Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Eine Schülergruppe des Bundtstift-Gymnasiums Strausberg tüftelt an Konzepten für maximales Energiesparen am und im neuen Gebäude.

Kreativer Klimaschutz
Ein Sporthaus der Zukunft - effizient und nachhaltig

Kreativ für den Klimaschutz: Die Lehrer Daniel Rosenberg (r.) und Lutz Krannich (hinten) mit den Schülern Johannes Loose, Louisa Mohr, Sophie Petersen, Johann Nickel und Max Schütz im Rohbau der neuen Sporthalle, die durch viele Ideen optimiert werden soll.
Kreativ für den Klimaschutz: Die Lehrer Daniel Rosenberg (r.) und Lutz Krannich (hinten) mit den Schülern Johannes Loose, Louisa Mohr, Sophie Petersen, Johann Nickel und Max Schütz im Rohbau der neuen Sporthalle, die durch viele Ideen optimiert werden soll. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 09.11.2019, 07:00 Uhr
Strausberg Natürlich, sagt Projektleiter Daniel Rosenberg, Lehrkraft am Bundtstift-Gymnasium auf dem alten Gutshof, waren die Fridays-for-Future-Demos, an denen sich auch Schülerinnen und Schüler der Strausberger Einrichtung beteiligten, ein Anstoß. Eben weil es darum geht, nicht nur die Politik anzuspornen, in Sachen Klimaschutz und Energiesparen mehr zu tun. Auch jeder für sich sollte in seinem Umfeld  etwas beitragen. Das geht, selbst im schulischen Rahmen, wollen Louisa Mohr (17), Sophie Petersen (13), Johannes Loose (15), Max Schütz (14) und Johann Nickel (15) beweisen. Und zwar am Beispiel des gerade im Bau befindlichen neuen Sporthauses, das 2020 in Betrieb genommen werden soll. Das durch WAT-Lehrer Lutz Krannich komplettierte Team will noch bei den verbleibenden Konstruktionsarbeiten Verbesserungsideen einbringen, aber auch nachher den Energie- und Ressourcenverbrauch minimieren. "Sporthaus for Future" ist das Motto.

"Ein erstes Brainstorming haben wir schon gehabt, wo Ideen rund um Wasser, Heizung und Energiesparen allgemein gesammelt wurden", berichtet Sophie. Auch um eine bessere Isolierung des Gebäudes gehe es, ergänzt Louisa. Über einen zu installierenden Wärmetauscher, spricht Johannes einen weiteren schon auf der Liste stehenden Gedankengang an, könnten Wärmeverluste minimiert werden.

Denkmalschutz als Hürde

Dass sich aus unterschiedlichen Gründen nicht alles praktisch umsetzen lässt, was einem als Idee so in den Kopf kommt, gehört zu den Einsichten, die die Gruppe bereits gesammelt hat. So sei beispielsweise das Naheliegendste, nämlich das Installieren von Solarkollektoren auf dem Flachdach, aus Denkmalschutzgründen nicht möglich, wie die Schüler bedauern. "Auch Kleinwindräder fallen aus dem gleichen Grund aus", wie Sophie anmerkt. Entmutigen lässt sich von solchen teils behördlichen Einschränkungen aber niemand. Eher im Gegenteil. "Es setzt uns unter Druck, noch ein bisschen kreativer zu sein", sagt Sophie. Ähnlich sieht das Louisa: "Dann müssen wir uns eben Sachen ausdenken, die ein wenig verrückter oder schwieriger sind."

An Ideen mangelt es aber nicht. Einen Wasserspeicher auf dem Dach hat Max eingebracht, mit dem eingesammelten Regenwasser, überlagern sich ähnliche Überlegungen von Johann und Sophie, ließen sich beispielsweise die Toilettenspülungen betreiben. Zudem hat die Jüngste aus der Runde auch angeregt, die Wärme des beim Duschen verbrauchten Wassers in irgendeiner Weise im energetischen Kreislauf zu nutzen.

Planungsbüro zieht mit

Dankbar sind alle, dass das Ingenieurbüro IBS in Hoppegarten offen für die letzten Änderungsvorschläge in der Bauphase ist, obwohl die Planer manchmal auch verständlicherweise etwas genervt sein müssen. Zudem wird die Gruppe von Beginn an mit dem Schalterschrank zugange sein, in dem dann die Steuerungstechnik für das Gebäude untergebracht ist. Die entsprechenden Grundlagenkenntnisse bekommen die Schüler in nächster Zeit vermittelt. Gemeinsam wollen sie dann selbst einzuhaltende Messwerte festlegen, die über ständiges Auslesen kontrolliert werden können. Und manches sei ohnehin erst nach Inbetriebnahme genauer planbar, wenn man erste belastbare Kennzahlen zu Verbräuchen bei Wasser, Heizung und Beleuchtung habe, erklärt Daniel Rosenberg.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG