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Strausbergs Stadtverordnete debattieren über Ausschussnamen und benennen Beiratsmitglieder. Für den Agendabeirat gibt es aber wenig Interesse.

Lokalpolitik
Seniorenbeirat gut besetzt, Agendabeirat leer

Jens Sell / 10.09.2019, 07:00 Uhr
Strausberg (MOZ) Der neue Seniorenbeirat der Stadt Strausberg ist in der zweiten Sitzung der Stadtverordneten berufen worden. Als Mitglieder sind für die Verdi-Ortsseniorengruppe Frank Aethner und Karl-Heinz Schulz, für die Volkssolidarität und UfWPro Strausberg Peter Knoblich, als Leiter des Stephanus-Seniorenzentrums Dietrich Bonhoeffer Enrico Barsch, für den Hohensteiner Dorfverein Barbara Parge, für den Deutschen Bundeswehrverband Holger Thielemann, von der Linken-Fraktion Angelika Wieland, vom SPD-Ortsverein Wolfgang Türke sowie Volker Pestel als Einzelperson benannt worden. Am 21. Oktober soll der Seniorenbeirat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen und von Bürgermeisterin Elke Stadeler über die aktuellen Entwicklungen und Probleme in der Stadt ins Bild gesetzt werden. Der bisherige Vorsitzende Wolfgang Türke stünde für den Vorsitz erneut zur Verfügung, sagte er auf Nachfrage dieser Zeitung. Er informierte außerdem darüber, dass der neue Leiter der ProCurand-Seniorenresidenz, Dominik Binder, sowie die Leiterin des Awo-Seniorenzent­rums Mühlenberg, Viola Thürmann, und Ramona Stock von der Awo noch hinzustoßen werden.

Der Seniorenbeirat ist damit im Vergleich zu anderen Beiräten sehr gut besetzt. Für die Belange der Behinderten werden noch Interessenvertreter gesucht. Aber vor allem für den Agendabeirat hat sich noch kaum jemand gefunden. Nur Volker Pestel verkündete auf der Sitzung der Stadtverordneten, dass er dort mitarbeiten wolle. Der bisherige Vorsitzende Hans-Dieter Nagel hatte sich aus Altersgründen zurückgezogen, auch das langjährige Mitglied Friedrich Pietsch möchte Platz für Jüngere machen. Doch bedauerte Stadtverordnetenvorsteher Steffen Schuster in der Sitzung sehr, dass er mangels Interessenten keinen neuen Agendabeirat berufen könne.

Agenda 2030 als Grundlage

Das beratende Gremium für die Belange der Nachhaltigkeit in der Strausberger Kommunalpolitik stützt sich in seiner Arbeit auf das im November 2017 zum Beschluss erhobene Grundsatzdokument Agenda 2030 und hat einen Sitz und Mitsprache-, wenn auch nicht Mitentscheidungsrecht in allen Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung. Zu allen relevanten Beschlüssen kann der Agendabeirat seine Stellungnahme abgeben. In den vergangenen Monaten hat der bisherige stellvertretende Vorsitzende Gerold Fierment (79) vom Verein Brandenburg 21 die Mitwirkungsmöglichkeiten wahrgenommen.

Die Stadtverordneten befassten sich in ihrer zweiten Sitzung auch ausführlich mit Umweltfragen: Sie diskutierten, ob der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr angesichts der Tatsache, dass es den neuen Ausschuss für Klima und Umwelt gibt, noch das Wort Umwelt im Namen führen sollte. Der Bündnisgrünen-Stadtverordnete Matthias Michel konnte sich mit diesem Antrag nicht durchsetzen. Bauausschussvorsitzender Bernd Sachse (Die Linke) betonte: Bauen, Umwelt und Verkehr bilden eine Einheit.

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