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Wechsel bei der Bundeswehr
60.000 Soldaten bekommen ab sofort Befehle aus Strausberg

Kommandowechsel des Heeres der Bundeswehr in Strausberg, 13.02.2020: Generalinspekteur der Bundeswehr Eberhard Zorn (M.) übergibt das Kommando über das Heer von generalleutnant Jörg Vollmers (r.) an Generalleutnant Alfons Mais (l.)
Kommandowechsel des Heeres der Bundeswehr in Strausberg, 13.02.2020: Generalinspekteur der Bundeswehr Eberhard Zorn (M.) übergibt das Kommando über das Heer von generalleutnant Jörg Vollmers (r.) an Generalleutnant Alfons Mais (l.) © Foto: Jens Sell
dpa / 13.02.2020, 18:01 Uhr - Aktualisiert 14.02.2020, 10:16
Strausberg (dpa) Das Kommando über die 60 000 Angehörigen der größten deutschen Teilstreitkraft, des Heeres, hat seit Donnerstag, 15 Uhr, Generalleutnant Alfons Mais.

Genau zu diesem Zeitpunkt wandte sich der General den angetretenen zehn Abordnungen von Kommando und Verbänden des Heeres zu und verkündete seinen ersten Befehl in der neuen Funktion: "Deutsches Heer hört auf mein Kommando!" Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, hatte ihn zuvor von den Formationen zünftig mit einem dreifachen "Panzergrenadiere!" – "Dran! Drauf! Drüber" donnernd beglückwünschen lassen.

Das militärische Zeremoniell auf dem zentralen Platz der von-Hardenberg-Kaserne verfolgten der amtierende Bundesratspräsident und Ministerpräsident Brandenburgs, Dietmar Woidke (SPD), der Landrat Märkisch-Oderlands, Gernot Schmidt (SPD), Bürgermeisterin Elke Stadeler und eine Vielzahl aktiver und ehemaliger Generale des Heeres, unter ihnen auch der ehemalige Generalinspekteur Hans-Peter von Kirchbach. Außerdem hatten mehrere Dutzend ausländischer Militärattachés den Weg nach Strausberg-Nord gefunden.

Alle Gäste erhoben sich, als die Ehrenformation aus dem Wachbataillon des Bundesverteidigungsministeriums, begleitet vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr, auf den Platz marschierte und an der Flanke antrat. Eingerahmt wurde der Appellplatz von einem gepanzerten Truppentransporter Boxer, einem Schützenpanzer Puma, einem Panzerspähwagen Fenek und einem Kampfpanzer Leopard 2. Zwischen den Gästen und der Antreteformation war der Platz mit Sturmgewehren G 36, Granatmaschinenwaffen, Mörsern und Panzerabwehrraketen dekoriert.

Die mit 60 000 Angehörigen stärkste Teilstreitkraft der Bundeswehr, das Heer, hat einen neuen Oberbefehlshaber: Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, übertrug das Kommando von Generalleutnant Jörg Vollmer auf Generalleutnant Alfons Mais. Das militärische Zeremoniell fand unter dem Beisein zahlreicher Gäste aus der Politik und ehemaliger und aktiver Generale der Bundeswehr in der von-Hardenberg-Kaserne in Strausberg statt.
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Führungswechsel beim Heer der Bundeswehr

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Generalleutnant Jörg Vollmer, seit Juli 2015 an der Spitze des Heeres, ließ die Schwerpunkte seiner Amtszeit Revue passieren. Landesverteidigung in den eigenen Grenzen ist zur Bündnisverteidigung an den Nato-Außengrenzen geworden, Beispiel ist die seit 2017 durchgängige Unterstützung der Nato mit der Bereitstellung eines Kampftruppenbataillons für jeweils sechs Monate in Litauen. Sein Augenmerk galt der Vollausstattung aller Truppenteile, dem Start in die Digitalisierung der Landstreitkräfte, der Anpassung der Grundausbildung an zeitgemäße Erfordernisse und der Umgestaltung der Offiziersausbildung mit mehr Praxisnähe. Demnächst wird Jörg Vollmer Befehlshaber des Allied Joint Forces Command der Nato im niederländischen Brunssum.

Vollmers Nachfolger Alfons Mais war schon von 2014 bis 2018 als Chef des Stabes des Heeres in Straus­berg. Dann hatte er bis zum 6. Februar das Kommando über das 1. Deutsch-Niederländische Corps in Münster inne, das ebenfalls mit einer Abordnung vertreten war.

Als die Troika mit der Truppenfahne des Heeres vormarschierte, war der abschließende Höhepunkt des einstündigen Übergabeappells gekommen: Generalleutnant Jörg Vollmer übergab die Fahne als Symbol für die Befehlsgewalt an den Generalinspekteur, der nach einer Kehrwendung seinerseits die Fahne feierlich an Generalleutnant Alfons Mais überreichte. Er ist jetzt Inspekteur des Heeres in der von-Hardenberg-Kaserne.

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