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Die langjährige Vorsitzende des Seniorenbeirates Rüdersdorf gibt Staffelstab in jüngere Hände ab.

Ehrenamt
Antje Kircheis geht in den Ruhestand

Immer fröhlich, immer ganz vorn dabei: Antje Kircheis, mittlerweile 81 Jahre alt, hat 20 Jahre den Seniorenbeirat Rüdersdorf geleitet und gibt den Staffelstab nun in jüngere Hände ab.
Immer fröhlich, immer ganz vorn dabei: Antje Kircheis, mittlerweile 81 Jahre alt, hat 20 Jahre den Seniorenbeirat Rüdersdorf geleitet und gibt den Staffelstab nun in jüngere Hände ab. © Foto: Gerd Markert
Uwe Spranger / 12.06.2019, 06:00 Uhr
Rüdersdorf (MOZ) Fast 20 Jahre hat Antje Kircheis an der Spitze des Gremiums gestanden. Als Neu-Rentnerin hat sie Anfang 1998 im Beirat begonnen und wurde gut anderthalb Jahre später Nachfolgerin von Peter Gutsche. Bei der nun bevorstehenden Seniorenwoche werden sie und drei weitere Mitstreiter verabschiedet. "Ich habe es angekündigt, aber es hat niemand geglaubt", erinnert sie sich. Mit über 80 gehe halt manches nicht mehr, begründet sie. Zum Neujahrsempfang der Gemeinde hatte sie ihren Rückzug ganz offiziell angekündigt. Mittlerweile weiß sie, dass es genügend Kandidaten gibt, dass die neue Gemeindevertretung wieder einen Seniorenbeirat berufen kann.

Auf der Baustelle zu Hause

Untrennbar mit ihrem Namen verbunden ist die Wohnanlage in der Schulstraße 28, die sie auch als "Herzensangelegenheit" bezeichnet. Begleitet hat sie das Vorhaben schon vor Baustart. Eine Umfrage unter Interessierten vorab hatte Wünsche zutage gefördert, die letztlich umgesetzt wurden. Sie verweist zum Beispiel darauf, dass es keine Flure in den Wohnungen gibt, weil die Treppenhäuser geheizt sind. "Einen Fehler konnten wir nicht korrigieren: Vier Wohnungen sind ohne Balkon." Die ehemalige Lehrerin wohnt selbst im untersten Geschoss. Unweit vom Gemeinschaftsraum, in dem es eine Reihe von Begegnungsangeboten gibt. Sportgruppen funktionierten bestens, auch das Erzählcafé. "Da kommt jeder zu Wort, da gehen die Schleusen auf", berichtet die gebürtige Thüringerin. Das sei nicht nur gut gegen die große Gefahr der Vereinsamung im Alter, sondern biete auch ein bisschen Kontrolle", macht Antje Kircheis klar. Zu den Erfolgen der Arbeit ihres Gremiums zählt sie auch, dass Barrierefreiheit im Rathaus geschaffen wurde, die Seniorentreffpunkte im Ort erhalten wurden und inzwischen fast flächendeckend im Ort Gehwegabsenkungen erfolgt sind. "Wir haben hartnäckig daran erinnert und inzwischen den Ruf, dass wir uns durchsetzen." Hilfreich waren die mehrmals jährlich stattfindenden Bürgermeistergespräche. Immer wurde versucht, eine Lösung zu finden. "Das hat gut geklappt. Dadurch gab es bei uns nicht solche Probleme wie anderswo, wo sie sich zanken. Wichtig ist, miteinander zu reden und dass etwas dabei rauskommt."

Zudem hebt die 81-Jährige die gute Zusammenarbeit mit Ortsvorstehern und Vereinen, Feuerwehren, DLRG oder den Fußballern aus Herzfelde hervor. Die hätten unterstützt, als es 2018 Probleme mit dem Kulturhaus gab. Da fand das große Seniorenfest der Gemeinde in der Hennickendorfer Schule statt. "Es war `ne wunderbare Feier", erinnert sie sich. Und wenn sie auf "Querköppe" traf, sei ihr ihr "dickes Fell" zugute gekommen.

Eintrag ins Goldene Buch

Ihre Arbeit für die Belange der älteren Bürger wurde mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde und mit dem "Veltener Teller" vom Landesseniorenbeirat gewürdigt. Um die Fortsetzung ist ihr nicht bange. Es wird funktionieren. "Ich mache auch noch `ne Weile mit", versichert die scheidende Seniorenbeiratschefin. Schließlich gebe es "Dinge, die kann man nicht auf Papier schreiben".

Seniorenwoche

Die Seniorenwoche stellt nach wie vor einen Höhepunkt der Seniorenarbeit im laufenden Jahr dar. Sie dient in diesem Jahr dem Ziel, mit den Generationen und den Politikern ins Gespräch zu kommen, den Erfahrungsaustausch zu fördern, die Forderungen und das Erreichte öffentlich zu machen, Sport zu treiben und in geselliger Runde der Lebensfreude auch im Alter Ausdruck zu geben. Ehrenamtliche Arbeit ist eine gute Tradition im Land Brandenburg. Die Schirmherrschaft in diesem Jahr übernimmt Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Folgende Veranstaltungen, zu denen jedermann herzlich willkommen ist, werden durch den Seniorenbeirat Rüdersdorf organisiert und finden im Rahmen der26. Brandenburgischen Seniorenwoche statt:

25. Juni: Erfahrungsaustausch der Seniorenverbände und Heimatvereine ab 14 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Rüdersdorf, Hans-Striegelski-Straße 7.

27. Juni: Seniorengymnastikwerkstatt von 14 bis 17 Uhr im  Kulturhaus Rüdersdorf, Kalkberger Platz 31.

28. Juni: Rathausgespräch, die neu gewählten Gemeindevertreter stellen sich ab 18.30 Uhr im Gemeinde-zentrum Herzfelde, Möllenstraße 12, vor.

30. Juni: Seniorenfest im Kulturhaus, Kalkberger Platz 31, von 15 bis 19 Uhr. Für Musik sorgt DJ Jacke und Mechthilde vom Kalkofen für so manches Schmunzeln. Der neue Seniorenbeirat stellt sich vor und verdienstvolle ehrenamtlich tätige Senioren werden ausgezeichnet.⇥red

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