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Am Heinitz-Gymnasium ist die neue Sporthalle in Betrieb gegangen.

Eröffnung
Ein Gewinn für die Schule und Rüdersdorf

Generalprobe: Bei einem kleinen Programm zur Inbetriebnahme der neuen Sporthalle zeigen Acht- und Neuntklässler des Rüdersdorfer Heinitz-Gymnasiums, was alles möglich ist. Neben den Spielfeldern sind einige Meter Platz für Zuschauer.
Generalprobe: Bei einem kleinen Programm zur Inbetriebnahme der neuen Sporthalle zeigen Acht- und Neuntklässler des Rüdersdorfer Heinitz-Gymnasiums, was alles möglich ist. Neben den Spielfeldern sind einige Meter Platz für Zuschauer. © Foto: Gerd Markert
Uwe Spranger / 08.11.2019, 19:00 Uhr
Rüdersdorf (MOZ) Fast 30 Jahre hat es gedauert, bis die Bildungseinrichtung in der Brückenstraße eine eigene Sporthalle bekommen hat. Bislang hatten sich das Gymnasium und die benachbarte Grund- und Oberschule eine Halle geteilt. Die reichte aber längst nicht mehr für die wachsenden Schülerzahlen in beiden Häusern, so dass eine neue her musste. Seit Schuljahresbeginn konnte das Gymnasium nur die Außenanlagen nutzen. "Das war zuletzt für Schüler und Lehrer ganz schön hart", bekannte eine Pädagogin.

So verwundert es nicht, dass Schulleiterin Gabriele Schölzel nach eigenen Worten vor Stolz platzte. "Wir sind unglaublich glücklich, ein Traum ist verwirklicht", sagte sie bei der Eröffnungsfeier am Freitagvormittag. Unkomfortable Stundenpläne mit Sport bis in den späten Nachmittag und anstrengende Absprachen, um den Unterricht in beiden Schulen gewährleisten zu können, gehörten nun der Vergangenheit an. Damit sei auch das Vermächtnis ihres Vorgängers erfüllt, der – selbst Sportlehrer – sich bereits vor fast 30 Jahren für die eigene Halle eingesetzt hatte. Sie würdigte die Ausbauentscheidung durch den Landkreis, denn  die Drei-Felder-Halle biete auch dann genügend Platz, wenn auf der anderen Seite des Gymnasiums der Erweiterungsbau fertig ist. Dort stehen inzwischen die ersten Wände für das Erdgeschoss. Sie hoffe, dass sich nun auch alle dafür einsetzen, dass alles lange sauber und gepflegt bleibe.

Bürgermeisterin Sabine Löser sprach von einem "Meilenstein" für Rüdersdorf und den Campus Brückenstraße und einem Maßstab für weitere Aufgaben. Denn nach dem Städtebaulichen Wettbewerb für das Wohngebiet Brückenstraße habe die Gemeinde noch einige Folgeaufgaben.

Landrat Gernot Schmidt sagte, mit Sporthalle und Erweiterungsbau werde der Standort in Rüdersdorf aufgewertet und nach der Fertigstellung einer der besten in Märkisch-Oderland und auch landesweit sein. Es sei ein besonderer Tag, wenn nach langer Diskussion um Schulstandorte wieder eine Etappe abgearbeitet sei. Und dies sei auch ein Gewinn für die Gemeinde. Denn die Halle kann auch von Vereinen genutzt werden. Bis 15.30 Uhr in der Regel und an einzelnen Tagen auch bis 17 Uhr findet Schulsport statt, danach gebe es Kapazitäten. Man wolle aber erst die Startphase abwarten. Anträge könnten schon gestellt werden, ab dem zweiten Schulhalbjahr stünden dann Zeiten zur Verfügung.

Im Kostenrahmen geblieben

Einen kleinen Vorgeschmack dessen, was möglich ist, demonstrierten Acht- und Neuntklässler bei einer kleinen Vorführung, untermalt von der Trommelgruppe: Handball, Basketball, Volleyball, Turnen, Rhönrad ...  Bei den schwierigen Übungen der jungen Damen mit dem Gerät gab es indes eine Schrecksekunde. Wie später aufgeklärt wurde, sei aber nichts Schlimmeres passiert.

Auch Planer Steffen Went hob die Funktionalität und hochwertige Ausstattung der Halle hervor. Und den außerordentlich geringen Energiebedarf, der sich im Betrieb günstig auswirken werde. LED-Licht sei heute Standard, aber bei normalem Wetter reiche auch das Tageslicht. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit Bauherr und Firmen. Allerdings gab es auch Probleme. Wie es hieß, sei beispielsweise kaum noch eine Firma zu finden, die die Schwingtore für die Geräteräume liefert. Für den Naturkautschukboden musste der Partner gewechselt werden. Und die Spielstandsanzeige fehlt noch wegen Lieferschwierigkeiten. Die Außenanlagen müssen ebenfalls noch hergerichtet werden. Das Rigolensystem für die Regeneinleitung wird gerade komplettiert. Bis zum Jahresende soll alles fertig sein.

Wie es hieß, ist das Projekt auch im Kostenrahmen geblieben. Am Ende wird der Landkreis rund fünf Millionen Euro investiert haben – ca. vier Millionen für das Gebäude und rund 800 000 Euro für die Ausstattung.

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