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Wasserverband Strausberg-Erkner sieht sich weiter im Recht

09.05.2019 In der Filterhalle des Wasserwerk Spitzmühle in Strausberg.
Instandhalter Peer Jahn bei einer Probeentnahme an der Steuereinheit eines Filterkessels
09.05.2019 In der Filterhalle des Wasserwerk Spitzmühle in Strausberg. Instandhalter Peer Jahn bei einer Probeentnahme an der Steuereinheit eines Filterkessels © Foto: Gerd Markert
Martin Stralau / 21.10.2019, 06:15 Uhr
Strausberg (MOZ) "Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) geht nach wie vor davon aus, dass seine Handlungen rechtmäßig waren." Das teilte WSE-Sprecherin Sandra Ponesky auf MOZ-Anfrage als Reaktion auf die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag mit, in der eine Reihe von Maßnahmen gegen den WSE beschlossen wurden. So soll Bürgermeisterin Elke Stadeler Strafanzeige stellen und Akteneinsicht in das Bußgeldverfahren gegen den WSE bei der oberen Wasserbehörde beantragen. Diese hatte ein Bußgeld gegen den Verband verhängt, weil er 2017 und 2018 in Spitzmühle mehr Grundwasser als genehmigt gefördert hatte.

"Zum laufenden Bußgeldverfahren wird der WSE sich inhaltlich nicht äußern", erklärte Sandra Ponesky. Man teile aber die vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Fuchs geäußerte Auffassung, dass der Verbraucher die Verantwortung für die Wassernutzung trage. "Unsere originäre Aufgabe ist es, das unverzichtbare Gut Trinkwasser im Rahmen der Daseinsvorsorge nach Güte und Menge zur Verfügung zu stellen, so wie unsere Kunden es verlangen. Diese geforderten Mengen liefert der WSE, wie es sein Gründungszweck vorschreibt", sagte sie. Die natürliche Ressource Wasser sei "ein eigentumsloses Gut", es entstehe demnach kein Eigentumsrecht allein aus dem Förderort. Die Verwaltung der Wasserrechte und deren permanente Überwachung obliege dem Land und erfolge durch die obere Wasserbehörde.

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