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Viel Applaus haben Ekaterina Tugarinova an der Flöte und Maria Mokhova an der Strausberger Sauer-Orgel für ihr Konzert "Ein Sommernachtstraum" verdient.

Orgelsommer
Mitreißendes Konzert in der Strausberger Marienkirche

3. Konzert des 5. Strausberger Orgelsommers in der Marienkirche Strausberg: Maria Mokhova (Orgel) und Ekaterina Tugarinova (Flöte) (v. l.)
3. Konzert des 5. Strausberger Orgelsommers in der Marienkirche Strausberg: Maria Mokhova (Orgel) und Ekaterina Tugarinova (Flöte) (v. l.) © Foto: MOZ/Jens Sell
Jens Sell / 30.06.2019, 18:29 Uhr - Aktualisiert 30.06.2019, 20:41
Strausberg (MOZ) Klangliche Vielfalt und instrumentale Harmonie prägten das dritte Konzert des Strausberger Orgelsommers am Sonntagnachmittag in der Marienkirche.

Den beiden aus Russland stammenden Virtuosinnen Jekaterina Tugarinova an der Flöte und Maria Mokhova an der Strausberger Sauer-Orgel gelang dabei ein mitreißendes Konzert, das herausragende Komponisten mehrerer Epochen bis zur Moderne unter der Dachmarke "Ein Sommernachtstraum" versammelte. Da durften die Ouvertüre und das Scherzo aus "Ein Sommernachtstraum" von Felix Mendelssohn Bartholdy freilich nicht fehlen. Die erste als Introduktion ließ die Klangvielfalt der Orgel als Soloinstrument aufscheinen, das Scherzo war für Orgel und Flöte bearbeitet und bot den reinen Hörgenuss. Einige getragene Stücke wie Mozarts Andante Op. 86 und Vivaldis "La Notte" wurden von den lebhaften "Stimmen der Nacht" Karg-Ehlerts modern konterkariert und zeigten die Sauer-Orgel auf der Höhe ihrer Aufgaben. Tugarinovas Flötensolo "Syrinx" von Claude Debussy, vorgetragen mit großer Sensibilität und Schmelz, ließ die Gedanken schweifen. Ein Höhepunkt des Konzerts zweifellos Gaston Litaizes "Prélude et danse Fugueé": Ein Ohrenschmaus in der Vielfalt der Klangfarben, man meinte eine Tuba zu hören und viele andere Bläser, staccatohafte Dissonanzen in mitreißendem Rhythmus – die ganze Potenz der Sauer-Orgel bravourös herausgeholt. Zum Schlussein melancholisches Largo aus dem e-moll-Flötenkonzert von Mercadante mit Orgelergänzung und schließlich das Rondo russo, Balsam für die Ohren. Ohne Zugabe ließ man die jungen Virtuosinnen nicht gehen.

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