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Im Kulturhaus ist die heiße Vorbereitungsphase zur neuen Aufführung angelaufen. Am 19. Juli ist Premiere im Museumspark.

Sommer-Operette
Probenstart für "Frau Luna"

Uwe Spranger / 07.07.2019, 09:00 Uhr
Rüdersdorf (MOZ) Ruhe bitte!" ruft die Pianistin in den Saal und startet mit der Musik. Oben auf der Bühne ertönt Gesang, vollführen die Darsteller ihre vorgeschriebenen Bewegungen. "Dann kommt der Dialog", erklärt Regisseur Stephan Wapenhans den nächsten Schritt, als der erste Probelauf durch ist. Und nimmt kleine Korrekturen vor. Sehr unaufgeregt. "Wollen wir nicht mal das versuchen ...", heißt es bei ihm statt barscher Töne. Nur mit Gesten muss er sich etwas zurückhalten, denn er trägt den rechten Arm in einer Schlinge, ist verletzt. Polka kann er trotzdem zeigen, für alle, die zuvor nichts damit anfangen konnten.

Senioren spielen Hofstaat

Zum Beispiel Sheida Damghani. Die Iranerin sei erst in dieser Woche besetzt worden, erzählt Jan Jach, der sich vor allem um das Organisatorische kümmert. Sie habe lange in Zürich gearbeitet und sei erst kürzlich nach Berlin gezogen, so dass man sie  als Stella gewinnen konnte. "Es gibt ja in der Operette Rollen für Komiker, aber auch für Leute, die richtig singen können", sagt er.

Seit dieser Woche laufen die gemeinsamen Proben des (fast) gesamten Ensembles. Christian Miebach, er gibt den Steppke Fritz, hat noch Urlaub, und auch die Mädchen aus der Pelle-Company, einem Musicalkurs für Jugendliche aus der Region, sind noch nicht komplett. Die Senioren, die den Hofstaat bilden, hingegen schon. Mit dabei ist auch wieder Regina Thoss, die schon in einigen Inszenierungen des Rüdersdorfer Operettensommers mitgewirkt hat. An ihrer Seite unter anderem Alexander G. Schäfer als Mondminister Theophil. Er schlüpft wie andere noch in eine zweite Rolle. "Die beiden kennen sich schon seit DDR-Zeiten, da kommt so etwas wie Familienstimmung auf", berichtet Jach. Das Ensemble vervollständigen  Lucy Krienke, Svenja Gabler, Irina Behrendt, Katrin Fiegler, Alessandro Macri,  Knuth Eichhorn, Tanja Ahrenberg sowie Wapenhans selbst sowie das Orchester unter der musikalischen Leitung von Stephanie Bremerich-Jouvenal.

Die Handlung der Operette nach einem Libretto von H. Bolten-Baeckers mit Musik von Paul Lincke in Arrangements von Thomas Heyn spielt in Berlin. Venus, Mars und die Götter der Gestirne geben sich bei rauschenden Festen ein Stelldichein, Prinz Sternschnuppe liebt Frau Luna, doch diese interessiert sich nur für Steppke. Theophil erkennt in Frau Pusebach einen seiner amourösen Fehltritte auf der Erde und Pannecke, mit dem sie eigentlich verbunden ist, bändelt mit Frau Venus an. Nach einigen Turbulenzen findet jeder Topf seinen Deckel und die Erdbewohner reisen zurück in der Erkenntnis, dass es auf dem Mond auch nicht anders zugeht als zu Hause, so der kurze Abriss. Zu hören sind Ohrwürmer wie "Das ist die Berliner Luft", "Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe" und andere. Und der Jungbrunnen, in den zwischenzeitlich die Mondelfen steigen, ist außerhalb der Aufführung auch für die Gäste da.

"Stephan wollte schon immer Frau Luna machen", erzählt Jach. Nach Csardasfürstin, Weißem Rössl, Fledermaus und anderen habe man  an Frau Luna gehen können, weil die Rechte inzwischen frei seien. Das habe nicht nur monetäre Wirkung, sondern nun seien die "sanften Veränderungen" möglich, die das Team vornimmt. "Da kann keiner kommen und sagen, das dürft ihr nicht", erklärt Jach.

Mehr Schattenplätze

Gespielt wird am Wasser unterhalb der Heinitzstraße 11, und zwar vom 19. bis 21. sowie 25. bis 28. Juli, jeweils um 16 Uhr. Aufgrund der Bauarbeiten an der Uferwiese wurde die Bühne etwas gedreht. Positiver Nebeneffekt, falls die Sonne zu stark lacht: Es liegen schon zum Spielstart viel mehr Plätze im Schatten. Für Zuschauer mit Mobilitätsproblemen verspricht Jach einen speziellen "Shuttleservice".

Karten kosten im Vorverkauf zwischen 32 und 42 Euro (Gruppen 29 bis 38; Kinder und Jugendliche von 6–16 Jahren 17 Euro). "Die Frühbucher sind durch, jetzt läuft der normale Verkauf an", sagt Jach. Etwa die Hälfte des Verkaufsziels sei schon erreicht.

Karten an allen Vorverkaufsstellen,  bei Reservix.de sowie an der Kasse am Museumspark, Tel. 033638 799797; Versand: KulturBüro24, Tel. 033638 489926

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