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Rudern
Als Höhepunkt ein Kompetenzzentrum eröffnet

Julia Hilpert / 09.01.2020, 05:45 Uhr
Rüdersdorf Beim Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge ist jetzt Winterpause. Es bietet sich nun die Zeit, auch einmal auf die vergangenen zwölf Monate zurückzuschauen.

Ziemlich genau vor einem Jahr fand die Women‘s Rowing Challenge statt. Dabei handelt es sich um einen bundesweiten Wettkampf, ausgerichtet durch den Deutschen Ruderverband. Er begann am 8. Januar und es wurden acht Minuten auf dem Ergo gerudert. Am 15. Januar galt es, 15 Minuten, am 22. Januar 22 und am 30. Januar 30 Minuten zu meistern. Der Verein, der am Ende die meisten Kilometer gerudert hat, hatte auch gewonnen. Im Jahr 2018 war der Sieger der RRVK. Trotz wachsender Konkurrenz haben es die Rüdersdorfer Frauen im Auftaktmonat des Jahres 2019 bis auf den dritten Platz geschafft. Insgesamt wurden mit 110 Frauen genau 1291,851 Kilometer gerudert.

Kompetenzzentrum eröffnet

Zu den Höhepunkten des Jahres gehörte die Eröffnung des Kompetenzzentrums "Rudern mit Behinderung" in Rüdersdorf. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung des Deutschen Ruderverbandes und der Ruderakademie in Ratzeburg. Damit ist der Rüdersdorfer Ruderverein bundesweit Anlaufpunkt, wenn es um Fragen zum Thema Behindertensport geht. Lutz Bühnert leitet das Kompetenzzentrum und berät Behindertensportler sowie Trainer und Betreuer in puncto Hilfsmittel, Umbauten der Boote sowie Technik, die benötigt wird. In Rüdersdorf soll zukünftig die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern vorangetrieben werden.

Tradition ist die Rüdersdorfer Frühjahrsregatta. Im Mai kamen Sportler aus 70 Vereinen an das Ufer des Rüdersdorfer Kalksees und 152 Rennen wurden ausgetragen. Die Teilnahme der Rüdersdorfer galt als durchwachsen erfolgreich. Unvergessen bleibt das Rennen der Sprint-Nachtachter, das die Rüdersdorfer Mixed-Mannschaft vor der Mannschaft aus Treptow gewinnen konnte.

Ebenfalls im Mai starteten Rüdersdorfer Ruderer bei der Müggelsee-Achterregatta. Gastgeber war der Berliner Ruderclub Ägir. Der Achter der Masters-Frauen hat dabei zum vierten Mal in Folge die Regatta in ihrer Bootsklasse B-Gig, dabei handelt es sich um die besonders schweren Holzboote, gewonnen. 30 Sekunden Vorsprung hatten sie im Ziel zur zweitplatzierten Mannschaft aus Neukölln. Die Frauen waren sogar so schnell, dass sie im gesamten Frauenachter-Feld, einschließlich der mitgewerteten leichteren und schnelleren C-Gigboote, den zweiten Platz einfahren konnten. Zur Mannschaft gehörten: Undine Hornung, Kerstin Groß, Annett Bühnert, Heike Ople, Sophia Hornung, Anna Kawalle, Sophie Skole, Julia Hilpert und Steuerfrau Kerstin Schmidt.

Reise nach Venedig

Am 9. Juni ging es nach Italien. Die Vogalonga ist eine Ruderveranstaltung, die in der Lagune von Venedig stattfindet. Hierbei dürfen alle Bootsklassen an den Strat gehen, die allein mit Muskelkraft bewegt werden. Der Kurs ist 30 Kilometer lang und führt entlang der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Über 2000 Boote und 7500 Teilnehmer haben daran teilgenommen: Die Rüdersdorfer kamen mit ihrem Kirchboot.

Vom 20. bis 21. Juli ging ein Teil des Rudervereins erneut auf Reisen. Ziel waren die Open International Coastal Rowing in Barcelona. Dabei handelt es sich um eine internationale Regatta vor der Küste Barcelonas, also auf dem offenen Meer. Der RRVK war mit einem Frauen- und einem Männerdoppelvierer vor Ort. Bei den Frauen (Undine Hornung, Kerstin Groß, Heike Opel, Annett Bühnert und Steuerfrau Kerstin Schmidt) gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Durch ein geschicktes Steuermanöver konnten die Rüdersdorferinnen den Sieg vor den Booten aus den Niederlanden und dem einheimischen Team aus Barcelona einfahren. Die Männer, in der Besetzung Eric Hartmann, Thomas Schmidt, Uwe Groß, Ingo Röll sowie Steuerfrau Kerstin Schmidt, mussten das Feld von hinten aufräumen. Sie konnten sich in der Schlussphase ebenfalls vor das Team aus Barcelona schieben und knapp gewinnen.

Nach der Gründung des Kompetenzzentrums für das Pararudern in Rüdersdorf gab es im Juli eine Auftaktveranstaltung, die auch bundesweit eine Fortsetzung finden soll. Das Seminar richtete sich speziell an Übungsleiter und Trainer. Lutz Bühnert referierte über Trainingstechniken, technische Möglichkeiten  und sprach über den Umgang mit Sportlern mit Behinderung. Insgesamt waren 26 Teilnehmer aus der gesamten Republik gekommen.

Sommerfest am Kalksee

Im August wurde gefeiert. Zum Sommerfest des RRVK kamen zahlreiche junge und alte Vereinsmitglieder. Gleichzeitig gab es eine Bootstaufe eines neuen Doppelzweiers für die Kinder, der von Secuinfra gesponsert wurde.

Bei der Para-WM im österreichischen Linz vom 25. August bis 1. September sorgte Leopold Reimann für Schlagzeilen. Er konnte das B-Finale in seiner Schadensklasse PR II gewinnen. Reimann will sich für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizieren. Im September wurden die World Rowing Masters in Budapest ausgetragen. Jürgen Eisner startete im Einer und bei zwei  Rennen wurde er jeweils Dritter.

Bei der offenen Landesmeisterschaft in Brandenburg konnte der RRVK vier Landesmeister bejubel: Sven Schäfers im Männer-Einer A (Leichtgewicht),  Emil Nowak und Lennox Szelong im Jungen-Doppelzweier (13 und 14 Jahre), Marion Kroll, Fabian Reuber und Steuermann Leon Kevin Kerschke im Handicap-Doppelzweier mit Steuermann sowie Jan Wittig und Susann Elker im Para-Mixed-Doppelzweier.

Groß gefeiert wurde im Dezember. Das neue Vereinsheim an der Seestraße ist fertig.

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