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Reparaturarbeiten
Naturpark Märkische Schweiz leistet Amtshilfe für Buckow ein

Inbetriebnahme: Vincent Chickowsky, Sabine Pohl, Claudia Berner (auf der Treppe), Horst Fittler und Klaus Müller (v. l.) bei der Übergabe der Kneipp-Wassertretstelle
Inbetriebnahme: Vincent Chickowsky, Sabine Pohl, Claudia Berner (auf der Treppe), Horst Fittler und Klaus Müller (v. l.) bei der Übergabe der Kneipp-Wassertretstelle © Foto: Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 16.02.2020, 07:00 Uhr
Buckow (Freie Autorin) Die Bank am Bach nahe dem Buckower Brecht-Weigel-Haus ist hilfreich, um sich Schuhe und Socken auszuziehen, die Hosenbeine hochzukrempeln und den Mini-Kneipp-Kurs im kalten Fließ in Angriff zu nehmen.

"Wie ein Storch gehen, immer ein Bein außerhalb des Wassers wegen des Wechselreizes", erklärt Gästeführerin und Kräuterfee Claudia Berner, bevor sie ins kalte Wasser steigt und den Anwesenden vormacht, wie es richtig geht.

Das Schild neben der Wassertretstelle erläutert die Hand- oder besser Fuß-Habung ebenfalls, doch als Gäste bzw. Touristen ist das halbe Dutzend Leute an diesem Freitag nicht gekommen. Sabine Pohl, Leiterin der Naturparkverwaltung Märkische Schweiz, hat zur Übergabe der sanierten Wassertretstelle geladen – ganz praktisch mit Inbetriebnahme.

Die fest im Bachuntergrund versenkten Robinienpfähle für den Handlauf mitten im Fließ und das beidseits der hinführenden Treppe erneuerte Geländer sind aus heimischen Hölzern gefertigt. "Sandro Knick aus unserer Naturparkverwaltung hat die Mittel dafür beschafft, alles organisiert und nutzbar gemacht", stellt die Naturpark-Chefin klar.

Nicht nur die Tretstelle am Werderfließ konnte quasi als Winter-Baumaßnahme abgeschlossen werden. In der zurückliegenden Zeit wurden auch jene im Schlosspark, am Tourismus­amt, am Buckowsee und am Schweizer Haus saniert und 2019 waren bereits die beiden Brücken am Sophienfließ durch die Naturparkverwaltung komplett erneuert worden. Das alles sei gleichermaßen für ortsnahe Infrastruktur des Kneipp-Kurortes und Naturtourismus wichtig, stellte Sabine Pohl den Gesamtzusammenhang Naturpark–Kneippkurort–Naturtourismus her. "Obwohl wir nicht so sehr für Wege und Infrastruktur zuständig sind", sagt sie, gehöre diese Initial-Hilfe für die Stadt ein wenig zum Gesamtpaket an Projekten, die das Jubiläum 30 Jahre Naturpark Märkische Schweiz in diesem Jahr begleiten. Schlussendlich sind die beiden Brücken auch Teil der Naturpark-Route, deren Re-Zertifizierung 2021 ansteht.

Der jährliche Workshop mit Gastronomen, Produzenten und Händlern aus der Naturpark-Region am 28. Februar und der 2. Regionalmarkt am 29. Februar, jeweils in Klosterdorf, gehören zu weiteren Vorhaben im Jubiläumsjahr. Das Wichtigste aber, sagt Sabine Pohl, sei die Erneuerung der Ständigen Ausstellung im Schweizer Haus, deren Fertigstellungstermin indes noch offen ist.

Abgeschlossen werden muss auch die Managementplanung für noch vier Flora-Fauna-Habitat-Gebiete, darunter den Schermützelsee. Terminlich fest stehen außerdem die Eröffnung der Wandersaison im Naturpark am 25. April oder das große Jubiläums-Abschluss- und Naturparkfest am 10. Oktober.

Nun ist Buckow in der Pflicht

Bevor es ins Wasser geht, muss Bürgermeister Horst Fittler für Stadt und Amt die Unterschrift unter den Vertrag setzen, der die Übergabe der reparierten Objekte (dazu zählt auch die Brücke am Gummiweg) in die weitere Pflege, Instandhaltung und Verkehrssicherung regelt. Nun ist Buckow in der Pflicht.

Ebenso wie Fittler sieht es SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Müller: Die Hilfe der Naturparkverwaltung sei "ein tolles Beispiel dafür, dass sich diese auch um die Entwicklung und Attraktivität des Kneipp-Kurortes" sorgt: "Danke."

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