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Neujahrsempfang
Altlandsberg träumt von der U-Bahn

Uwe Spranger / 13.01.2020, 06:45 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Auf die Einladung von Prominenz habe man in diesem Jahr bewusst verzichtet, erklärte der frühere Ortsbeiratschef Ravindra Gujjula. Obwohl inzwischen durch Eva Strys (Linke) beerbt, hatte der SPD-Politiker mit seiner Frau Gabriele, der neuen Vizechefin des Gremiums, die Organisation übernommen, als das Thema im November zur Sprache kam. "Der Beirat will mit Bürgern ins Gespräch kommen", verdeutlichte Gujjula den Ansatz. Deshalb sei der Termin auch nicht mit Briefen oder Ähnlichem, sondern auf anderen Kanälen wie MOZ und Mund zu Mund bekanntgemacht worden.

Die Organisatoren hatten für die erst zweite Auflage abermals den Hort gewinnen können. Das Gelände eignet sich vorzüglich für derlei Anlässe. Erneut dabei waren auch Michael Frank und seine Musikerkollegen, diesmal aber nicht mit Klassik, sondern flotten Jazz-Klängen. Mit von der Partie waren zudem drei Glücksbringer: Nachtwächter Horst Hildenbrand, Schornsteinfeger Jörg Krüger und Schäfer Knut Kucznik.

Und neben Sekt oder Saft zum Anstoßen war mit Glühwein, Kuchenbasar, Suppe und vielem mehr auch für Beköstigung gesorgt. Die Einnahmen gingen an den Hort, weshalb Gujjula ausdrücklich bei den Gästen warb, von den Angeboten Gebrauch zu machen. Die Gastgeber zeigten sich auch ganz zufrieden mit der Besucherresonanz, wenngleich die im Ort auf die eine oder andere Weise Engagierten dominierten. "Sieben Personen mehr als 2019", vermeldete der Ex-Chef, der "alles durchgezählt" hatte.

Beim relativ kurzen offiziellen Teil bekannte Evy Strys, man habe zwar auf dem Schlossgut eine Menge geschafft, aber ansonsten sei sie "nicht so zufrieden" für den zentralen Ortsteil. Man hätte zum Beispiel am Spielplatzprojekt mehr "dranbleiben" müssen. Immerhin sei der Beschluss, ihn um einen Bereich für Kleinkinder zu ergänzen, schon vor fünf Jahren gefasst worden, monierte sie. Im Frühjahr soll es nun passieren. Auch bei den Straßen müsse man "was machen" oder endlich den Fahrstuhl im Rathaus realisieren. Sie hoffe, dass die sechs Neuen im Ortsbeirat Schwung und "konstruktive Hinweise" bringen.

Bürgermeister Arno Jaeschke dankte vorab allen Engagierten und warb um Geduld und Verständnis, wenn nicht alles so zügig laufe wie erhofft. Grundlage für Straßenplanungen sei das Verkehrskonzept, das "aufgehalten" habe. Allerdings habe es dazu wenig Beteiligung gegeben, merkte er an.

Bald Start für Schulerweiterung

Jaeschke kündigte an, dass Ende Februar der erste Auftrag für die Schulerweiterung  unterschrieben werde, im April dann mit dem Bau begonnen werden solle. Der Antrag auf Förderung sei nach mehr als zwölf Monaten immer noch nicht beschieden, aber man müsse handeln, brauche die Räume. Im April oder Mai wolle man auch die Architekten für den Oberschul-Neubau beauftragen und noch in diesem Jahr mit der Erschließung starten, damit 2021 Baubeginn sein könne.

Positives vermeldete er zudem aus Bruchmühle, wo das neue Feuerwehrdepot "fast fertig" sei. Anfang März werde die Innenausstattung kommen, dann der Umzug erfolgen. Im ersten Quartal solle auch die Waldring-Brücke fertig werden, ab April der Verkehr darüber rollen. Ebenfalls im April – zu Ostern – wolle der neue Rewe-Markt in Radebrück in Betrieb gehen, kündigte er an.

Ravindra Gujjula knüpfte an den geplanten Oberschulbau an, für den eine gymnasiale Stufe angedacht ist. Man habe lange dafür gestritten, aber nun seien andere neidisch. Auch das Hotel im Schlossgut werde kommen. "Und wir wollen auch noch die U-Bahn", rief er in die Runde. Nicht ohne Optimismus: Als man seinerzeit die Umgehungsstraße haben wollte, habe auch erst keiner daran geglaubt, sagte er.

Man dürfe aber auch die Ziele nicht aus dem Auge verlieren, "für die wir gewählt wurden", bekannte er. Altlandsberg brauche noch eine Kita und andere Dinge, und auch die "Missstände" bei Straßen und Friedhof müsse man angehen.

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