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Petershagen-Eggersdorf scheitert am Erkneraner Torwart

Szene mit Seltenheitswert: Erkners Benjamin Bock (links) versucht sein Heil im Angriff. Der hochaufgeschossene Stürmer überläuft Blau-Weiß-Abwehr-Chef Ronny Schmidtke, während Benny Schmidtke (rechts) energisch nachsetzt.
Szene mit Seltenheitswert: Erkners Benjamin Bock (links) versucht sein Heil im Angriff. Der hochaufgeschossene Stürmer überläuft Blau-Weiß-Abwehr-Chef Ronny Schmidtke, während Benny Schmidtke (rechts) energisch nachsetzt. © Foto: Udo Plate/MOZ
Udo Plate / 10.03.2020, 06:30 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Dirk-Uwe Milz, langjähriger Trainer und Betreuer des FV Erkner II, eilte nach dem Schlusspfiff des Storkower Unparteiischen Matthias Schwerdtfeger auf dem Petershagener Kunstrasenplatz fast schon im Sprint zu Torhüter Marvin Drechsler, herzte und liebkoste den Blondschopf förmlich. Milz wusste natürlich nur zu genau, wem die Gäste die Punkteteilung nach 90 arbeitsreichen Minuten bei der Brandenburgliga-Reserve von Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf zu verdanken hatten. Vor allem im zweiten Durchgang trieb der Erkneraner Keeper, der seinen Kasten geradezu vernagelt hatte, mit zahlreichen Glanztaten die unermüdlich anrennenden Gastgeber schier zur Verzweiflung und hielt den einen Zähler für seine Elf fest.

Anerkennung auch vom Gegner

Das war auch dem umtriebigen Blau-Weiß-Übungsleiter Frank Mutschall nicht entgangen. Der ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, dem Teufelskerl zwischen den Erkneraner Pfosten seine Anerkennung und Glückwünsche zu einem "Schokoladentag" zu überbringen. "Ich hatte nicht nur einmal den Torschrei auf den Lippen. Doch irgendwie bekam Drechsler immer noch seine Finger an den Ball. Und wenn er sich dann doch einmal geschlagen geben musste, kratzte ein Mitspieler das Spielgerät von der Torlinie. Es ist und bleibt unser Manko: Wir benötigen einfach zu viele Einschussmöglichkeiten, um einen Treffer zu erzielen", haderte der Trainer nicht zu Unrecht mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft.

Zwar besaßen die Platzherren in einem höhepunktarmen ersten Durchgang durchaus leichte Feldvorteile, aber zu echten Hochkarätern langte es nicht. Als die Begegnung nach dem Seitenwechsel dann merklich an Fahrt aufnahm, erarbeiteten sich die Blau-Weißen etliche gute Möglichkeiten. Benny Schmidtke ließ aber eine Doppelchance liegen (51.), zudem scheiterten Danny Odebrecht (62., 69.), Mike-Oliver Hiersche (73.) und Paul Harttrumpf (85.).

Da sich auch die Gäste zu der einen oder anderen Offensivaktion aufrafften, durfte sich auch Kevin Petzer, der im Tor der Doppeldörfler einen eher ruhigen Nachmittag verbrachte, zweimal auszeichnen. Zunächst meisterte er den Versuch von Erkners Torjäger Benjamin Bock (58.), kurz darauf einen Distanzschuss von Sydney Cochius (61.).

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf II: Kevin Pelzer – Denny Odebrecht, Rick Schubert, Tobias Hoke, Azamat Yusupov (48. Paul Harttrumpf), Ronny Schmidtke, Mike-Oliver Hiersche (83. Jan Philipp Jaskolski), Benny Schmidtke, Till-Marian Höfer, Tobias Klaus, Jan Niklas Wolf

FV Erkner II: Marvin Drechsler – Leon Wagner, Adrian Ebert, Paul Ole Berthold, Sydney Cochius, Maximilian Schulz, Andre Schröder, Joshua Rothaug, Marco Quenstedt, Kay Siedler (85. Fabian Freise), Benjamin Bock

Schiedsrichter: Matthias Schwerdtfeger(Storkow) – Zuschauer: 34

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