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Kindertag low oder Müncheberg – viele Große hatten für die Kleinen Feste zu ihrem Ehrentag am 1. Juni vorbereitet.

Ob in Bruchmühle, Batz
Basteln war allerorten angesagt

MOZ / 03.06.2019, 08:00 Uhr
Bruchmühle (MOZ) Zum ersten Mal wurde am Bürger- und Kreativhaus Bruchmühle Kindertag gefeiert. Und, die Veranstalter haben das mit dem kreativ sein ernst genommen. Denn sie hatten sich Bildhauer Wolfgang Stübner mit seinem rollenden Schnitzstudio eingeladen. "Ganz wichtig ist, dass die Hand nie vor dem Messer ist", mahnte der erfahrene Künstler seine jungen Gäste. Die übten sich darin, Katzen oder Pferde, Delphine oder Haie aus Lindenholz, Rohlinge waren vorbereitet, zu bearbeiten.

Eine willkommene Erfrischung boten Sandra Ponesky und Anke Graupner, die mit der Trinkwasserbar des WSE angerückt waren und wahlweise Wasser mit und ohne Sprudel kostenlos anboten. Für die Kinder gab es eine Bastelecke, die der Kita-Zwergenstübchen-Förderverein vorbereitet hatte. Feuerwehr-Jugendwart Alexander Winkler freute sich über Jungen und Mädchen, die auf der Hüpfburg Pause machten und sich dafür lieber im Feuerlöschen übten, während Beate Schulz und ihr Team vom Jugendtreff allerlei Spielgeräte für die Freiluftsaison bereitgestellt hatten. "Das macht hier richtig Spaß", sagte etwa Daniel aus Strausberg, der mit seiner Mutter eigens zum Schnitzen gekommen war.

Fest ist schon Tradition im Dorf

Künstlerisch-kreativ ging es zum großen Tag der Kleinen auch andernorts zu. In Batzlow konnten die Mädchen und Jungen beim schon seit vielen Jahren zur Tradition gewordenen Kinder- und Dorffest nicht nur mit dem Minibagger hantieren, mit Kremser und Mini-Quad fahren oder sich im Fall der Jüngsten auf der Hüpfburg austoben. Sondern sehr gefragt war auch das Bemalen von T-Shirts, wo alsbald farbenfrohe Schmetterlinge oder muntere Pferde als Motiv in der strahlenden Sonne trockneten. Das Fest ist seit je eine Aktion, bei der sich die ganze Dorfgemeinschaft einbringt. Das schließt nicht nur die Kuchen backenden Frauen ein, sondern auch den Lichtblick-Verein mit seinem Bücher- und Trödelstand. Auf der Bühne im Zelt trat unter anderem der Rehfelder Carsten Paschwitz mit Akkordeon und bekannten Hits von Seemannsliedern bis "Griechischer Wein" auf.

Das Kinderfest, das zeitgleich am Sonnabendnachmittag auch ins Müncheberger "Thälmanns" lockte, war mit seinem großen Zulauf der Beweis dafür, welcher Beliebtheit sich dieser Ort vielfältiger Begegnung und Betätigung in der sonst oft durch sichtbaren Leerstand geprägten Innenstadt nach einem Jahr erfreut. "Veronica Remmele und Gunvor Hellweg-Larsen als Honorarkräfte sind lediglich das Orga-Team, alles andere läuft ehrenamtlich", machte Projektleiterin Carolin Schönwald noch einmal deutlich. Sie und ihr Kollege Felix Brückmann sind derweil mit Rückkehrer-Beratungen, Netzwerkarbeit und dergleichen ausgelastet. Die Förderung für das "Thälmanns" insgesamt läuft zwei Jahre, dankbar ist das kleine Team auch über ergänzende finanzielle Unterstützung der Sparkasse sowie der Lokalen Agenda 21, wie Carolin Schönwald hervorhob. In Einblick, Rückblick und Ausblick hatte sie ihre kleine Zwischenbilanz untergliedert. "Manchmal sind es vier Angebote in der Woche, manchmal vier im Monat. Das hängt immer sehr von der Bereitschaft und den Interessen der einzelnen Leute ab." In jedem Fall leiste das "Thälmanns" mit seinen einzelnen Angeboten für Kinder, Jugend und Erwachsene gleichermaßen einen wichtigen Beitrag in Sachen Gemeinwesenarbeit. Eines der Erfolgsbeispiele ist auch das zu wesentlichen Teilen bei den regelmäßigen Freitagsproben im Objekt entstandene Theaterstück "Rechthaberisch" zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung, das nun auch noch mal nach Rehfelde und Kaiserbergfest sozusagen an seiner "Geburtsstätte" zu erleben war. "Schön, das mal gesehen zu haben", freute sich Elisa Carow. Sie und andere Hobbymusiker treffen sich mit der Irish-Folk-Gruppe immer freitags nach dem jungen Theaterteam.

Elisa Carow, die auch mit einer Kinderbuchauswahl aus ihrem Verlag präsent war, ist glücklich über die Musikerrunde, die neben einem harten Kern immer wieder leicht wechselt, temporär Leute von Berlin bis Neuhardenberg anzieht. Und auch Stadtverordnete Marga von Tankeren würdigt das "Thälmanns" begeistert als eine "Bereicherung für das Stadtleben".

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