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Fußball
Kicker der SG Grün-Weiß Rehfelde holen Meisterfeier nach

Edgar Nemschok / 18.06.2020, 05:30 Uhr - Aktualisiert 18.06.2020, 10:35
Rehfelde (MOZ) Bitter ist das schon – da spielen die Fußballer der SG Grün-Weiß Rehfelde die Saison ihres Lebens und werden am Ende ein wenig um ihren Lohn gebracht. Keine obligatorischen Sekt- oder Bierduschen und kein Tanz mit der Meisterschale. "Wir werden das auf jeden Fall nachholen, obwohl es dann sicher nicht das Gleiche sein wird", sagt Trainer Helmut Fritz.

Seine Männer hatten beim Abbruch der Meisterschaftsrunde in der Landesklasse Ost vier Punkte Vorsprung vor einem der ganz großen Favoriten, FSV Luckenwalde II. Die Luckenwalder waren beim Abbruch punktgleich mit der Überraschungsmannschaft der Serie, SG Müncheberg, und dem MSV Zossen.

Beste Abwehr der Liga

Schon vor Beginn der Saison  machte man in Rehfelde kein Geheimnis daraus, dass der Verein in die Landesliga will. Und die Mannschaft spielte von Beginn an viel versprechend. Die Rehfelder haben nur zweimal verloren und zweimal unentschieden gespielt. Sie haben mit 13 Treffern die wenigsten in der Liga gefangen, aber in den 17 Partien nur 34 selbst erzielt. Die drei in der Tabelle folgenden Mannschaften haben jeweils  häufiger getroffen. "Ja, daran werden wir sicherlich arbeiten müssen", sagt Fritz. "Wir haben vor dem gegnerischen Tor einfach zu wenig Durchschlagskraft." Aber bis zum Beginn der Meisterschaftsrunde 2020/21, dann also in der Landesliga, ist noch  eine Menge Zeit und eventuell kommt noch die ein oder andere Verstärkung an die Elsholzstraße. Ein Neuzugang steht schon fest. Robert Vsetychek, vorher Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf, wird in Grün-Weiß spielen.

Zunächst freut man sich in Rehfelde aber noch über die Meisterschaft der Landesklasse Ost. "Wenn mir das einer vor Jahren gesagt hätte ... Aber die Mannschaft und der gesamte Verein, einschließlich der treuen Fans, haben sich das auch verdient", sagt Helmut Fritz. Schon jetzt zählen die Jahre in Rehfelde gemeinsam mit denen in Strausberg zu den besten seiner Karriere, sagt Helmut Fritz.

Losentscheid ist unglücklich

Was ihn derzeit noch ein wenig ärgert, ist, wie man den Kreispokalwettbewerb beendet hat. Rehfelde stand als Halbfinalgegner der SG Müncheberg fest. "Einen solchen Wettbewerb einfach auszulosen, finde ich nicht angemessen. Es hätte eine andere Lösung gefunden werden müssen. Wir werden alles dafür tun, dass wir diese Partie dann unter dem Titel Corona-Meister gegen Corona-Pokalsieger wenigstens in der Vorbereitung auf die neue Saison noch stattfinden lassen können."

Eine echte Vorbereitung hat auch in Rehfelde noch nicht begonnen. "Wir treffen uns des Öfteren in kleinen Gruppen", sagt Helmut Fritz. Einen Abgang aus der Mannschaft hat er zu vermelden und dieser macht ihn sehr traurig. Sebastian Mentz wechselt in Richtung seines Heimatortes Schöneiche. "Mit Basti habe ich fast 18 Jahre lang zusammengearbeitet. Er ist in jeder Mannschaft ein Vorbild in puncto Disziplin und Einsatzwillen und wird uns fehlen."

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