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Mit dem Pflanzen des siebten Alleebaums feiert das Projekt Young Companies die 700. erfolgreich begleitete Gründung.

Förderprojekt
Young Companies feiern 700. Gründung

Klimafreundliche Tradition: Stic-Geschäftsführer Andreas Jonas, Friederike Haase vom MAFGS, Bürgermeisterin Elke Stadeler, die Volkshaus-Neubetreiber Christian Förster und Oliver Haller, Claudia Rosenstengel (Young Companies) und Landrat Gernot Schmidt (v. l.)
Klimafreundliche Tradition: Stic-Geschäftsführer Andreas Jonas, Friederike Haase vom MAFGS, Bürgermeisterin Elke Stadeler, die Volkshaus-Neubetreiber Christian Förster und Oliver Haller, Claudia Rosenstengel (Young Companies) und Landrat Gernot Schmidt (v. l.) © Foto: Gerd Markert
Jens Sell / 23.08.2019, 20:30 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Gründerallee des Projektes Young Companies in der Stic Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland ist jetzt einseitig vollständig: Am Freitag wurde der siebente Spitzahorn auf dem Stic-Gelände gepflanzt, er steht für die 700. begleitete Gründung.

Dass auch die andere Seite dereinst vollständig mit den Bäumen aus der Fredersdorfer Baumschule Scheerer bestückt werde, wünschten sich alle Redner, unter anderem auch die Abteilungsleiterin des Landesarbeitsministeriums, Friederike Haase: "Wir haben noch Geld gefunden, um das Young-Companies-Projekt bis 2021 weiter zu finanzieren. Wie es danach mit den Fördermitteln aus dem Europäischen Sozialfonds weitergeht, kann ich noch nicht sagen." Haase lobte die große Experimentierfreude der Stic-Wirtschaftsförderer und die gegenseitige Begeisterung. Sie strahlten mit ihren Gründerwerkstätten in ganz Ostbrandenburg aus.

Ein Baum je 100 Gründungen

Da der 700. Gründer, Foodtruck-"Nudl-Kiste"-Betreiber Jens Glodek aus Buckow, aus familiären Gründen kurzfristig absagen musste, standen Oliver Haller (26) und Christian Förster (33) für die 699. von Young Companies begleitete Gründung bereit. Das Catering zur Jubiläumsveranstaltung – Young Companies ist gerade 15 Jahre alt geworden – besorgte am Freitag Florian Deja, der mobile Schrippen-Dealer. In den 15 Jahren hat Young Companies rund 1300 gründungswilligen jungen Leuten zur Seite gestanden, 700 haben sie nun bis zur Gründung geführt. 25 000 Coachingstunden leisteten die Mitarbeiter, eine Million Euro Fördermittel sind in das Projekt geflossen. "Und 70 Prozent von unseren Gründern sind noch am Markt", beantwortete Projektleiterin Claudia Rosenstengel gleich die Frage, die jedem dazu als Erste einfällt.

Landrat Gernot Schmidt (SPD) sagte, die regionale Wertschöpfungskette funktioniere nur, wenn Menschen vor Ort selbstständig seien und selbst für sich entscheiden, das helfe auch in Verwaltungen und in der Begleitung der Gründer. Vernünftig mit Mitarbeitern umzugehen, sei für Firmeninhaber wichtig, sonst scheiterten sie. Für SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Lieske sind die Investitionsbank des Landes, aber auch die Sparkasse Märkisch-Oderland in der Verantwortung, jungen Gründern finanzielle Rahmenbedingungen für einen Start in die eigene Existenz zu schaffen.

Der Kaffee, den die Gäste an den Stehtischen tranken, kam von der Strausberger "Kaffeepause" in der Bahnhofstraße. Gründer Andreas Dietrich durchlief ebenfalls Young Companies. Dass für jede hundertste Gründung ein Baum gepflanzt wird, ist auch eine klimafreundliche Tradition.

So läuft die Young-Companies-Förderung

Gründungswillige Jugendliche bis 30 Jahre können sich online bewerben (www.young-companies.de). Sie werden dann in eine der vier Gründungswerkstätten (Strausberg, Frankfurt, Eberswalde/Bernau und Letschin) eingeladen. Ihre persönliche Eignung für eine Gründung und die Tragfähigkeit ihrer Geschäftsidee werden geprüft, der Markt analysiert. Sie erhalten einen persönlichen Coach. ⇥js

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