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Reiner Donath ist raus. Der amtierende Bürgermeister verzichtet auf erneute Kandidatur. Trotzdem geht es am 16. zur Wahl.

Stichwahl
Nach dem Rückzug auf ein Neues

Zur Stichwahl dürfen nochmal Kreuze gesetzt werden.
Zur Stichwahl dürfen nochmal Kreuze gesetzt werden. © Foto: Gerd Markert
Gabriele Rataj / 04.06.2019, 06:45 Uhr
Rehfelde (MOZ) Nach der Verzichtserklärung des weiterhin noch amtierenden ehrenamtlichen Bürgermeisters Reiner Donath zur Stichwahl ist der FÜR-Kandidat auf das Bürgermeisteramt Patrick Gumpricht keineswegs automatisch gewählt. Das Wahlgesetz hat darauf im Paragrafen 72 Absatz 3 die richtige Antwort: "Nimmt nur ein Bewerber an der Wahl teil oder wird nur ein Bewerber für die Wahl zugelassen oder verzichtet einer der nach Absatz 2 Satz 2 und 3 zugelassenen Bewerber auf die Teilnahme an der Stichwahl, so findet die Wahl oder die Stichwahl mit dem verbliebenen Bewerber statt ..."

Dieser benötigt, um als gewählt zu gelten, einen Stimmenanteil von mindestens 15 Prozent der wahlberechtigten Bürger Rehfeldes. Bezogen auf die 4303 Wahlberechtigten in Rehfelde müssten daher mindestens 646 Bürger ihre Stimme abgeben. Außerdem müssten mehr als die Hälfte dieser ihr Kreuzchen bei Ja gesetzt haben. Denn die Wahlzettel sehen am 16. Juni dann nur einen Namen vor, den von Patrick Gumpricht, sowie darunter das kreisrunde Leerfeld für Ja oder Nein.

Erhalte der Bewerber nicht die erforderliche Mehrheit, dann wähle die neue Gemeindevertretung den Bürgermeister aus ihrer Mitte, vervollständigt Wahlleiter Dirk Siebenmorgen und setzt hinzu: "Wer am 16. Juni den Bürgermeister von Rehfelde wählen will, der kann das auch ohne Wahlbenachrichtigungskarte tun. Er braucht nur den Personalausweis dabei zu haben."

Mitbewerber äußern Bedauern

Reiner Donaths anfänglicher Mitbewerber Patrick Gumpricht, der für die Wählervereinigung FÜR Rehfelde, Werder, Zinndorf angetreten ist, hatte am Wahlsonntag 46,68 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt, während der Amtierende 39,08 Prozent erhalten hatte.

Gumpricht kommentierte auf MOZ-Nachfrage Donaths Rückzug mit den Worten, er finde es schade, dass dieser sich nun ganz aus der kommunalen Arbeit zurückziehe. Man habe zusammengearbeitet, sich akzeptiert und respektiert, schätzt er ein und dankt für einen fairen Wahlkampf. Rudolf Heller (CDU), drittplatzierter Bewerber ums Bürgermeisteramt, äußerte ebenfalls deutliches Bedauern über Reiner Donaths Ausscheiden, mit dem er persönlich sehr gut zusammenarbeitete.

Carsten Kopprasch, Fraktionsvorsitzender der Linken in der letzten GVV und wieder gewählt, äußert Verständnis für die freie Entscheidung Donaths. Politisch könne er sie nachvollziehen, diesen Abgang aber habe Donath  nach elf Jahren Bürgermeister mit bis zu 60 Wochenstunden im Ehrenamt nicht verdient.

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