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Fußball
Blau-Weiß schlägt mit dem 1. FC Frankfurt einen Favoriten der Fußball-Brandenburgliga

Zahlreiche Zweikämpfe: So setzte sich Florian Gerber (links) gegen den Frankfurter Maik Frühauf durch.
Zahlreiche Zweikämpfe: So setzte sich Florian Gerber (links) gegen den Frankfurter Maik Frühauf durch. © Foto: Edgar Nemschok
Jörg Jankowsky / 06.11.2019, 06:00 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Es ist vollbracht, wurde Zeit und war angekündigt. Die Brandenburgliga-Fußballer von Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf haben erstmals gegen den 1. FC Frankfurt ein Punktspiel gewonnen. Mit diesem Dreier verdrängten die Doppeldörfler die Oderstädter von Tabellenplatz zwei.

Angespornt von den aktuellen Wochenend-Ergebnissen, 3:0 gewann die Zweite und gar 10:1 die Ü35, wollte auch die erste  Mannschaft der Blau-Weißen unbedingt einen Sieg feiern. "Wir hatten uns fest vorgenommen, auch mal gegen Frankfurt erfolgreich zu sein", sagte Cheftrainer Roman Sedlak. "Wohl wissend, dass es sehr schwer wird." Er sollte Recht behalten. Es wurde ein schweres Stück Arbeit für sein Team.

In den ersten 25 Spielminuten sahen die Fußballfans auf beiden Seiten vorerst keine großen Tormöglichkeiten. Gegenseitiges Beschnuppern war angesagt. Eine kleine Unsicherheit von Torwart Florian Rudolph (6.), es war seine Einzige im gesamten Spiel, bescherte den Gästen einen von mehreren Eckbällen in der Anfangsphase. Doch nach und nach übernahm der Gastgeber die Initiative. Einen Denis Rolke-Schuss (11.) hielt Frankfurts Keeper Marvin Benno Lähne sicher. Anton Feiler (18.) und Melvin Gohlke (21.) stürmten wenig später noch zu unentschlossen durch den Frankfurter Strafraum. Da war bei dem Volleyschuss von Silvan Küter (25.) an den FC-Pfosten schon wesentlich mehr Musik drin.

Just mit dieser Schrecksekunde begannen die Blau-Weißen auf einmal famos zu kombinieren. Einen von diesen tollen Spielzügen vollendete Gohlke (30.) aus Nahdistanz zum 1:0. Steven Virhus hatte zuvor perfekt quer durch den Gäste-Strafraum aufgelegt. Vier Minuten später erzielte Kapitän Küter das 2:0 mit strammen Schuss ins entlegene Toreck. Bolte, Gohlke und Feiler spielten dabei die FC-Abwehr schwindelig. Für eine Vorentscheidung hätte schließlich Feiler (40.) selbst sorgen können, ja eigentlich müssen. Diesmal kam der ideale Pass von Küter, doch Feiler, völlig freistehend vor Lähne, hob den Ball dem FC-Keeper in die auffangbereiten Arme. Nach dem Spiel wurde er dann jedoch von Blau-Weiß-Präsident Gerd Lehmann getröstet. "Anton wollte nun endlich mit mir den lange angekündigten Zielwasser-Wodka trinken."

Zweite Halbzeit noch intensiver

Mit dem Wiederanpfiff wurde das Spiel der Frankfurter körperbetonter, sie gingen härter zur Sache, spielten jetzt aktiver und druckvoller. "Unsere beiden Tore in Halbzeit eins waren enorm wichtig, da ich wusste, dass Frankfurt hinten heraus noch einmal stärker wird", sagte Sedlak. Allein fünf gelbe Karten innerhalb von sechs Minuten zückte Schiedsrichter Jonas Belke aus Cottbus in dieser Phase der Begegnung. Gäste-Trainer Jan Mutschler saß zu dieser Zeit schon mit Rot hinter der Bande.

Blau-Weiß lauerte logischerweise auf Konter, der Freiraum war jetzt auch da, aber kein Angriff des Gastgebers fand letztlich seine richtige Vollendung. Im Gegenteil, Bolte und Rudolph (51.) mussten erneut gemeinsam auf der Torlinie klären. Vor allem FC-Einwechsler Sandro Henning beschäftigte die souveräne Verteidigung der Blau-Weißen im zweiten Abschnitt ordentlich. So, als Gohlke (58.) leichtfertig vor dem eigenen Strafraum den Ball verlor. Oder als Niclas Weddemar (68.) in verheißungsvoller Position nur das Außennetz traf.

Heiße Schlussphase

Eng wurde es für die Doppeldörfler nach dem Anschluss-Treffer der Frankfurter, der sich irgendwie angekündigt hatte. Paul Karaszewski (81.) köpfte eine Flanke punktgenau ins lange Eck. Drei Auswechslungen des blau-weißen Trainer-Duos nahmen dann wichtige Zeit von der Uhr, so dass es, trotz einem torgefährlichen Kopfball von Weddemar (90.+3), beim umjubelten 2:1-Heimsieg blieb.

"Der Sieg war wichtig und hart umkämpft. Nach einer sehr guten ersten Halbzeit wussten wir natürlich, was uns in der Zweiten erwarten wird. Durch eine erneut starke Defensive haben wir das Spiel dann verdient gewonnen", sagte Kapitän Küter. "Ich habe in der zweiten Halbzeit auch nie an diesem Sieg gezweifelt, weil ich vollstes Vertrauen in meine Jungs habe. Ende haben wir uns mit Platz zwei belohnt. Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs!"

"Die Mannschaft hat letztlich mit kämpferischer Leidenschaft das Spiel gewonnen", betonte Cheftrainer Sedlak nach dem Abpfiff. "Ich weiß, unser Höhenflug ist nur eine Momentaufnahme. Aber immerhin haben wir nun schon 21 Punkte für den Klassenerhalt gesammelt."

SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf: Florian Rudolph – Martin Kohlmann, Roger Sobotta, Florian Gerber, Denis Rolke – Steven Virhus (90.+2 Labinot Rrafshi), Melvin Gohlke (86. Maximilian Lichtnow), Tim Bolte, Marvin Ghaddar (87. Maximilian Weber) – Anton Feiler (88. Maximilian Weber), Silvan Küter

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