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Spielplatz
Ein Altstadthaus am Wald

Gabriele Rataj / 27.05.2019, 06:30 Uhr
Rehfelde (MOZ) Kein ganzes "Zwergendorf mit Rutsche", dafür reichte das Geld nicht, aber ein kleines Spielhaus "Altstadt" vervollständigt seit Sonnabend den Spielplatz am Wäldchen in Rehfelde. Einen Tag vor dem großen Wahlmarathon ist damit der insgesamt dritte innerörtliche Spielplatz für unter Dreijährige in der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode quasi vollständig in Funktion gegangen.

Die Knirpse, die zur Übergabe mit Eltern, Großeltern und Geschwistern an die Blumenstraße gekommen waren, ließen sich nach dem kleinen offiziellen Akt nicht lange bitten und eroberten das hölzerne Konstrukt sogleich mit oder ohne Hilfe. Die einen hangelten sich an der kurzen Leiter hinauf, andere inspizierten im Untergeschoss Versteckmöglichkeiten und die etwas Älteren versuchten sich im Weitsprung von der schiefen Aufgangsebene.

Dank geht an alle Unterstützer

Mehr Spielplätze für unter Dreijährige, das habe zu den Zielen der Rehfelder Gemeindevertretung gehört, erinnerte Cerstin Kopprasch (Linke), zugleich Koordinatorin für die entsprechenden Aktivitäten von IG "Grüne Inseln" und AG Naturlehrpfad gemeinsam mit dem Förderverein zur kommunalen Entwicklung Rehfeldes (FKER). Nach wiederholten Anfragen junger Eltern war angestrebt worden, innerhalb der Wahlperiode noch drei bis vier Spielplätze für jene Altersklasse zu etablieren.

Das sei gelungen, schätzte Bürgermeister Reiner Donath auf Nachfrage ein. Neben den inzwischen etablierten Spielplätzen in Rehfelde-Dorf und im Ortsteil Zinndorf gebe es jetzt in Herrensee, im Heinrich-Heine-Ring und nun auch dicht neben dem Naturlehrpfad einen solchen Spiel- und Treffpunkt für Kinder und Eltern. "Nur durch uns selbst kann Rehfelde schöner werden", sagte er dankend in Richtung jener Ehrenamtlichen, die durch Ideen, Aktionen, Durchhaltevermögen und weitere mit Geld oder Muskelkraft dazu beigetragen hätten.

Auf Sponsoren und Firmen, die diesem Aufruf der AG Naturlehrpfad gefolgt waren, machte Hans-Jochen Schäfer vom FKER aufmerksam. Ein Schild am Giebel des Altstadthauses führt sie auf. Nicht zuletzt griffen die Gemeindearbeiter mit zu.

Cerstin Kopprasch kam auf sie alle zu sprechen, als sie aus der Geschichte des Spielplatzes am Wäldchen erzählte. 2017 wurde mit dem Ehrenamtsprojekt des Fördervereins zur kommunalen Entwicklung Rehfeldes und der Nestschaukel ein Ausgangspunkt gesetzt. Im vergangenen Jahr kamen drei Federtier-Wippen hinzu, die die Gemeinde finanzierte. 2019 nun auch das Spielhaus und Balancierbalken.

Letztere, entstanden aus einem gespendeten Mast vom Fernmeldebau Strausberg, gehörten zu den Wünschen aus der nahen Kita "Fuchsbau", von wo die Gruppen in der Woche gern ins Wäldchen, zu Naturlehrpfad und Spielplatz laufen. Es sei schön, dass bei alldem Wünsche und Ideen von Eltern und Kita mit eingeflossen sind, auch der Name Spielplatz am Naturlehrpfad sei von dort gekommen, sagte Christine Fehling vom Vorstand des Kita-Fördervereins der MOZ.

Helfer sind weiter gefragt

Viele Eltern hätten zwar Wünsche, sollten dafür aber auch anpacken, verschwieg sie ihre Auffassung nicht: "Von nix kommt nix." Sie ziehe den Hut vor Leuten wie Frau Kopprasch, die so viel Energie und Zeit darauf verwendeten. Eine Art Dank dafür könnte auch sein, beim nächsten Arbeitseinsatz am 15. Juni mitzumachen. "Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Eltern uns unterstützten", sagte Diana Klaue von der IG Grüne Inseln.

Dieser Rastplatz im Grünen gebe Jung und Alt Gelegenheit, sich auch außerhalb der eigenen Grundstücke zu treffen, fand Beate Opitz, mit Tochter und Enkelkind gekommen. Und Kita-Erzieherin Katrin Opitz ergänzte: "Jeder sollte seinen Blick darauf werfen, dass dieser tolle Platz auch so erhalten bleibt."

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