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Ruhestätten sollen in Friedhofssatzung verankert werden, von der Kommune gepflegt werden sie bereits

Drei Ehrengräber im Gespräch

Das Grab von Adam Probsthan: Bereits jetzt von der Kommune gepflegt, soll es offiziell zum Ehrengrab erhoben werden. Sein Umfeld indes, der ehemalige Friedhof am Bahnhof, ist derzeit eine Baustelle
Das Grab von Adam Probsthan: Bereits jetzt von der Kommune gepflegt, soll es offiziell zum Ehrengrab erhoben werden. Sein Umfeld indes, der ehemalige Friedhof am Bahnhof, ist derzeit eine Baustelle © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 26.02.2013, 10:24 Uhr
Fürstenberg (MZV) Über die Zukunft von drei Grabstätten beraten am Donnerstag die Fürstenberger Stadtverordneten. Zur Diskussion steht, drei letzte Ruhestätten von verdienten Bürgern zu Ehrengräbern zu machen.

Das stellt nicht nur eine Auszeichnung dar, sondern klärt auch die Zuständigkeit der Unterhaltung. Diese obliegt bei Ehrengräbern der Kommune. Bislang hat Fürstenberg keine derartigen Grabstellen.

Im Falle von zwei Begräbnisstätten wird damit jedoch lediglich in der Friedhofssatzung verankert, was in der Praxis schon Realität sei, erläuterte Bauamtsleiter Heiko Körner auf Nachfrage. Sowohl das Grab des langjährigen Rektors der Fürstenberger Schule und Lützower Jägers Adam Probsthan (1792-1882) im Park am Bahnhof, als auch das des ehemaligen Bürgermeisters Hofrat Max Frick (1863-1942) auf dem neuen Friedhof wird bereits ganz oder teilweise von städtischen Mitarbeitern gepflegt.

Hofrat Fricks Grab liegt offiziell bislang in der gemeinsam Verantwortung der Enkelinnen Sigrid Joos und Inge Mussäus, beide sind jedoch bereits weit über 80 Jahre alt. Frick war fast 30Jahre - von 1890 bis 1919 - Bürgermeister von Fürstenberg. Ihm wird zugeschrieben, durch sein Wirken maßgeblich dazu beigetragen zu haben, die Stadt zu einem touristischen Kleinod und bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region zu entwickeln. Auch vertrat er die Interessen der Region als Landtagsabgeordneter. Seine Ruhestätte liegt am nordwestlichen Rand des Friedhofs.

Probsthans Grab ist das einzige des alten Fürstenberger Friedhofs am Bahnhof, was mit der Eröffnung des neuen nicht eingeebnet oder umgebettet worden ist. Er gilt als der vermutlich zuletzt lebende mecklenburgische Veteran der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 und stand zwischen 1819 und 1851 der Fürstenberger Schule vor.

Während beide Fürstenberger Grabstellen auf Initiative der Stadtverwaltung zu Diskussion gestellt werden, sei die dritte von Altthymens Ortsvorsteher Manfred Saborowski vorgeschlagen worden, so Bauamtsleiter Körner. Dabei handelt es sich um das Grab von Hermann und Wilhelmine Dahms in Alttthymen. Gemeinschaftlich soll dort künftig dem Wirken der Familie Dahms gedacht werden können. Die Familie gilt als Begründer und Bewahrer der gesellschaftlichen Entwicklung im Ort und hatte maßgeblichen Anteil an der Erbauung der Dorfkirche, heißt es in der Erläuterung zur Beschlussvorlage. Einige Grabmale der Familien sind auf dem Areal des Friedhofs verteilt, Grabstellen im eigentlichen Sinn jedoch oft kaum noch vorhanden. Der Heimatverein "Zukunft Altthymen", deren Vorsitzender Saborowski ist, möchte die Stelle von Gemeindevorsteher Hermann Dahms und seiner Frau Wilhelmine im Benehmen mit der Kommune zu einem würdigen Ehrengrab gestalten.

Die Versammlung der Stadtverordneten beginnt am Donnerstag, 28. Februar, um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Weitere Themen: Informationen zur B-96-Ortsumfahrung, Beschlussvorschlag der Fraktion Pro Fürstenberg zu den Öffnungszeiten der Volksbank-Filiale.

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