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Der Flugplatz lädt am 1. August bei seinem Projekttag "Fliegen" zu Rundflügen mit dem A 320 über Brandenburg ein.

Luftfahrt
A320 über Neuhardenberg

Cornelia Link-Adam / 12.07.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 18.07.2019, 08:25
Neuhardenberg (MOZ) Da kommt was Großes auf Neuhardenberg zu: Unter dem Motto "Projekttag Fliegen" bietet der Flugplatz am 1. August von 9 bis 16 Uhr erstmals in der Region Berlin/Brandenburg einen Tag voller Informationen rund um die Fliegerei und die Arbeitsmöglichkeiten in der Luftfahrtbranche an. Als Highlight gibt es Brandenburg-Rundflüge mit einem Airbus A 320 der Airline Sundair.

Der Airportbetreiber, das Flugplatz-Museum, der Heimatverein, Sport- und Berufspiloten, aber auch Behörden und Institutionen werden Einblicke geben für alle, die sich für Luftfahrt interessieren oder gar später mal einen Beruf darin ausüben wollen. Die Firma Securitas Aviation zeigt, wie die Sicherheit von Passagieren, aber auch direkt an einem Flughafen, gewährleistet wird.

Passagiertransport-Premiere

Als Höhepunkt des Tages fliegt  die Sundair mit einem Airbus A320 erstmalig den Flugplatz an. Ein Novum für den Airport in dänischer Privathand. "Zu Zeiten der Bundeswehr gab es in den 90er-Jahren Beamten-Shuttles. Selbst eine Boing 737 landete und 1997 hat die Germania hier das Platztraining für Piloten absolviert. Aber einen Passagier-Transport gab’s noch nicht", sagt Flugbetriebsleiter Volker Dabow.

Somit haben die Besucher erstmals die Gelegenheit, für 45 Minuten einen Rundflug mit der in Stralsund beheimateten Airline – die sonst Urlauber in den Mittelmeerraum und auf die Kanaren fliegt – über Brandenburg zu erleben. "Dieses Angebot ist eine Premiere in der 85-jährigen Geschichte des Flugplatzes Neuhardenberg", betont Bevollmächtigter Uwe Hädicke.

Ab 9 Uhr können die Besitzer der Flugtickets direkt am großen Hangar parken. Das Vorfeld beinhaltet auch eine Versorgungsstrecke. Im großen Hangar wird über die Luftfahrt informiert und befindet sich der Sicherheitsbereich. Der erste Start des A320 ist für 11 Uhr geplant. Maximal drei Rundflüge seien möglich, so Dabow. "Unser Angebot für Jung und Alt ist sicher auch zum Ende der Ferien ein schönes Highlight für die Neuhardenberger, die gesamte Region und deren Gäste. Die Flughöhe von etwa 2000 Metern verspricht beste Eindrücke, das Land aus einer anderen Perspektive neu zu entdecken", sieht es Bevollmächtigter Hädicke. Interessierte ohne Flugticket können das Schauspiel nur hinter dem Zaun oder vom Flugplatzmuseum aus verfolgen. Ist der A320 am Nachmittag wieder weg, wird auch für sie das Areal geöffnet.

Ernster Hintergrund

"Letztlich wollen wir natürlich mit diesem Tag auch für den Flugplatz Neuhardenberg und seine flugaffine Nutzung werben", so der Flugplatz-Bevollmächtigter. "Das satellitengestützte An- und Abflugverfahren wird dringend benötigt. Wir versprechen wir uns durch den Aufmerksamkeitsgewinn eine noch breitere Unterstützung in der Politik und endlich positive Entscheidungen sowohl beim Bund als auch beim Land Brandenburg für Neuhardenberg. Damit könnten wir unseren Flugplatz endlich für die Reparatur und Wartung von Flugzeugen, für das Parken, aber auch für Charterangebote gewerblich nutzen." Der Flugplatz gehe ein hohes wirtschaftliches Risiko ein. Es gehe nicht einfach um ein Event und darum, mal ein paar Tonnen Kerosin zu verteilen, sondern um eine Botschaft an die Politik, betont Hädicke. "Wir wollen zeigen, was hier möglich ist."

Tickets – ab 79 Euro/Person –  und Details www.projekttag-fliegen.de, Karten auch  Mo - Fr, 8 bis 16 Uhr im Neuhardenberger Flugplatz-Verwaltungsgebäude (Oderbruchstraße 24a), ab Dienstag im Top-Reisebüro Seelow.

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