "Deswegen werden wir unbedingt diese Zusammenarbeit wieder intensivieren – zum Vorteil aller", versichert Sabrina Schütz.

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