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Amt Neuhardenberg
Nur Heiratswillige müssen zum Behördengang nach Seelow

Zuständig für das Einwohnermelde- und Gewerbeamt: Patrick Stephan arbeitet im Amt Neuhardenberg. Mit Eröffnung des Zentralstützpunktes in Seelow ändert sich für die Neuhardenberger Amtseinwohner kaum etwas.
Zuständig für das Einwohnermelde- und Gewerbeamt: Patrick Stephan arbeitet im Amt Neuhardenberg. Mit Eröffnung des Zentralstützpunktes in Seelow ändert sich für die Neuhardenberger Amtseinwohner kaum etwas. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 17.02.2020, 12:00 Uhr
Neuhardenberg (MOZ) Die Neueröffnung der Bürgerservicestelle in Seelow hat in Neuhardenberg für Unruhe gesorgt. Ob man nur noch in der Kreisstadt seine Behördengänge machen könne oder weiterhin in der Neuhardenberger Verwaltung, grübelten viele Bürger des Amtsbereichs. Dabei ändert sich für sie kaum etwas, erfuhr die MOZ.

"Etliche Einwohner haben bei uns angerufen und gefragt, wo sie nun was erledigen können", sagt Tino Krebs, Fachbereichsleiter Bürgerdienste in der Neuhardenberger Amtsverwaltung. Patrick Stephan, zuständig für das Einwohnermeldeamt und Gewerbeamt, klärt auf. "Den Bereich Standesamt macht die Stadt Seelow für uns mit, und das vertraglich sogar schon seit 1. Januar 2018." Heiratswillige müssen somit tatsächlich in die Bürgerservicestelle nach Seelow. "Aber zuvor dennoch zu uns, wegen der Melderegisterauskunft", fügt Tino Krebs an.

Den Bereich Standesamt über die Stadt mitabhandeln zu lassen, stamme noch aus Zeiten der Bildung der Verbandsgemeinde. Daher habe man bewusst keinen Standesbeamten in Neuhardenberg ausgebildet, da diese in Seelow vorhanden sind. Die Abrechnung der Trauungen – besonders beliebt in den Schlössern von Wulkow und Neuhardenberg – wird statt pauschal seit dem Vorjahr pro Fall abgerechnet.

Für alle anderen Behördengänge muss man weiterhin ins Amt Neuhardenberg kommen. Das gelte für das Einwohnermeldeamt, in dem Personalausweise, Reisepässe, aber auch Beglaubigungen oder polizeiliche Führungszeugnisse beantragt und dann auch abgeholt werden können. "Alles rund um das Ordnungs- und Gewerbeamt passiert weiterhin hier", betont der 28-jährige Stephan.

Neu sei seit Januar, dass man für einen Führerschein nicht extra nach Strausberg zur Verkehrsbehörde muss. Das werde angesichts der anlaufenden Umtauschwelle gut angenommen. Da die Verwaltung offener und bürgernah sein will, habe man im Vorjahr nicht nur viel Geld in neue Leitungen gesteckt, sondern auch die Büros vergrößert. Kartenzahlung ist möglich, es gibt freies WLAN dank Hotspot vom Land und geholfen wird auch außerhalb der Sprechtage. Neu eingeführt wird jetzt noch die Unterschrift per Tablet. Die  werde dann elektronisch übertragen, das spare Papier, so Tino Krebs.

Beantragt sei zudem ein an die Computer gekoppeltes Foto-Terminal für Passbilder, um Bürgern den Weg bis nach Seelow zu sparen. Umgestalten will man auch noch den Wartebereich mit neuen Stühlen und Info-Bildschirm. Ziehe man einmal nach Seelow in die Bürgerservicestelle, "der Begriff ist eigentlich hier geboren", so Krebs, sei es dennoch Ziel des Amtes, in Neuhardenberg eine Zweigstelle zu behalten.

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