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Eindrucksvolle Graffiti-Bilder zeigt der Buckower Dominique Schwarz derzeit in Münchebergs Stadtpfarrkirche.

Neue Ausstellung
Welt der Farben an Feldsteinwänden

Mit lebendem Modell: Künstler Dominique Schwarz und Magda Przybulska, die in diesem Werk verewigt ist
Mit lebendem Modell: Künstler Dominique Schwarz und Magda Przybulska, die in diesem Werk verewigt ist © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 13.06.2019, 07:30 Uhr
Müncheberg (MOZ) Es ist ein schöner Kontrast, der zum Sinnieren einlädt. Im Hintergrund die natürlichen, eher gedeckten Grau- und Brauntöne sowie kantigen Ränder des Feldsteinmauerwerks der uralten Wände im Kirchenschiff von Sankt Marien. Davor, in Augenhöhe der Besucher aufgehängt, die Bilder des Künstlers in ihren leuchtenden, manchmal beinahe provozierend grell wirkenden Farben. Gesichter, manchmal auch nur halb oder ausschnittsweise, in jedem Fall aber runde, geschwungene Formen.

"Verloren in Farbe" ist der Titel dieser Schau, schon etwa die 120. Ausstellung in St. Marien, wie Juliane Grützmacher, die Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft, anmerkte. Jede ist ganz anders, und auch diese setzt wieder besondere Akzente. Denn üblicherweise arbeitet Dominique Schwarz, in Müncheberg aufgewachsen und jetzt in Buckow wohnend, eher draußen und direkt auf großen Wänden. Viele Auftragsarbeiten zieren die umliegenden Orte. Der Eingangsbereich von Schloss Wulkow bei Trebnitz, in Müncheberg bei der TSU, ein Taj-Mahal-Motiv beim indischen Restaurant am Markt in Buckow. Derzeit, erzählte er im Gespräch mit Ausstellungsgästen, läuft ein Projekt zur Gestaltung von Bushaltestellen in der Stadt, auch in Abstimmung mit dem Heimatgeschichtsverein. Aber auch bis Berlin und sogar Tel Aviv ist er mit seiner Kunst der Sparte Street Art vertreten.

Eine Ausbildung zum Grafikdesigner hat er einst absolviert, sagt Juliane Grützmacher in ihrer Vorstellung des Mannes, der – für Graffitikünstler eher selten – zur Ausstellung nun extra auf Leinwand gearbeitet hat. Bilder gezielt für diese Schau, auch mit einem speziellen Farbkonzept, eine Reihe besonders mit Hellblau und Rosa. Oder, in den Namen der modernen Digitalwelt, Cyan und Magenta. Das die Leinwände zum Haltbarmachen noch mit Lack überzogen wurden, ist ebenfalls ungewöhnlich.

Gern hätte Dominique Schwarz zur Vernissage live auf vier Leinwänden draußen samt Lichtprojektionen noch zusätzliche Bilder gestaltet. Diese spezielle Attraktion zum Ausstellungsauftakt musste wetterbedingt ausfallen, unmittelbar zuvor war eine Regenfront über die Region gezogen. Vielleicht lasse sich das ja noch nachholen.

"Verloren in Farbe" läuft noch bis zum 31. August.

Schlagwörter

Feldsteinwand Juliane Grützmacher Feldsteinmauerwerk Dominique Schwarz Stadtpfarrkirche

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